Wenn wir nicht in 5 Minuten angerufen haben, schenken wir Ihnen einen 20-Euro-Reisegutschein. Bis gleich am Telefon!
Fiakerfahrt - Wien (Österreich)
Die Fiakerfahrt in Wien gehört zu den schönsten Möglichkeiten, die österreichische Hauptstadt zu erleben. Kaum ein Fortbewegungsmittel passt so gut zum Flair der Kaiserstadt wie die historische Pferdekutsche – elegant, gemächlich und mit einem Hauch Nostalgie. Seit über 300 Jahren klappern die Hufe der Fiakerpferde über Wiens Kopfsteinpflaster. Was einst ein alltägliches Transportmittel war, ist heute ein Erlebnis für Reisende aus aller Welt, die Wien von seiner gemütlichsten Seite kennenlernen wollen.
Ob als romantisches Erlebnis zu zweit, als Stadtführung mit Stil oder als Familienausflug – die Fiakerfahrt durch die Wiener Innenstadt bietet für jeden Geschmack die passende Tour.
Unsere Reiseangebote in Wien
Geschichte der Wiener Fiaker: Über 300 Jahre Tradition
Die Geschichte des Wiener Fiakers beginnt offiziell im Jahr 1693, als Kaiser Leopold I. die ersten Kutschen gewerbsmäßig lizenzieren ließ. Der Name „Fiaker" leitet sich übrigens nicht von Wien ab, sondern geht auf das Pariser Hotel Saint-Fiacre zurück, wo im 17. Jahrhundert die ersten Lohnkutschen aufgestellt wurden.
In Wien entwickelte sich der Fiaker schnell zu mehr als nur einem Transportmittel – er wurde zu einem Symbol städtischen Lebens und einer eigenen Berufskultur. Um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert gab es in Wien über 1.000 lizenzierte Fiaker, die täglich das Stadtbild prägten. Die Kutscher, oft stadtbekannte Originale mit trockenem Wiener Humor, waren für ihre Diskretion ebenso bekannt wie für ihre Ortskenntnis.
Pikante Anekdoten ranken sich um das Thema Diskretion: So nutzten hohe Herren und Adlige gerne den geschlossenen Fiaker, um unerkannt mit ihrer Begleitung durch die Stadt zu fahren. Die Fiakerkutscher schwiegen – und erwarteten dafür ein entsprechendes Trinkgeld. Aus diesem Berufsstand stammt übrigens auch der Begriff „Schmiergeld": Damit deckten die Kutscher die Kosten für die Wartung des Fuhrwerks, also buchstäblich das Schmieren der Achsen.
Mit dem Aufkommen des Automobils Ende des 19. Jahrhunderts begann der Niedergang des Fiakers als Massentransportmittel. Doch in Wien hielten sich die Kutschen länger als anderswo – wohl auch, weil die Wiener traditionell keinen allzu großen Enthusiasmus für technische Neuerungen zeigen. Bis heute hat die Fiakerfahrt als kulturelles Erlebnis überlebt und wird als lebendiges Kulturerbe gepflegt.
Fiaker-Lizenz und das Wissen der Kutscher
Nicht jeder darf einfach mit einer Pferdekutsche durch Wien fahren. Um als Fiakerkutscher arbeiten zu dürfen, ist eine offizielle Konzession der Stadt Wien erforderlich. Wer diese erhalten möchte, muss eine umfangreiche Prüfung ablegen – unter anderem über die Geschichte und Sehenswürdigkeiten Wiens, die Tierhaltung und Fahrtechnik sowie die einschlägigen Vorschriften.
Zu den Pflichten des Fiakerkutschers gehört auch die gepflegte Kleidung: Der typische Fiaker trägt schwarzen Zylinder, Gehrock und Handschuhe. Diese Kleiderordnung ist nicht nur Tradition, sondern Teil des Qualitätsversprechens gegenüber den Fahrgästen. Die meisten Kutschen sind über 100 Jahre alt und wurden liebevoll restauriert – sie sind rollende Denkmäler der Wiener Stadtgeschichte.
Was kostet eine Fiakerfahrt in Wien – und lohnt sie sich?
Die Preise für eine Fiakerfahrt in Wien sind behördlich festgesetzt und werden regelmäßig angepasst. Grundsätzlich gibt es zwei Standardtarife:
| Tour | Dauer | Preis (ca.) | Strecke |
|---|---|---|---|
| Kleine Runde | 20 Minuten | 55 – 65 € | Stephansplatz → Burggarten → Michaelerplatz |
| Große Runde | 40 Minuten | 90 – 110 € | Innenstadt + Ringstraße |
| Sonderfahrt | nach Absprache | ab 120 €/Std. | Individuelle Route |
Die Preise gelten je Kutsche, nicht pro Person – das macht die Fiakerfahrt besonders attraktiv für Paare oder kleine Gruppen. Eine Kutsche fasst üblicherweise zwei bis vier Personen.
Lohnt es sich? Ja – aber erwarten Sie keine Schnäppchenpreise. Die Fiakerfahrt ist ein hochwertiges Erlebnis, das zum Charakter Wiens gehört. Wer Wien verstehen will, sollte mindestens einmal mit dem Fiaker durch die Altstadt gefahren sein.
