Carlsplatz Düsseldorf
Carlsplatz: Geschichte, Markt & Tipps
Mitten in Düsseldorf, ein paar Schritte vom Trubel der Altstadt entfernt, liegt der Carlsplatz – und wer einmal dort war, kommt immer wieder. Dieser Marktplatz ist nicht einfach nur ein Ort zum Einkaufen. Er ist ein Stück gelebte Stadtgeschichte, ein Treffpunkt für Genießer und ein Beweis dafür, dass die Düsseldorfer wissen, wie man das Leben richtig angeht. Frische Feigen aus Spanien neben regionalem Käse aus dem Bergischen Land, Blumensträuße, die nach Sommer riechen, und überall das Gemurmel zufriedener Menschen – das ist der Carlsplatz an einem ganz normalen Dienstagvormittag.
Ob Einheimische auf dem Weg zur Arbeit oder Besucher, die sich für den Tag mit Proviant eindecken: Der Carlsplatz verbindet alle. Als ältester Wochenmarkt der Stadt trägt er Jahrhunderte an Geschichte in sich – und bleibt dabei erstaunlich lebendig. Wir erzählen dir, was diesen Platz so besonders macht, wo er liegt und warum er zu den echten Schätzen Düsseldorfs gehört.
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Der Carlsplatz liegt im Herz der Carlstadt, dem eleganten Viertel südlich der Altstadt. Das markante Glasdach, das seit den späten 1990er-Jahren Marktbeschicker und Besucher vor Regen schützt, hat sich zum Wahrzeichen des Platzes entwickelt. Was früher ein einfacher Stadtplatz war, ist heute ein mediterranes Marktambiente mitten in Nordrhein-Westfalen – lebhaft, farbenfroh und voller Düfte, die man so schnell nicht vergisst.
Geschichte des Carlsplatzes
Die Geschichte des Carlsplatzes ist eng mit der Geschichte Düsseldorfs verknüpft. Der Platz wurde im späten 18. Jahrhundert im Zuge der Stadtplanung unter Kurfürst Carl Theodor angelegt – von ihm leitet sich auch der Name ab. Carlstadt, das Viertel, in dem der Platz liegt, und der Platz selbst tragen noch heute seinen Namen und erinnern so an einen der bedeutendsten Herrscher der Kurpfalz.
Zeitleiste: Carlsplatz im Wandel der Zeit
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| Spätes 18. Jh. | Anlage des Platzes unter Kurfürst Carl Theodor |
| 1797 | Militärische Nutzung als Exerzierplatz während der französischen Besatzung |
| 1804 | Erster Jahrmarkt auf dem Carlsplatz |
| 1910 | Beginn der regelmäßigen Wochenmärkte |
| 1998 | Überdachung mit einem modernen Glasdach |
| 2002 | Fertigstellung des gläsernen Pavillons |
Interessant ist auch die Namensgeschichte: Lange Zeit hieß der Platz im Volksmund „Karlplatz" mit K – eine Eindeutschung, die sich über Jahrzehnte hielt. Erst später wurde der ursprüngliche Name „Carlsplatz" offiziell wiederhergestellt. Für die Düsseldorfer ist er schlicht „der Carly" – ein Kosename, der zeigt, wie vertraut die Stadt mit ihrem Marktplatz ist. Generationen von Düsseldorfern haben hier ihren Morgenkaffee getrunken, frischen Fisch gekauft und sich mit Nachbarn unterhalten – eine Kontinuität, die in einer schnelllebigen Metropole ihresgleichen sucht.
Was macht den Carlsplatz besonders?
Ungefähr 60 Marktstände, sechs Tage die Woche, ein Angebot, das keine Wünsche offenlässt – der Carlsplatz hat sich seinen Ruf redlich verdient. Was ihn von einem normalen Wochenmarkt abhebt, ist das Zusammenspiel aus Qualität, Atmosphäre und Leidenschaft.
