Wenn wir nicht in 5 Minuten angerufen haben, schenken wir Ihnen einen 20-Euro-Reisegutschein. Bis gleich am Telefon!
Wissenswertes über Prag
Bild: © Pixabay
Prag – die Goldene Stadt an der Moldau
Prag ist eine Stadt, die unter die Haut geht. Wer einmal über die Karlsbrücke spaziert, unter dem Zifferblatt der Astronomischen Uhr gestanden und die goldene Silhouette des Hradschin im Abendlicht gesehen hat, der will wiederkommen. Die Hauptstadt Tschechiens zählt zu den am besten erhaltenen historischen Städten Europas – und das, obwohl sie im Zweiten Weltkrieg kaum zerstört wurde.
Mit rund 1,3 Millionen Einwohnern ist Prag eine lebendige Metropole, die Geschichte und Gegenwart auf einzigartige Weise verbindet. Die Altstadt mit ihren Barockpalästen, Gotikkirchen und Renaissancehäusern bildet zusammen mit Mala Strana (Kleinseite), Hradschin und dem jüdischen Viertel Josefov ein Weltkulturerbe der UNESCO seit 1992. Über 8 Millionen Touristen kommen jährlich in die Stadt – und doch gibt es abseits der großen Ströme Ecken, die selbst erfahrene Reisende überraschen.
Wer Prag zum ersten Mal besucht, steht vor der Qual der Wahl: Über 180 Brücken und fast 100 Türme prägen das Stadtbild. Die Goldene Stadt an der Moldau hat ihren Spitznamen nicht umsonst – glitzert das Licht der Abendsonne auf den Türmen der Altstadt, versteht man sofort, warum Generationen von Reisenden hier den Atem verloren haben. Alle Prag-Reiseangebote finden Sie direkt auf unserer Seite.
Unsere Reisepakete in Prag
Was macht Prag so besonders?
Prag vereint auf kleinstem Raum fast tausend Jahre Stadtgeschichte. Kaum eine andere europäische Hauptstadt hat so viel Originales bewahrt – von der Romanik bis zum Jugendstil. Eine Übersicht der wichtigsten Fakten:
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Historisches Zentrum | UNESCO-Weltkulturerbe seit 1992, über 2.000 historische Gebäude |
| Brücken & Türme | Über 180 Brücken, fast 100 Türme – darunter die Karlsbrücke (erbaut 1357) |
| Burg Hradschin | Größte Burganlage der Welt (70.000 m²), heute Präsidentensitz |
| Jüdisches Erbe | Josefov – eines der besterhaltenen jüdischen Viertel Europas |
| Kulturleben | Oper, Jazz, Clubs, Filmfestivals – Prag ist rund um die Uhr lebendig |
| Küche & Bier | Weltberühmtes Pilsner Urquell & Budvar, klassische böhmische Küche |
| Lage | Zentral in Europa: ca. 4 h von Wien, 6 h von Berlin, 5 h von München |
- Reisebudget: Prag ist günstiger als die meisten westeuropäischen Hauptstädte – die tschechische Krone (CZK) macht gutes Essen und Bier erschwinglich.
- Klima: Kontinental, mit warmen Sommern und kalten Wintern. Die schönste Reisezeit liegt zwischen April und Oktober.
- Sprache: Tschechisch – aber Englisch und Deutsch werden in touristischen Bereichen breit gesprochen.
Die Karlsbrücke – Prags steinernes Herz
Die Karlsbrücke ist Prags schönstes Freilichtmuseum. Karl IV. ließ sie 1357 als Nachfolge der alten Judith-Brücke erbauen – zu einer Zeit, als Prag die größte Stadt des Heiligen Römischen Reiches war. Die 516 Meter lange und 10 Meter breite Sandsteinbrücke verbindet die Altstadt mit der Mala Strana und führt zum Fuß des Hradschin-Burgbergs. Ihren heutigen Namen trägt sie erst seit dem 19. Jahrhundert – davor hieß sie schlicht „Steinerne Brücke".
Was die Brücke so unverwechselbar macht, sind die 30 barocken Heiligenstatuen, die ab dem 17. Jahrhundert hinzukamen. Die Originale befinden sich heute im Lapidarium des Nationalmuseums, Kopien trotzen dem Prager Wetter. An der achten Statue von rechts aus Richtung Altstadt – dem Relief des heiligen Johannes von Nepomuk – soll das Berühren des Messingabdrucks Glück bringen. Die blank polierte Stelle im dunklen Stein beweist, dass dieses Ritual täglich von Tausenden praktiziert wird.