Tipp: Einigen Sie sich vor der Fahrt auf Route und Preis. Fragen Sie nach der „Porzellanfuhre" – der sanftesten Fahrweise, die früher für den Transport von wertvollem Porzellan genutzt wurde und heute besonders romantisch ist.
Fiakerstandplätze in Wien
Fiaker stehen an mehreren fixen Standplätzen in der Wiener Innenstadt bereit. Eine Vorabreservierung ist in der Regel nicht notwendig – einfach zum nächsten Standplatz gehen und ansprechen:
- Stephansplatz – direkt am Herzen der Altstadt, der beliebteste Ausgangspunkt
- Michaelerplatz – vor der Hofburg, ideal für Ringstraßen-Touren
- Albertinaplatz – nahe der Staatsoper und des Burggartens
- Petersplatz – bei der barocken Peterskirche
- Burgtheater / Volksgarten – am Prachtring, gut für Abendfahrten
Die meisten Standplätze sind täglich besetzt, auch in den Wintermonaten – der Wiener Fiaker ist ein ganzjähriges Angebot. Bei schlechtem Wetter verfügen die Kutschen über einen Wetterschutz.
Die schönsten Fiaker-Routen durch Wien
Wien lässt sich auf zwei klassischen Routen per Fiaker erkunden – die sogenannte kleine und die große Runde. Beide führen durch das historische Zentrum der Stadt und an den bekanntesten Sehenswürdigkeiten vorbei.
Die Kleine Runde (ca. 20 Minuten)
Die kurze Tour führt vom Stephansplatz über den Burggarten und das Kunsthistorische Museum zurück zum Michaelerplatz. Ideal für einen ersten Eindruck oder als Ergänzung zu einem Tagesausflug in die Wiener Innenstadt.
Die Große Runde (ca. 40 Minuten)
Wer mehr Zeit hat, fährt die große Runde: Stephansplatz, Staatsoper, Burgring, Heldenplatz, Rathaus und zurück über den Ring. Dabei kommt man an nahezu allen Highlights der Wiener Ringstraße vorbei – einem der schönsten Prachtboulevards Europas.
Auf Wunsch erklärt der Kutscherkutscher während der Fahrt die Geschichte der Sehenswürdigkeiten. Dieses Wissen ist – neben der obligatorischen Uniform – eine der Grundvoraussetzungen für die Fiakerlizenz. Wer Fragen hat, fragt einfach: Die meisten Wiener Fiaker sind echte Stadtkenner mit echter Freude an ihrer Arbeit.
Übernachten in Wien – Unsere Hotelempfehlungen
Nach einer Fiakerfahrt durch die Wiener Altstadt wollen Sie den Abend vielleicht in einem schönen Hotel ausklingen lassen. Wien bietet von komfortablen Stadthotels bis zu eleganten Häusern in Ringstraßennähe alles, was das Reiseherz begehrt. Unsere Auswahl an Wiener Hotels mit aktuellen Reisepaketen finden Sie in unserer Übersicht:
Unsere Hotels in Wien
Viele unserer Wiener Hotels liegen in direkter Nähe zu den Fiakerstandplätzen – ideal, um morgens spontan eine Runde durch die Stadt zu drehen, bevor die Touristenströme einsetzen.
Geheimtipp: Die Abendfiakerfahrt bei Dämmerung
Den meisten Besuchern fällt gar nicht auf, dass die Wiener Fiaker auch abends – bis etwa 22 Uhr – fahren. Wer Wien bei Einbruch der Dämmerung per Kutsche erleben möchte, erlebt die Stadt von ihrer magischsten Seite: Die Straßenlaternen tauchen die Fassaden in warmes Licht, die Innenstadt ist ruhiger als tagsüber, und der Hufschlag der Pferde hallt durch fast menschenleere Gassen.
Besonders empfehlenswert: eine Abendfahrt über die Ringstraße mit Blick auf die beleuchtete Staatsoper, das Burgtheater und das Kunsthistorische Museum. Fragen Sie den Kutscher ruhig nach einer „Abendpromenade" – viele Fiaker bieten diese auf Wunsch an. Wer Wien wirklich unvergesslich erleben möchte, sollte diese Tour ausprobieren.
Häufige Fragen zur Fiakerfahrt in Wien (FAQ)
- Was kostet eine Fiakerfahrt in Wien?
- Eine kurze Fiakerfahrt (ca. 20 Minuten) kostet in Wien rund 55–65 Euro je Kutsche. Die große Runde (ca. 40 Minuten) liegt bei 90–110 Euro. Sonderfahrten beginnen ab etwa 120 Euro pro Stunde.
- Wie lange dauert eine Fiakerfahrt in Wien?
- Standardmäßig werden zwei Touren angeboten: die kleine Runde dauert etwa 20 Minuten, die große Runde etwa 40 Minuten. Längere Individualfahrten sind auf Anfrage möglich.
- Wo finde ich Fiaker in Wien?
- Die wichtigsten Fiakerstandplätze befinden sich am Stephansplatz, Michaelerplatz, Albertinaplatz, Petersplatz und beim Burgtheater/Volksgarten. Eine Vorabreservierung ist nicht nötig.
- Kann man Fiaker das ganze Jahr in Wien buchen?
- Ja, Fiaker fahren in Wien ganzjährig, auch im Winter. Bei sehr schlechtem Wetter sind die Kutschen mit einem Wetterschutz ausgestattet.