- Rund 60 Marktstände bieten täglich frisches Obst und Gemüse, Fisch, Fleisch, Käse, Backwaren, Blumen und Spezialitäten aus aller Welt
- Südeuropäisches Flair: Der Carlsplatz fühlt sich mehr nach Markt in Nizza als nach deutschem Wochenmarkt an – bunt, laut, lebendig und von einer Energie, die ansteckt
- Überdachter Marktbereich: Dank des Glasdachs ist der Einkauf auch bei Regen ein Genuss – eine seltene Eigenschaft für einen Freiluftmarkt dieser Art
- Regionale und internationale Produkte: Neben heimischem Gemüse aus der Umgebung finden sich sizilianische Orangen, bretonischer Fisch und Käse aus dem Allgäu
- Soziales Herzstück der Carlstadt: Der Platz ist mehr als Markt – er ist der tägliche Treffpunkt für Stammkunden, Rentner, Familien und Büroangestellte aus dem Viertel
- Heinrich-Heine-Verbindung: Deutschlands berühmtester Düsseldorfer, Heinrich Heine, wurde in der Carlstadt geboren – sein Geist weht durch die engen Gassen rund um den Platz
Besonders spürbar ist die Genusskultur, die in Düsseldorf tief verwurzelt ist. Die „rheinische Lebensfreude" – das etwas unübersetzbare Lebensgefühl am Rhein – manifestiert sich am Carlsplatz in Form von Menschen, die sich Zeit nehmen: für das Gespräch mit dem Fischhändler, für einen Kaffee an einem der kleinen Stände, für einen kurzen Schwatz mit dem Blumenverkäufer. Hier kauft man nicht nur ein. Man lebt.
Wie komme ich zum Carlsplatz?
Öffnungszeiten
| Tag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag – Freitag | 08:00 – 18:00 Uhr |
| Samstag | 08:00 – 16:00 Uhr |
| Sonntag & Feiertage | Geschlossen |
Adresse
Carlsplatz 26, 40213 Düsseldorf (Stadtteil Carlstadt)
Anreise
- Zu Fuß: Vom Rheinufer oder der Altstadt in etwa 5–10 Minuten erreichbar – der schönste Weg führt an der Bolkerstraße entlang durch das Altstadtviertel
- Mit dem ÖPNV: U-Bahn-Linien U74/75/76 bis Haltestelle „Steinstraße/Königsallee", dann kurzer Fußweg durch die Carlstadt. Alternativ mehrere Buslinien mit Haltestellen in der Nähe
- Mit dem Auto: Das Parkhaus Benrather Straße befindet sich direkt neben dem Carlsplatz (40213 Düsseldorf). Ein Taxistand liegt direkt hinter dem Marktgelände
- Per Fahrrad: Düsseldorf ist gut fahrraderschlossen – Abstellmöglichkeiten gibt es rund um den Platz in alle Richtungen
Tipp fürs Timing: Wer morgens früh kommt – idealerweise zwischen 8 und 9 Uhr – erlebt den Carlsplatz in seiner schönsten Form: frisch aufgebaut, noch nicht überfüllt und mit der besten Auswahl des Tages. Am Samstagvormittag ist die Stimmung besonders lebendig.
Carlsplatz und seine Umgebung
Der Carlsplatz liegt im Herz der Carlstadt, einem der ältesten und stilvollsten Viertel Düsseldorfs. Wer nach dem Marktbesuch noch Zeit hat, findet in unmittelbarer Nähe einige der schönsten Orte der Stadt.
- Altstadt (ca. 5 Minuten zu Fuß): Die „längste Theke der Welt" mit rund 260 Kneipen auf engstem Raum – für den Abend ein Pflichtprogramm. Hier pulsiert das nächtliche Düsseldorf zwischen Schlösserquell und Altbier.
- Königsallee (Kö): Düsseldorfs prunkvolle Flaniermeile mit Luxusgeschäften und dem baumbestandenen Stadtgraben liegt nur wenige Gehminuten entfernt. Auch ohne Kaufabsicht lohnt sich der Spaziergang.
