Stadtmuseum Düsseldorf
Stadtmuseum Düsseldorf: Beste Geschichtsstunde der Stadt
Passender könnte es nicht sein: Das älteste Museum der Stadt bewahrt auch die ältesten Schätze der Stadt. Im ehemaligen Palais der Grafen Spee präsentiert das Stadtmuseum Düsseldorf alles zur Geschichte, Kunst und Kultur der Landeshauptstadt. Darunter wertvolle Exponate aus dem Alltagsleben und vom Hofe, eine umfangreiche Porträt-Sammlung, Mode, Videos, Fotografien und Dokumente. Und immer wieder begeistern Sonderausstellungen, Musik-, Film- und Kreativabende. Als erstes Museum mit Ökoprofit Siegel widmet es sich ebenfalls den grünen Projekten in Düsseldorf.
Blick zurück und nach vorn - das Stadtmuseum schafft beides spielend. 1874 gegründet, nimmt es Düsseldorfs Vita von der Frühgeschichte bis heute unter die Lupe. Es ist so abwechslungsreich bestückt und zeigt so großartige Sonderausstellungen, dass man zu jeder Zeit ein Highlight obendrauf bekommt. Von „Fruchtbarkeit und Erbfolge – Wie die Natur der Politik einen Strich durch die Rechnung machte“ bis „Tütenärmel, Muff und Gänsebauch – Verrückte Modetrends der Vergangenheit“ – Geschichte ist hier absolut nicht dröge.
Von Kurfürsten und unnützen Treppen
Die Dauerausstellungen spannen den thematischen Bogen von der Stadtgründung 1288 bis zur Rolle als Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens nach dem Zweiten Weltkrieg. Schwerpunkte bilden die Epoche des Kurfürstenpaares Johann Wilhelm II. von Pfalz-Neuburg und Anna Maria Luisa de Medici, die Zeit unter Kurfürst Carl Theodor, die Bedeutung Düsseldorfs als Kunststadt im 19. Jahrhundert, die Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus sowie die Nachkriegsgeschichte.
Ein Kuriosum findet sich hinter dem Stadtmuseum: die „unnütze Treppe“. Als Architekt Nikolaus Fritschi 1991 den postmodernen Erweiterungsbau schuf, der den Garten wie ein Amphitheater abschließt, entstand eine Treppe, die vom Museum in den Garten leiten sollte. Freunde der stillen Oase sahen aber ihre Ruhe gefährdet. Die Treppe blieb stehen, jedoch „außer Betrieb“. Sie führt ins Off. In den Park können Sie natürlich trotzdem – Treppe hin oder her.
Mitmachen!
Für den Nachwuchs bietet das Stadtmuseum Düsseldorf regelmäßig schöne Highlights. Neben "KinderMuseumsNächten" und Führungen zu allen Themen rund um die Stadtgeschichte finden kreative Workshops mit Kunsthistoriker*innen statt. Zum Beispiel: „Kinderleben in Düsseldorf“ oder „Düsseldorf im Mittelalter“. Jeder darf sich einbringen: Als „Partizipatives Museum“ bietet das Haus eine bürgernahe Plattform zur Gestaltung urbaner Prozesse, als „Fragendes Museum“ regt es zur Kommunikation mit Wissenschaftlern an.
Parkidyll
Die Zugabe wartet hinter dem Stadtmuseum: Hier lädt der Spee‘sche Park mit 200 Jahre alten Platanen, viel Wasser und einem entzückenden Rosengarten zur entspannten Auszeit. Vor allem die Skulpturen ziehen in den Bann. Wie die „Alte Frau im Sessel“. Die Dame sitzt in einem Ohrensessel unter einem Baum - mit drei Händen. Waldemar Otto hat in dieser Plastik seine Mutter verewigt, deren Hände permanent tüchtig waren. Sie hatte einfach „mehr als zwei Hände“, so der Künstler. Weitere Glanzpunkte setzen zwei barocke Sonnenuhren aus dem 18. Jahrhundert. Das Schönste aber ist die Ruhe. Ob eine Treppe diese gestört hätte, ist fraglich. Aber so ist‘s eine lustige Geschichte mehr im Geschichtenmuseum.
Adresse Stadtmuseum Düsseldorf
Berger Allee 2, 40213 Düsseldorf
Öffnungszeiten Stadtmuseum Düsseldorf
Die. – So.: 11.00 – 18.00 Uhr, Mo. geschlossen