Wenn wir nicht in 5 Minuten angerufen haben, schenken wir Ihnen einen 20-Euro-Reisegutschein. Bis gleich am Telefon!
Wachau (Niederösterreich)
Wachau – Donaulandschaft zwischen Weinreben, Burgen und UNESCO-Welterbe
Zwischen sonnenverwöhnten Weinterrassen und einer der malerischsten Flusslandschaften Europas liegt die Wachau: 36 Kilometer Donauufer zwischen Melk und Krems, die seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe in Österreich gehören. Sanfte Weinberge, mittelalterliche Ortskerne, mächtige Burgruinen und Klöster direkt über der blauen Donau – das ist die Wachau, eine Region, die man am besten langsam und neugierig entdeckt.
Die Wachau ist kein lauter Touristenmagnet, sondern ein Ort, an dem sich Geschichte und Landschaft auf engstem Raum verdichten. Hier wächst einer der besten Weißweine Österreichs, blühen im Frühling Zehntausende Marillenbäume rosa-weiß, und Burgruinen erinnern an das Mittelalter. Ob zu Fuß, per Rad oder mit dem Donauschiff – die Wachau entfaltet ihre Schönheit in ihrem eigenen Tempo, und wer sich darauf einlässt, versteht schnell, warum diese Landschaft seit Jahrhunderten Menschen aus aller Welt fasziniert.
Unsere Reiseangebote in Niederösterreich
Was macht die Wachau so besonders?
Die Wachau vereint auf kleinstem Raum so viele sehenswerte Dinge, dass selbst Vielreisende immer wieder überrascht werden. Ein kurzer Überblick über die Highlights:
- UNESCO-Weltkulturerbe seit dem Jahr 2000 – eine der wenigen Kulturlandschaften Österreichs mit diesem Status
- Stift Melk – eines der bedeutendsten Barockklöster Europas, weithin sichtbar über der Donau
- Burgruine Dürnstein – legendärer Gefangenschaftsort von König Richard Löwenherz
- Wachauer Wein – Grüner Veltliner und Riesling aus einem der nördlichsten Qualitätsweinbaugebiete der Welt
- Marillenblüte – jährliches Naturspektakel im März, wenn Zehntausende Aprikosenbäume erblühen
- Donauradweg – einer der beliebtesten Radwege Europas führt mitten durch die Wachau
- Welterbesteig Wachau – ein Fernwanderweg mit spektakulären Ausblicken über das Donautal
Was die Wachau von anderen Regionen unterscheidet: Die Sehenswürdigkeiten liegen nicht kilometerweit auseinander, sondern bilden ein dicht gewobenes Netz aus Natur, Geschichte und Genuss. Drei Tage sind ein guter Anfang – aber kaum einer, der einmal da war, bereut es, länger geblieben zu sein.
Stift Melk: Das barocke Herzstück der Wachau
Das Stift Melk ist das unbestrittene Wahrzeichen der Wachau. Hoch oben auf einem Felsvorsprung thronend, beherrscht das barocke Benediktinerkloster weithin das Donautal. Gegründet im Jahr 1089, erlebte es im 18. Jahrhundert seinen heutigen, prunkvollen Wiederaufbau im Stil des Hochbarock. Die Bibliothek mit über 100.000 Bänden, die prachtvolle Stiftskirche mit Fresken und Marmoraltären und die Aussichtsterrasse mit Blick über Donau und Weinberge sind die Highlights des Rundgangs.
Der Besuch lohnt sich das ganze Jahr über – im Frühling zwischen blühenden Stiftsgärten, im Herbst, wenn die Weinreben golden leuchten. Geöffnet ist das Stift von März bis November täglich, in der Hochsaison von 9:00 bis 17:30 Uhr. Ein Tipp: Wer früh morgens kommt, hat die Aussichtsterrasse oft ganz für sich – und sieht die Donau im Morgenlicht, bevor der erste Touristenbus anrollt.
Dürnstein: Blaue Türme und die Legende des Löwenherz
Dürnstein ist vielleicht der stimmungsvollste Ort der Wachau. Die blaue Turmspitze des Augustinerklosters spiegelt sich in der Donau, enge Gassen führen durch den mittelalterlichen Ortskern, und hoch über dem Dorf thront die Ruine der Kuenringerburg. Hier soll König Richard Löwenherz von England im 12. Jahrhundert gefangen gehalten worden sein, bis sein Sänger Blondel ihn fand – eine Legende, die das Dorf bis heute prägt und Besucher aus aller Welt anzieht.
Der Aufstieg zur Ruine dauert etwa 20 Minuten, belohnt aber mit einem der schönsten Panoramablicke der Region: Die Donau schlängelt sich tief unten, Weinreben ziehen sich die Hänge hinauf, und an klaren Tagen reicht der Blick weit ins Waldviertel. Auch im Ort selbst lohnt sich der Spaziergang – die gotische Stiftskirche und die gepflegten Weingüter in den Gässchen sind echte Entdeckungen abseits der großen Reisegruppen.
Wein, Marillen und Wachauer Küche
Die Wachau ist eine der renommiertesten Weinregionen Österreichs. Das milde Donauklima, Urgesteinsböden und jahrhundertealtes Winzerwissen sorgen für Weißweine von internationalem Rang. Das einzigartige Qualitätssystem der Wachau unterteilt in drei Stufen:
| Stufe | Charakter | Alkohol |
|---|---|---|
| Steinfeder | Leicht, frisch, für den Sommergenuss | bis 11,5 % |
| Federspiel | Mittelkräftig, elegant – der klassische Wachauer | 11,5–12,5 % |
| Smaragd | Vollmundig, komplex, lagerfähig – die Spitzenklasse | ab 12,5 % |
Neben dem Wein ist die Wachauer Marille das zweite kulinarische Wahrzeichen der Region. Die Aprikose, seit Jahrhunderten hier angebaut, trägt offiziell das EU-Gütesiegel g.U. (geschützte Ursprungsbezeichnung). Von Mitte März bis Anfang April verwandeln blühende Marillenbäume die Hänge in ein rosa-weißes Blütenmeer – eines der schönsten Naturschauspiele in ganz Österreich. Später im Jahr gibt es Marillenknödel, Marillenbrand, Marillenmarmelade und -liköre in fast jedem Gasthaus der Region.
