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Müritz-Nationalpark
Müritz-Nationalpark: Seen, Wälder & Natur erleben
Was macht den Müritz-Nationalpark so besonders?
Der Müritz-Nationalpark ist der größte Binnensee-Nationalpark Deutschlands – und ein echtes Naturwunder im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns. Auf 322 Quadratkilometern erstrecken sich mehr als 100 Seen, ausgedehnte Moore, dichte Kiefernwälder und lichte Buchenwälder. Was diesen Nationalpark wirklich besonders macht: Er ist kein aufgehübschter Freizeitpark, sondern echte Wildnis – still, weit, ursprünglich. Wer einmal in der Morgendämmerung am Ufer eines der großen Seen steht und die ersten Kraniche hört, versteht, warum dieser Ort so viele Menschen immer wieder herzieht.
Der Nationalpark liegt rund um die Mecklenburgische Seenplatte und gliedert sich in zwei Teilgebiete: Das größere östlich der Müritz (260 km²) mit weiten Kiefernwäldern und großen Mooren – und das kleinere um Serrahn (62 km²) mit bemerkenswerten Buchenwäldern und einer sanft hügeligen Landschaft, die heute zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt.
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Land der 100 Seen – Landschaft im Wandel der Jahreszeiten
Im Müritz-Nationalpark liegen über 100 Seen, die größer sind als ein Hektar – von kleinen Waldtümpeln bis hin zu stattlichen Seenflächen. Die Müritz selbst, mit 117 Quadratkilometern der größte natürliche Binnensee Deutschlands, bildet die westliche Grenze des Parks. Ein 500 Meter breiter Streifen am Ostufer gehört zum Schutzgebiet. Hier ist das Ufer unbebaut, bewachsen und wild geblieben – wie es war, bevor der Mensch alles regulierte.
Besonders im Jahresverlauf zeigt der Müritz-Nationalpark sein ganzes Gesicht. Im Frühling erwacht der Wald mit explodierender Vogelstimmenvielfalt. Der Sommer lädt zu Kanutouren auf den Havelseen ein, während Sonnenlicht durch das Blätterdach flackert. Der Herbst verwandelt Buchenwälder in flammende Goldtöne. Und im Winter liegt eine besondere Stille über den zugefrorenen Seen – Eisangeln, Schneeschuhwandern, Spuren im Schnee lesen.
Im östlichen Teilgebiet prägen weite Kiefernwälder und offene Moore das Bild. Das westliche Teilgebiet um Serrahn – heute UNESCO-Weltnaturerbe – zeigt eine ganz andere Seite: Jahrhundertealte Rotbuchen mit knorrigen Stämmen, moosige Waldböden, eine fast mystische Stille, die an Urwald erinnert. Dieser Buchenwald gilt als einer der besterhaltenen in Mitteleuropa.
Flora, Fauna und seltene Arten im Müritz-Nationalpark
Der Müritz-Nationalpark ist ein Refugium für Tierarten, die in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft selten geworden sind. Rund 20.000 Tierarten wurden bisher nachgewiesen. Besonders auffällig sind die großen Greifvögel: Der Seeadler, mit bis zu 2,40 Meter Spannweite einer der größten Greifvögel Europas, brütet hier in stabilen Beständen. Fischadler, Schwarzstorch und Kranich zählen ebenfalls zu den Charaktervögeln des Parks.
Am Boden sind Wildschweine, Rehe, Hirsche und Waschbären präsent. Fischotter gleiten durch die Fließgewässer. In den Seen tummeln sich Hechte, Barsche und Aale. Die Pflanzenwelt reicht von den typischen Kiefernwäldern der norddeutschen Tiefebene über blütenreiche Moorwiesen bis hin zu den imposanten Altbuchen des Serrahn-Teilgebiets.
Der Nationalpark verfolgt das Prinzip: Natur Natur sein lassen. Es gibt keine forstwirtschaftliche Nutzung, keine Drainage, keine Jagd auf Wildtiere außerhalb der Kernzonen. Totholz bleibt stehen und wird zum Lebensraum von Spechten, Pilzen und Insekten. Umgestürzte Bäume verrotten im eigenen Tempo – das ist die natürlichste Ordnung, die ein Wald kennt.
Vogelparadies: Seeadler, Kranich und über 230 Brutvogelarten
Für Vogelbeobachter ist der Müritz-Nationalpark eine der wichtigsten Adressen in Deutschland. Mehr als 230 Vogelarten wurden hier nachgewiesen, davon brüten über 100 regelmäßig im Park. Im Herbst wird die Region zum Sammelplatz für Zugkraniche – Tausende Vögel rasten auf den weiten Feldern und Seeflächen rund um den Park, bevor sie weiter nach Süden ziehen. Dieses Naturschauspiel ist in Europa einzigartig.
