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Mailand-Urlaub: Kirche, Kunst und Kapital

Mailand, klar, das ist Mode und Fußball, Einkaufen und Flanieren, Kirche und Kunst, aber auch Kapital und Macht. Der Norden Italiens ist reich, hier ist das Land industrialisiert. In Mailand wurde immer schon politische und kirchliche Geschichte geschrieben. Rom ist zwar weit weg, aber ohne den Norden geht in Italien gar nichts.

Städtereisen nach Mailand

Machtzentrum zwischen Kirche, Kunst und Kapital

Mailand, klar, das ist Mode und Fußball, Einkaufen und Flanieren, Kirche und Kunst, aber auch Kapital und Macht. Der Norden Italiens ist reich, hier ist das Land industrialisiert. In Mailand wurde immer schon politische und kirchliche Geschichte geschrieben. Rom ist zwar weit weg, aber ohne den Norden geht in Italien gar nichts.

An Selbstbewußtsein mangelt es den Milanesen nicht. Und das zeigen sie: in ihren Museen, ihren Bauten und Berühmtheiten. Das Machtzentrum in der Lombardei hat es in sich. Ein ideales Reiseziel für einen Städte-Trip.

Die Geschichte Mailands ist wechselhaft und geht mit aller Wahrscheinlichkeit auf das 4. Jahrhundert v. Chr. zurück. Im Jahre 222 v. Chr. wurde die Stadt von den Römern erobert. Sie nannten ihre Eroberung fortan "Medio-lanum" (in mitten der Ebene). Im Jahre 15 v. Chr. machte Augustus sie zur Hauptstadt der 11. Region. 293 n. Chr. wurde "Mediolanum" sogar zur Hauptstadt des Weltrömischen Reiches ernannt. Mit Hilfe des Einflusses der Kirche erreichte Mailand schließlich eine gewisse Selbständigkeit gegenüber Rom.

1386 begannen die Visconti mit dem Bau des größten Wahrzeichens von Mailand: des Dom Santa Maria Nascente. Der Mailänder Dom ist ein Bauwerk der Superlative - und somit ein unbedingtes Muss für jeden Besucher der Stadt. Der Anblick des größten gotischen Baus mit den unzähligen Skulpturen, Spitzen Verzierungen und Ornamenten ist einfach faszinierend. Drinnen haben 40.000 Menschen Platz, auf dem Dach nicht ganz so viele. Die einzigartige Dachterrasse des Doms eröffnet einen herrlichen Blick über die Stadt.

Anfang des 20. Jahrhunderts begann das bisher dunkelste Kapitel Mailands: Die Stadt war Mittelpunkt der faschistischen Bewegung unter Mussolini, der 1922 die Macht in Italien ergriff. Erst nach 1945 traf Mailand trotz verheerender Zerstörungen wieder der Segen des Aufschwungs. Es wurde zu einem der größten Zentren des Wirtschaftswunders. Heute ist Mailand mit 1,3 Millionen Einwohnern das Industriezentrum Italiens.

Weltberühmte Künstler wie Leonardo da Vinci und Bramante hinterliessen ihre künstlerische Handschrift. Neben der Kirche hat die Kultur in Mailand eine ganz besondere Bedeutung: Zahlreiche Museen mit Werken der bedeutendsten Künstler der Welt findet man in prachtvollen Palästen, kleinen Palazzi, hinter dicken Festungsmauern oder eben in Kirchen. Allen voran das Kloster Santa Maria delle Grazie. Hier hängt das wohl bekannteste Sakral-Bild der Welt: das Abendmahl-Fresko von Leonardo da Vinci. Was wäre Mailand ohne Leonardo da Vinci. Das Museo Nazionale della Scienza e della Tecnica in der Kirche San Vittore, ist ein riesiges Technikmuseum mit verschiedenen Abteilungen. Zeichnungen, Plänen und Erfindungen von Leonardo da Vinci sind hier ebenso ausgestellt wie Moderne Technik.

Genauso weltberühmt wie der Dom und da Vinci ist Mailands Oper: Teatro alla Scala. Für den wahren Italiener ist die lirica, die Opernmusik, ein Lebenselixier. Deshalb war auch die Scala das erste Gebäude, das nach der Bombardierung von 1943 wieder aus den Trümmern emporragte. Mailänder Geschichte ist allgegenwärtig und hatte sogar Vorbildfunktion, wie die Burg der Herrscherfamilien Mailands (zuerst der Visconti, dann der Sforza). Sie stand architektonisch Modell für den Kremel in Moskau. Entstanden ist die Burg aber, um den Herrschern Sicherheit vor den eigenen Untertanen zu geben - und nicht etwa um die Stadt vor äußeren Feinden zu schützen. Moderne Geschichte gibt es direkt am Hauptbahnhof zu sehen. Dort steht das Pirelli-Hochhaus, in dessen Mauern seit 1979 die lombardische Regierung sitzt. Der Büro-Turm brach zum ersten Mal das Mailänder Gebot, dass kein Gebäude höher sein dürfe als die Madonnina auf der Turmspitze des Mailänder Dom.

Das wirklich "alte" Mailand das noch so richtig lebendig ist, "versteckt" sich im Navigli-Viertel im Süden der Stadt. Ein wenig Venedig- oder Amsterdam-Feeling macht sich breit, wenn man durch diesen zum Vergnügungsviertel etablierten Stadtteil schlendert. In dem ehemaligen Hafenviertel gibt es zahlreiche Kneipen, Second-Hand-Shops und stilvolle Musiklokale. Die Sehenswürdigkeiten Mailands erkunden Sie am Besten zu Fuß, mit der Tram, deren Linien sich durch die ganze Stadt ziehen oder der Metro, mit der Sie überall schnell und bequem hinkommen.

Fotos: Wikipedia , Ilona Laufersweiler, Stefano Stabile, Jacub Halun, Steinsplitter, Stefan Neudeck, Jeff G., Giustino

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