Die Wachauer Küche ist traditionell und bodenständig: Fisch aus der Donau, Wildgerichte aus dem Waldviertel und natürlich ein Glas Wachauer Riesling beim Heurigen gehören dazu. Wer tiefer in die Weinwelt eintauchen möchte, besucht die Winzer Krems in Krems an der Donau – eine der ältesten Winzergenossenschaften Österreichs mit umfangreicher Weinerlebniswelt.
Aktiv unterwegs in der Wachau
Die Wachau lädt zu verschiedenen Aktivitäten ein – vom entspannten Spaziergang bis zur mehrtägigen Radtour. Der Donauradweg führt beidseits des Flusses durch die Kulturlandschaft und gilt als einer der schönsten und bestausgeschilderten Radwege Europas. Zwischen Melk und Krems sind es rund 36 Kilometer, die auch für Familien gut bewältigbar sind – die Strecke verläuft überwiegend flach entlang des Flussufers.
Wer zu Fuß unterwegs ist, findet mit dem Welterbesteig Wachau einen anspruchsvolleren Fernwanderweg, der in vier Etappen von Emmersdorf bis Krems führt. Die Route verläuft abseits der Donau durch Weinberge, Obstwiesen und Wälder – mit immer wieder atemberaubenden Aussichten auf das Tal und die mäandernde Donau.
Eine besondere Perspektive bietet die Donauschifffahrt: Mehrere Anbieter fahren zwischen Melk und Krems, halten in Dürnstein und Spitz und lassen die Sehenswürdigkeiten der Wachau entspannt vom Wasser aus erleben. Die Fahrt dauert rund 3 bis 4 Stunden – eine perfekte Kombination ist es, tagsüber Rad zu fahren und abends mit dem Schiff zurückzukehren.
Wachau besuchen: Praktische Reisetipps
Die Wachau ist das ganze Jahr sehenswert – je nach Reisezeit gibt es unterschiedliche Highlights:
| Reisezeit | Highlights |
|---|---|
| März / April | Marillenblüte – das bekannteste Saisonevent der Wachau |
| Mai / Juni | Mild, grün, wenig Andrang – ideal für Radfahren und Wandern |
| Juli / August | Hochsaison: Heuriger-Kultur, Weinverkostungen, Schifffahrten |
| September / Oktober | Weinlese und goldene Herbstfarben – romantischste Zeit |
| November – Februar | Ruhig und günstig, Stift Melk im winterlichen Kleid |
Anreise: Mit der Bahn von Wien Westbahnhof nach Melk (ca. 1 Stunde 20 Min.) oder nach Krems (ca. 1 Stunde). Per Auto über die A1 bis Melk (ca. 90 Min. ab Wien). Im Sommer verbinden Donauschiffe Wien mit der Wachau.
Unterkunft: Hotels und Pensionen finden sich in Melk, Dürnstein, Spitz und Krems. Wer mitten in der Wachau schlafen möchte, bucht am besten frühzeitig – besonders zur Marillenblüte und Weinlese sind Zimmer schnell vergriffen.
Häufige Fragen zur Wachau
Die häufigsten Fragen zur Wachau
Wann ist die beste Reisezeit für die Wachau?
Die Marillenbltüte im März/April ist das bekannteste Saisonevent. Traumhaft schön ist die Wachau auch bei der Weinlese im September und Oktober – dann leuchten die Rebhänge in Goldtönen. Mai und Juni sind die ruhigsten Monate mit angenehmem Wetter.
Wie lang ist die Wachau?
Die Wachau erstreckt sich über rund 36 Kilometer entlang der Donau – von Melk im Westen bis Krems an der Donau im Osten.
Was genau ist das UNESCO-Welterbe?
Die gesamte Kulturlandschaft mit ihren Weinbergen, Ortschaften, Klöstern und Burgruinen wurde im Jahr 2000 als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen.
Wie kommt man von Wien in die Wachau?
Mit der Bahn nach Melk oder Krems (ca. 1–1,5 Stunden). Mit dem Auto über die A1 (ca. 90 Minuten). Im Sommer gibt es Donauschiffverbindungen direkt aus Wien.
Was ist in der Wachau ein absolutes Muss?
Stift Melk, Dürnstein mit seiner blauen Stiftskirche, die Ruine Aggstein und ein Glas Wachauer Grüner Veltliner beim Heurigen gehören dazu.
Unsere Hotels in Niederösterreich
Geheimtipp: Willendorf und die Venus von Willendorf
Wer die Wachau schon kennt und auf der Suche nach einem weniger besuchten Ort ist, dem sei Willendorf ans Herz gelegt – ein kleines Dorf zwischen Melk und Krems, das einem der bedeutendsten archäologischen Funde der Geschichte seinen Namen verdankt: der Venus von Willendorf. Die rund 30.000 Jahre alte Kalksteinfigur wurde 1908 hier entdeckt und ist heute im Naturhistorischen Museum Wien zu bewundern. Am Fundort selbst gibt es eine informative Infotafel, und das Dorf ist so verschlafen und authentisch, wie die Wachau wohl früher überall war – keine Souvenirläden, keine Touristenrestaurants, nur Weinberge, Donau und 30.000 Jahre Geschichte direkt unter den Füßen.