Die besten Beobachtungspunkte sind die Aussichtsplattformen am Ostufer der Müritz bei Waren sowie die Wanderwege rund um den Schwarzen See im Serrahn-Teilgebiet. Fernglas und Bestimmungsbuch mitbringen lohnt sich. Wer früh aufsteht – am besten kurz vor Sonnenaufgang – erlebt die Morgendämmerung über dem See als eindrucksvolles Klangerlebnis: Rohrdommeln, Drosselrohrsänger, Nachtigallen und der markante Ruf des Fischadlers begleiten jeden Schritt.
Wandern, Kanufahren, Radfahren: Aktivitäten im Müritz-Nationalpark
Der Müritz-Nationalpark bietet ein breites Spektrum an Naturerlebnissen – für Sportler genauso wie für Menschen, die einfach spazieren gehen wollen. Das Wegenetz umfasst Hunderte Kilometer markierter Pfade, Radwege und Wasserstraßen. Besonders beliebt sind Mehrtagestouren, die verschiedene Seen und Waldabschnitte miteinander verbinden und die enorme Weite dieser Landschaft spürbar machen.
Ein Highlight für Wassersportler: Die Müritz und die angrenzenden Havelseen sind per Kanu oder Kajak miteinander verbunden. Wer möchte, paddelt mehrere Tage durch das Revier, übernachtet auf Zeltplätzen am Seeufer und erlebt die Landschaft aus der Wasserperspektive – lautlos, nah, unvergesslich. Für Radfahrer führen asphaltierte und naturbelassene Wege durch den Park; der Radfernweg Berlin–Kopenhagen streift das östliche Teilgebiet.
Die schönsten Wanderwege im Überblick
| Wanderweg | Länge | Schwierigkeit | Highlight |
|---|---|---|---|
| Ostuferweg (Waren–Federow) | ca. 15 km | leicht | Blick auf die Müritz, Vogelbeobachtung |
| Großer Schwarzer See Runde | ca. 7 km | leicht | Stille Waldtour, Serrahn-Gebiet |
| Havelquellenrunde (Ankershagen) | ca. 12 km | mittel | Ursprung der Havel, historischer Kontext |
| Müritz-Nationalpark-Trail | ca. 200 km | anspruchsvoll | Mehrtagesroute durch den gesamten Park |
Alle markierten Wege sind kostenlos begehbar. Für Mehrtagestouren empfiehlt sich die offizielle Karte des Nationalparks, erhältlich an den Eingangsstellen. Hunde müssen im Nationalpark angeleint geführt werden – zum Schutz der Wildtiere und ihrer Jungtiere.
Kanufahren und Bootswandern auf der Havel und den Müritz-Seen
Das Kanurevier im Müritz-Nationalpark gehört zu den schönsten Wasserwandergebieten Deutschlands. Die Havel, die ihren Ursprung in der Nähe von Ankershagen hat, schlängelt sich durch eine Seenkette: Großer Peetschsee, Hinnensee, Linowsee, Drewitzer See – jeder anders, jeder still. Auf der gesamten Strecke gibt es offizielle Rastplätze, Zeltplätze und Einstiegsstellen für Kanus.
Kanus und Kajaks können in Waren (Müritz) sowie in verschiedenen kleineren Ortschaften am Parkrand ausgeliehen werden. Die Saison läuft von April bis Oktober. In Teilen der Kernzone ist das Befahren der Gewässer aus Naturschutzgründen eingeschränkt – die aktuellen Sperrgebiete sind beim Nationalparkamt erfragbar oder online abrufbar.
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Praktische Infos: Anreise, Eintritt & Orientierung
Anreise zum Müritz-Nationalpark
| Verkehrsmittel | Details |
|---|---|
| Auto | Über die A19 (Berlin–Rostock), Abfahrt Waren (Müritz) |
| Bahn | RE5 Berlin–Stralsund bis Waren (Müritz), dann Bus oder Fahrrad |
| Fahrrad | Radfernweg Berlin–Kopenhagen führt durch die Region |
Eintritt und Gebühren
Der Müritz-Nationalpark ist grundsätzlich kostenlos zugänglich. Keine Eintrittskarte, kein Kassenhäuschen, keine Schranken. Wer möchte, kann an den Nationalparkzentren in Waren (Müritz) und Neustrelitz Karten, Infomaterial und geführte Touren buchen.
