Sehenswürdigkeiten auf Rügen

Königsstuhl: Das Wahrzeichen der Insel. Dieser ist mit 119 Meter ü. NN der berühmteste Kreidefelsvorsprung der Stubbenkammer auf der Ostseeinsel Rügen. Über einen etwa 11 Kilometer langen Hochuferweg von Sassnitz, vorbei an einem Hühnengrab der Jungsteinzeit, führen schmale Stufen zur etwa 200 Quadratmeter großen Plattform hinauf, von wo aus sich ein gigantischer Blick auf die Ostsee bietet. Der Name "Königsstuhl" wird auf ein Ereignis im Jahre 1715 zurückgeführt, bei dem der schwedische König Karl XII. von dieser Stelle ein Seegefecht gegen die Dänen geleitet haben soll und sich dafür einen Sessel aufstellen ließ. Einer Sage nach, soll der Name allerdings daher kommen, dass in alter Zeit derjenige zum König gewählt wurde, dem es als erster gelang, von der Seeseite aus den Kreidefelsen zu erklimmen und sich auf den oben aufgestellten Stuhl zu setzen.

"Weiße Stadt" Putbus: Entlang des Rügischen Boddens erstreckt sich die alte Fürstenresidenz mit ihren 30 Ortsteilen. Seinerzeit von Fürst Wilhelm Malte angeordnet, achten heute Stadtväter und Denkmalschützer gemeinsam darauf, den Charakter des klassizistischen Stadtkerns, seine strahlend weißen Häuser mit den davor stehenden Rosenstöcken, zu erhalten. Putbus sollte nach Willen des Fürsten nicht nur dessen Residenz, sondern ein prächtiger Badeort werden. Was man sich in Putbus auf keinen Fall entgehen lassen sollte, ist ein Besuch des Theaters. 1819 erbaut, lädt es nach einer ausführlichen Restaurierung seit Anfang 2002 wieder zu verschiedenen Aufführungen ein. Eingebettet in die umgebene Landschaft bietet der Putbuser Park mit Laubbäumen besetzte Hügel, weite Rasenflächen und ein weitverzweigtes Wegenetz. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Orangerie, die Pfarrkirche, das Mausoleum der Fürstenfamilie, das Rosencafé und noch vieles mehr.

Kap Arkona: Schon von Ferne grüßen, wie im Bilderbuch des Nordens, die beiden Leuchttürme am Kap Arkona. Sie gehören zusammen mit dem Peilturm, dem Fischerdörfchen Vitt und der Wallanlage der Tempelburg Arkona zum Flächendenkmal. Auf dem Kap stand um 1160 die letzte Festung der Slawen. Sie wurde schließlich von den Dänen erobert, womit gleichzeitig das Christentum Einzug auf Rügen hielt. Um die Sicherheit der das Kap umfahrenden Schiffe zu erhöhen, wurde 1826/27 der heute älteste Leuchtturm an der Ostseeküste nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel erbaut. Seit 1902 werden vom neuen, 35 Meter hohen runden Turm Leuchtsignale ausgesandt. Der ehemals kaiserliche Marinepeilturm ist als Museum mit Aussichtsplattform geöffnet.

Der Rasende Roland ist eine Dampfbahn und unverwechselbarer Bestandteil des touristischen Geschehens auf der Insel Rügen. Mit ihrer Spurweite von nur 750 Millimetern erschließt die Kleinbahn die bekanntesten Seebäder im Südosten der Insel. Seit der Betriebsaufnahme vor mehr als 100 Jahren befördert die mittlerweile als echtes technisches Denkmal eingestufte Eisenbahn Gäste über Deutschlands schönste und größte Insel.

Jagdschloss Granitz ist mit rund 250.000 Besuchern jährlich, das meistbesuchte Schloss in Mecklenburg-Vorpommern. Hauptanziehungspunkt des einst für Fürst Wilhelm Malte zu Putbus errichteten Schlosses ist der von Karl Friedrich Schinkel entworfene, 38 Meter hohe Aussichtsturm mit seiner freitragenden Eisengusstreppe und einem großartigen Blick über die Landschaft Rügens. Damit gilt das Jagdschloss gewissermaßen auch als Visitenkarte für die Museumskultur im Lande.

Das Seebad Prora: Ein zwischen 1935 und 1939 geplantes und zum Teil auch errichtetes KdF-Seebad auf Rügen. Nach seiner Fertigstellung sollten hier durch die Organisation Kraft durch Freude (KdF) 20.000 Menschen gleichzeitig Urlaub machen können. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die Bauarbeiten jedoch eingestellt, so dass heute im Wesentlichen der Koloss von Prora den Kern des Komplexes bildet. Dies sind 8 auf einer Länge von etwa 5 Kilometer entlang der Küste aneinandergereihte baugleiche Häuserblocks, in einem Abstand von ca. 150 Metern zum Strand, die ursprünglich die Gästehäuser werden sollten. Da die zukünftige Nutzung weiterhin ungeklärt ist, verfällt der denkmalgeschützte Komplex zusehends.

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