Rheinturm Düsseldorf

Rheinturm: Panoramablick, Dezimaluhr und drehendes Restaurant

Wer Düsseldorf besucht, kommt am Rheinturm nicht vorbei – im wörtlichsten Sinne. Der schlanke Betonriese überragt alles auf 240,5 Metern, trägt die weltgrößte Dezimaluhr an seiner Fassade und beherbergt hoch oben ein rotierendes japanisches Restaurant. Was wie eine kreative Stadtlegende klingt, ist schlicht die Realität am Düsseldorfer Rheinufer. Seit seiner Eröffnung 1982 ist der Turm das unverkennbare Wahrzeichen der Stadt – und ein Aussichtspunkt, von dem aus man bei klarem Wetter bis nach Köln blickt.

Düsseldorf hat mehr zu bieten als seinen berühmten Rheinturm – aber der Turm ist der beste Ausgangspunkt, um die Stadt zu entdecken. Wer einmal auf der Aussichtsplattform M168 stand, hat die Stadtstruktur sofort im Kopf: Wo der Medienhafen liegt, wo die Altstadt beginnt, und wie der Rhein alles zusammenhält.

Geschichte und Entstehung des Rheinturms

Der Rheinturm verdankt seine Existenz weniger touristischen Ambitionen als nüchterner Ingenieurslogik: Er wurde zwischen 1979 und 1982 als Richtfunkturm für das Fernmeldenetz der Deutschen Bundespost gebaut. Architekt Harald Deilmann aus Münster entwarf den Turm gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Willi Bung – eine Partnerschaft, die Funktionalität mit Eleganz verband.

Auf dem Gelände des heutigen Medienhafens, damals noch Teil des alten Industrieareals rund um den Düsseldorfer Hafen, entstand so ein Bauwerk, das den Horizont der Stadt für immer verändern sollte. Dass der funktionale Funkmast für die Telekommunikation gleichzeitig zur Stadtikone werden würde, ahnte 1979 wohl kaum jemand.

Nordrhein-Westfalen hat viele bemerkenswerte Bauwerke – aber der Rheinturm ist eines, das man schon von der Autobahn erkennt und das sofort Vorfreude auf Düsseldorf macht. Mit seiner schlanken Silhouette und dem markanten Turmkorb gehört er zu den prägnantesten Fernmeldetürmen Deutschlands.

MerkmalDetails
Baujahr1979–1982
Gesamthöhe240,5 m
ArchitektHarald Deilmann, Münster
Ursprünglicher ZweckRichtfunkturm der Deutschen Bundespost
StandortMedienhafen, Düsseldorf

Wie funktioniert der Lichtzeiger am Rheinturm?

Der Lichtzeiger – offiziell als Dezimaluhr bekannt – ist die größte Dezimaluhr der Welt und wohl die seltsamste Zeitansage, die Düsseldorf zu bieten hat. Sie erstreckt sich über mehrere Stockwerke des Turms und besteht aus insgesamt 62 Signalleuchten, angeordnet nach einem dezimalen Ziffernsystem.

LichtsäuleFunktion
Linke SäuleStunden (1 Leuchte = 1 Stunde)
Mittlere SäuleDezimalminuten (1–10 Minuten)
Rechte SäuleZehntelsekunden

Das Prinzip: Statt Stunden und Minuten im gewohnten 12/24-Stunden-System zeigt die Uhr die Zeit dezimal an. Klingt kompliziert – und das erste Ablesen ist es auch. Wer abends am Rheinufer steht und die blinkenden Lichtpunkte beobachtet, gibt das Rätseln meist nicht auf, bis die aktuelle Uhrzeit entschlüsselt ist. Diese stille Faszination hat den Lichtzeiger zur Insta-tauglichen Kulisse gemacht, lange bevor Instagram existierte.

  • 62 Signalleuchten über mehrere Stockwerke verteilt
  • Sichtbar von der Rheinuferpromenade und aus Oberkassel
  • Besonders beeindruckend in der blauen Stunde nach Sonnenuntergang
  • Einziges Bauwerk mit funktionierender Dezimaluhr in Deutschland

Aussichtsplattform M168 und Restaurant Qomo

BereichHöheDetails
Aussichtsplattform M168168 mPanoramablick auf die gesamte Düsseldorfer Skyline
Restaurant Qomo172,5 mJapanische Küche, rotiert 360° in 72 Minuten
Gesamthöhe Turm240,5 mHöchstes Bauwerk Düsseldorfs

Die Aussichtsplattform M168 auf 168 Metern Höhe ist der klassische Anlaufpunkt für Besucher des Rheinturms. Von hier aus überblickt man ganz Düsseldorf: den Medienhafen direkt zu Füßen, die historische Altstadt, den Hofgarten, die Königsallee und natürlich den Rhein mit seinem breiten Brückenpanorama. An klaren Tagen erkennt man sogar den Kölner Dom – rund 45 Kilometer Luftlinie entfernt. Das ist kein Marketingversprechen, sondern Physik.