Nationalparkzentren
- Müritzeum Waren: Ausstellungen zur Ökologie und Geschichte der Region, großes Aquarium mit heimischen Fischen und Unterwasserwelten
- Nationalparkamt Neustrelitz: Infocenter, Ranger-Führungen, Lehrpfade im Serrahn-Teilgebiet
Beste Reisezeit für den Müritz-Nationalpark
| Jahreszeit | Highlights | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Frühling (März–Mai) | Vogelzug, Kranichrückkehr, Blüte der Moorpflanzen | Wenig Touristen, lebhaftes Naturschauspiel |
| Sommer (Juni–August) | Kanufahrten, Wanderungen, Badeseen | Hauptsaison, viele Urlauber, warme Temperaturen |
| Herbst (September–November) | Laubfärbung, Kranichrast, Pilzsammelzeit | Besonders stimmungsvolle Lichtverhältnisse |
| Winter (Dezember–Februar) | Stille, Eis auf den Seen, Schneeschuhwandern | Kaum Besucher, ursprüngliche Atmosphäre |
Ein oft unterschätzter Geheimtipp: der Herbst. Wenn der erste Frost die Luft klar macht und Morgennebel über den Seen liegt, zeigt der Müritz-Nationalpark sein vielleicht schönstes Gesicht. Tausende Kraniche sammeln sich auf den Feldern der Umgebung, bevor sie weiterziehen – ein Schauspiel, das man einmal gesehen haben sollte.
Geheimtipp: Der Ostuferweg in der Morgendämmerung
Wer wirklich unvergessliche Momente im Müritz-Nationalpark erleben will, startet sehr früh – kurz vor Sonnenaufgang. Dann sind die Parkplätze leer, der Morgennebel liegt noch in den Mulden, und auf dem Ostuferweg zwischen Waren und Federow ist man oft vollkommen allein. Was man dann erlebt: einen Seeadler, der lautlos über das Wasser gleitet. Fischreiher, die reglos im Schilf stehen. Und den fernen Ruf eines Kranichs, der irgendwo tief im Wald hallt.
Dieser Weg führt direkt am Müritzsee-Ufer entlang – und das Ostufer ist bis heute unbebaut, unzersiedelt und still. Keine Strandpromenaden, keine Cafés, kein Lärm. Ein Erlebnis, das kein Museum und kein Aussichtspunkt ersetzen kann. Festes Schuhwerk und eine warme Jacke einpacken – auch im Hochsommer kann es in der Dämmerung frisch sein.
FAQ: Häufige Fragen zum Müritz-Nationalpark
Ist der Eintritt in den Müritz-Nationalpark kostenlos?
Ja, der Müritz-Nationalpark ist frei zugänglich. Es gibt keine Eintrittskarten. Die Nationalparkzentren in Waren (Müritz) und Neustrelitz erheben Eintritt für ihre Ausstellungen – der Park selbst ist kostenlos.
Wie groß ist der Müritz-Nationalpark?
Der Park umfasst 322 Quadratkilometer und ist damit der größte Binnensee-Nationalpark Deutschlands. Er gliedert sich in zwei getrennte Teilgebiete: das östliche Müritz-Gebiet (260 km²) und das westliche Serrahn-Gebiet (62 km²).
Sind Hunde erlaubt?
Ja, Hunde dürfen mitgebracht werden – müssen aber auf den ausgewiesenen Wegen angeleint bleiben. In Kernzonen ist das Betreten mit Hunden in der Brut- und Setzzeit (1. März–31. Juli) eingeschränkt.
Was ist der Unterschied zwischen der Müritz und dem Müritz-Nationalpark?
Die Müritz ist der größte natürliche Binnensee Deutschlands (117 km²). Der Müritz-Nationalpark umschließt die Müritz nicht vollständig – ein 500 Meter breiter Streifen am Ostufer gehört zum Nationalpark, der Rest des Seeufers ist öffentlich zugänglich.
Kann man im Müritz-Nationalpark zelten?
Wildes Zelten ist nicht erlaubt. Es gibt aber offizielle Zeltplätze und Biwakplätze an festgelegten Stellen, vor allem für Kanuwanderer. Diese müssen vorab reserviert oder genehmigt werden.
Wie kommt man am besten zum Müritz-Nationalpark?
Mit dem Auto über die A19 (Berlin–Rostock), Ausfahrt Waren (Müritz). Mit der Bahn über den RE5 Berlin–Stralsund bis Waren (Müritz) – Fahrtzeit ab Berlin ca. 2 Stunden. Von dort sind viele Zugänge zum Nationalpark per Fahrrad oder zu Fuß erreichbar.