Wer die Karlsbrücke ohne Menschenmassen erleben möchte, kommt vor 8 Uhr morgens oder nach 21 Uhr. Bei Sonnenuntergang, wenn die Brückentürme in warmem Orangelicht glühen und Möwen über der Moldau kreisen, ist die Atmosphäre schlicht atemraubend. Für Ambitionierte: Von beiden Brückentürmen bietet sich ein herrlicher Blick auf die Dächer der Altstadt und den Burgberg.
Bild: © Pixabay
Burg Hradschin und der Veitsdom
Auf dem Burgberg über der Mala Strana erhebt sich eine der imposantesten Sehenswürdigkeiten Mitteleuropas: die Burg Hradschin – mit rund 70.000 Quadratmetern die flächenmäßig größte zusammenhängende Burganlage der Welt. Seit dem 9. Jahrhundert thronte hier die böhmische Macht, heute ist sie Amtssitz des tschechischen Staatspräsidenten.
Der absolute Höhepunkt der Anlage ist der Veitsdom (Katedrála sv. Víta), ein gotischer Kathedralenbau, an dem über 600 Jahre lang gebaut wurde – begonnen 1344, fertiggestellt erst 1929. Innen beeindrucken farbige Buntglasfenster, eines davon von Alfons Mucha, sowie die böhmischen Kronjuwelen. Nicht minder sehenswert ist die romanische Georgsbasilika neben dem Dom, eine der besterhaltenen frühromanischen Kirchen Böhmens.
Planen Sie mindestens einen halben Tag für die Burganlage ein. Der Weg hinauf – entweder zu Fuß durch die malerischen Gassen der Mala Strana oder bequem per Tram bis zur Haltestelle Pražský hrad – lohnt sich auch wegen der Aussicht. Von den Bastionen blickt man über die Moldau und die roten Ziegeldächer der Altstadt – eine Perspektive, die in keiner Prag-Erinnerung fehlen sollte.
Bild: © Prague City Tourism
Altstädter Ring und die Astronomische Uhr
Der Altstädter Ring ist das Herz von Prag – ein Platz, der zu jeder Tageszeit belebt ist und zur vollen Stunde besonders magisch wird. Dann öffnen sich die beiden Türchen der Astronomischen Uhr (Orloj) am alten Rathaus, und die zwölf Apostel-Figuren ziehen in einer kleinen Parade vorbei. Das Schauspiel dauert nur wenige Sekunden, ist aber für Tausende täglich ein Pflichtmoment.
Die Astronomische Uhr wurde 1410 gebaut und zeigt drei Dinge gleichzeitig: die mitteleuropäische Zeit, den Stand von Sonne und Mond sowie das Datum nach dem alten böhmischen Kalender. Die Legende erzählt, der Uhrmacher Hanuš sei nach Fertigstellung geblendet worden, damit er nie etwas Ähnliches für eine andere Stadt schaffen konnte. Ob historisch wahr oder nicht – die Grausamkeit der Geschichte macht die Uhr nur faszinierender. Den Turm selbst kann man besteigen und genießt von oben einen herrlichen Blick über die Dächer der Altstadt.
Umgeben ist der Platz von einer einzigartigen Mischung aus Barock, Gotik und Renaissance: Die Teynkirche mit ihren beiden nadelspitzen Türmen, das Kinský-Palais und zahlreiche Bürgerhäuser aus verschiedenen Jahrhunderten bilden eine Kulisse, die kaum eine andere europäische Stadt zu bieten hat.
Wenzelsplatz – Geschichte unter den Füßen
Kaum ein Platz in Europa hat so oft Geschichte geschrieben wie der Wenzelsplatz. Dabei ist er eigentlich kein Platz, sondern ein gut 700 Meter langer Boulevard, der von der Altstadt zum imposanten Nationalmuseum führt – 1348 von Karl IV. als Rossmarkt angelegt, über Jahrhunderte Schauplatz der böhmischen Geschichte.
1969 verbrannte sich hier Student Jan Palach aus Protest gegen die Unterdrückung des Prager Frühlings durch sowjetische Panzer. 1989 hielt Václav Havel eine seiner entscheidenden Reden, und die Demonstrationen hier trugen zum Ende der kommunistischen Diktatur bei – die Samtene Revolution ohne den Wenzelsplatz undenkbar. Das Reiterstandbild des Landespatrons Wenzel am oberen Ende, vor der mächtigen Fassade des Nationalmuseums, ist der natürliche Treffpunkt aller Prag-Besucher.
Heute reihen sich Cafés, Boutiquen, Kaufhäuser und Kinos entlang des Boulevards – das Leben pulsiert weiter, auch ohne Revolution. Ein Besuch am Abend lohnt sich besonders: Die beleuchtete Fassade des Nationalmuseums und die Straßenlaternen verleihen dem Platz eine fast filmreife Stimmung.