- Hofgarten: Der älteste öffentliche Landschaftspark Deutschlands bietet sich nach dem Marktbesuch für eine Pause im Grünen an – ideal, um die frisch gekaufte Marktware zu verkosten und den Alltag hinter sich zu lassen.
- Rheinufer und Rheinpromenade: Entlang des Rheins gibt es kaum einen schöneren Stadtspaziergang in ganz NRW. Die Abendstimmung am Wasser mit Blick auf den Rheinturm ist schlicht unvergesslich.
- Medienhafen: Die spektakulären Gehry-Bauten des Düsseldorfer Hafenviertels sind ein absolutes Highlight moderner Architektur – nur wenige Minuten vom Carlsplatz entfernt und kostenlos zu bewundern.
Wer Düsseldorf als Städtereiseziel entdecken möchte, findet rund um den Carlsplatz alles, was eine lebendige Metropole ausmacht: Kultur, Kulinarik, Architektur und Rheinblick in einem. Und wer gleich die ganze Region erkunden will: Das Reiseland Nordrhein-Westfalen bietet von Köln über Aachen bis ins Bergische Land eine beeindruckende Fülle an weiteren Reisezielen für jeden Geschmack.
Unsere Hotels in Düsseldorf
Wer nach dem Carlsplatz-Besuch noch etwas Zeit hat und komfortabel in Düsseldorf übernachten möchte, findet in der Stadt eine gute Auswahl an zentral gelegenen Hotels. Ein Kurztrip übers Wochenende lässt sich so perfekt mit einem ausgiebigen Marktbesuch am Samstagmorgen kombinieren – erst den Carlsplatz erkunden, dann die Stadt genießen.
FAQ: Häufige Fragen zum Carlsplatz
Wann hat der Carlsplatz geöffnet?
Der Markt ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 16 Uhr geöffnet. An Sonntagen und Feiertagen bleibt er geschlossen.
Was kann man am Carlsplatz kaufen?
Das Angebot umfasst frisches Obst und Gemüse, Fisch, Fleisch, Käse, Blumen, Backwaren und eine breite Palette internationaler Delikatessen. Rund 60 Stände sorgen für Auswahl – von sizilianischen Orangen bis zu regionalem Bergischen Käse.
Wie alt ist der Carlsplatz?
Der Platz wurde im späten 18. Jahrhundert angelegt. Der erste Jahrmarkt fand 1804 statt, reguläre Wochenmärkte gibt es seit 1910. Er ist damit der älteste Marktplatz Düsseldorfs.
Ist der Carlsplatz familienfreundlich?
Absolut. Durch seine offene, lebendige Atmosphäre eignet sich der Carlsplatz sehr gut für Familien mit Kindern. Dank des überdachten Bereichs und breiter Gänge ist er auch mit Kinderwagen gut zu bewältigen.
Geheimtipp: Das darfst du am Carlsplatz nicht verpassen
Wer früh auf den Carlsplatz kommt – am besten gegen 8:30 Uhr an einem Samstagmorgen – erlebt das ehrlichste Marktgefühl. Dann sind die Stände frisch aufgebaut, das Angebot vollständig, und man hat noch keine Schlangen beim Fischstand. Besonders empfehlenswert: die Käsestände in der Mitte des Marktes, bei denen regionale Sorten direkt verkostet werden können – ohne Kaufzwang, mit viel Herzlichkeit.
Ein echter Insidertipp ist die kleine Gasse hinter dem Marktgebäude Richtung Citadellstraße. Dort gibt es seit Jahren Stände mit selbstgemachten Konfitüren und Chutneys aus der Region – unauffällig, unbeworben, aber für Einheimische längst kein Geheimnis mehr. Kauft man dort ein Glas Pflaumenkonfitüre, hat man Düsseldorf in seiner ehrlichsten Form mit nach Hause genommen.
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