Das Restaurant Qomo auf 172,5 Metern ist das kulinarische Herzstück des Turms. Es dreht sich in 72 Minuten einmal vollständig um die eigene Achse – wer beim Aperitif noch den Medienhafen im Blick hat, schaut beim Hauptgang über die östliche Stadtsilhouette und beim Dessert irgendwo Richtung Bergisches Land. Auf der Karte: japanische Küche, leicht und kreativ, vom Lunch bis zum Abendmenü.

  • Panoramablick bei guter Sicht bis zum Kölner Dom
  • Restaurant Qomo mit 360°-Rotation (72 Minuten/Umdrehung)
  • Japanische Küche auf Weltklasse-Niveau
  • Abendreservierungen beim Sonnenuntergang besonders begehrt
  • Adresse: Stromstraße 20, 40221 Düsseldorf

Düsseldorf rund um den Rheinturm entdecken

Medienhafen – Architektur zum Staunen

Wer den Rheinturm besucht, steht automatisch mitten im Medienhafen – dem Düsseldorfer Stadtquartier, das aus einem einstigen Hafengelände zu einem internationalen Architekturshowcase wurde. Frank Gehrys dreiteilige Gebäude mit den geschwungenen Fassaden sind nur wenige Gehminuten entfernt und längst Pflichtprogramm für Architekturfans. Auch Namen wie David Chipperfield und Claude Vasconi hinterließen hier ihre Handschrift. Der Medienhafen ist der lebendige Beweis, dass Industriebrachen zu urbanem Flair werden können.

Rheinuferpromenade und Altstadt

Direkt am Turm beginnt die Rheinuferpromenade – einer der schönsten Spazierwege in NRW, besonders abends, wenn die Stadtlichter sich im Wasser spiegeln. Wer möchte, läuft die Promenade entlang bis in die historische Altstadt, wo sich Kneipen an Kneipen reihen (die legendäre "längste Theke der Welt"). Die Königsallee, kurz "Kö", ist mit ihrem Stadtgraben und den Luxusboutiquen nur wenige Minuten entfernt – Düsseldorfs elegante Antwort auf den Bummel.

Tagesausflüge in die Region

Wer von Düsseldorf aus den Rhein entlangfährt, entdeckt rasch, wie viel die Region zu bieten hat. Städtereisen ins nahe gelegene Köln (etwa 45 Minuten per Bahn) oder ins Bergische Land sind beliebt. Auch die niederrheinische Tiefebene nach Norden oder das Aachener Umland nach Westen lohnen einen Abstecher.

Düsseldorf bietet eine gute Auswahl an zentral gelegenen Hotels – ideal, wenn der Rheinturm der Ausgangspunkt für die Stadterkundung sein soll. Viele Häuser liegen so günstig, dass die Rheinuferpromenade und der Medienhafen zu Fuß erreichbar sind.

FAQ – Häufige Fragen zum Rheinturm Düsseldorf

Wie hoch ist der Rheinturm?
Mit 240,5 Metern ist er das höchste Bauwerk Düsseldorfs – von der Aussichtsplattform M168 sieht man bei klarem Wetter bis zum Kölner Dom.

Was ist der Lichtzeiger?
Die weltgrößte Dezimaluhr: 62 Signalleuchten zeigen die Uhrzeit dezimal an. Zum Ablesen braucht man beim ersten Mal etwas Übung – und danach kommt man nicht mehr davon los.

Was gibt es im Rheinturm zu erleben?
Aussichtsplattform M168 auf 168 m, rotierendes Restaurant Qomo auf 172,5 m mit japanischer Küche – und natürlich der Lichtzeiger bei Nacht.

Wann wurde der Rheinturm gebaut?
Zwischen 1979 und 1982, als Richtfunkturm der Deutschen Bundespost. Architekt: Harald Deilmann aus Münster.

Wie weit sieht man vom Rheinturm?
Bei guter Sicht bis zum Kölner Dom – ca. 45 km Luftlinie. Bei schlechtem Wetter sieht man immerhin noch halb Düsseldorf.

Geheimtipp: Der beste Blick auf den Rheinturm

Kaum jemand weiß es, aber das spektakulärste Lichtzeiger-Erlebnis gibt es nicht im Turm selbst – sondern auf der gegenüberliegenden Rheinseite in Düsseldorf-Oberkassel. Von dort aus sieht man den Lichtzeiger in seiner vollen Symmetrie und Größe, ohne in der Menschenmenge auf der Promenaden-Seite zu stehen. Besonders beeindruckend ist der Moment kurz nach Sonnenuntergang, wenn die Dezimaluhr als markanter Lichtpunkt die Abenddämmerung durchschneidet.

Der beste Aussichtspunkt: der Steg an der Oberkasseler Brücke. Von hier aus hat man sowohl den Rheinturm als auch die beleuchtete Düsseldorfer Altstadt im Blick – und das Foto, das garantiert für Likes sorgt.

Wer von Düsseldorf aus noch mehr entdecken möchte, findet entlang des Rheins eine ganze Kette faszinierender Städte und Landschaften – von Düsseldorf südwärts über Köln bis ins romantische Mittelrheintal.

Reisepakete werden geladen