Bild: © Pixabay
Prag praktisch: Anreise, Klima und Tipps
Prag ist gut erreichbar, erschwinglich und zu jeder Jahreszeit attraktiv. Hier die wichtigsten praktischen Informationen für Ihren Besuch auf einen Blick:
| Thema | Information |
|---|---|
| Flughafen | Václav Havel Airport Praha (PRG), ca. 17 km vom Zentrum; Buslinie 119 + Metro oder AE-Bus zum Hauptbahnhof |
| Anreise per Zug | Direktverbindungen aus München (ca. 6,5 h), Wien (ca. 4 h), Berlin (ca. 4,5 h) nach Praha hl. n. |
| Nahverkehr | Metro (3 Linien), Tram und Bus; Tageskarte ca. 120 CZK (~5 €), sehr empfehlenswert |
| Währung | Tschechische Krone (CZK) – 1 € ≈ 25 CZK; Kreditkarten werden breite akzeptiert |
| Beste Reisezeit | April–Juni und September–Oktober: mild, weniger Menschenmassen als im Hochsommer |
| Karlsbrücke morgens | Vor 8 Uhr: kaum Touristen, perfektes Licht für Fotos |
| Hradschin Ticket | Kombiticket (Veitsdom, Georgsbasilika, Goldenes Gässchen) ca. 250 CZK (~10 €) |
| Sprache & Etikette | „Dobrý den" (Guten Tag) und „Díky" (Danke) werden sehr geschätzt |
- Tipp für den Geldbeutel: In Seitenstraßen abseits der Hauptsehenswürdigkeiten essen und trinken – dort ist es deutlich günstiger und oft authentischer.
- Goldenes Gässchen (Zlatá ulička): Das romantische Gässchen in der Burganlage lohnt sich am frühen Morgen – dann ohne Touristenandrang. Franz Kafka arbeitete hier zeitweise in Nr. 22.
- Moldau-Schifffahrt: Abendfahrten auf der Moldau mit Blick auf beleuchtete Brücken und Burgsilhouette – eine romantische Alternative zu Fuß.
Unsere Hotels in Prag
Häufige Fragen zu Prag
Was sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Prag?
Karlsbrücke, Burg Hradschin mit Veitsdom, Altstädter Ring mit Astronomischer Uhr, Wenzelsplatz und das jüdische Viertel Josefov – alle im UNESCO-Welterbe-Zentrum, das seit 1992 geschützt ist.
Wann ist die beste Reisezeit für Prag?
April–Juni und September–Oktober: angenehme Temperaturen, weniger Menschenmassen als im Hochsommer. Zur Weihnachtsmarktzeit (Dezember) hat Prag einen besonderen Zauber.
Wie viele Tage braucht man für Prag?
2–3 Tage für die Highlights, 4–5 Tage wenn man auch Museen, Nachtleben und Ausflüge einplant. Wer nur ein Wochenende hat, konzentriert sich auf Altstadt, Karlsbrücke und Hradschin.
Welche Währung gilt in Prag?
Tschechische Krone (CZK), ca. 25 CZK pro Euro. Kreditkarten sind breit akzeptiert, für kleine Lokale und Märkte Bargeld mitnehmen.
Ist Prag günstig?
Im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten ja: Mittagessen ab ca. 8 €, tschechisches Bier (0,5 l) im Wirtshaus ab ca. 1,50 €. Abseits der Touristenzonen ist es deutlich günstiger.
Geheimtipp: Vyšehrad – das ruhige Prag
Wer dem Trubel der Altstadt für ein paar Stunden entfliehen möchte, dem sei Vyšehrad empfohlen – die alte Burganlage auf einem Felsen südlich des Stadtzentrums. Während sich Tausende Touristen um die Karlsbrücke drängen, spazieren in Vyšehrad meist nur Einheimische zwischen alten Bastionen, einer romanischen Rotunde und dem nationalen Pantheon der tschechischen Dichter und Musiker.
Der Friedhof von Vyšehrad ist der Begräbnisort der tschechischen Größen: Hier liegen Antonín Dvořák, Bedřich Smetana, Alfons Mucha und viele andere. Kein Ausflugsziel für jedermann – aber für alle, die lieber in Stille Großartiges entdecken als sich durch Menschenmassen zu schieben. Dazu bietet die Felsplattform einen der schönsten und am wenigsten bekannten Panoramablicke auf Prag: Moldaubogen, Brücken und die goldene Silhouette der Altstadt – ganz ohne Selfie-Stangen.
Zu erreichen ist Vyšehrad mit der U-Bahn (Linie C, Station Vyšehrad) in wenigen Minuten vom Zentrum. Eintritt frei, Öffnungszeiten durchgehend. Am schönsten ist es morgens oder zum Sonnenuntergang.