Gedenkstätte Buchenwald

Es gehört zum schlimmsten, dunkelsten Teil der deutschen Geschichte: Auf dem Ettersberg bei Weimar stand von 1937 bis 1945 das Konzentrationslager Buchenwald, in dem über 250.000 Menschen aus fast 50 Nationen inhaftiert waren. Mehr als 50.000 Menschen überlebten das Lager nicht. Im August 1945 wurde das Gelände von der sowjetischen Besatzungsmacht als Internierungslager (Speziallager Nr. 2) genutzt. Bis 1950 waren hier 28.000 Menschen inhaftiert, über 7000 starben.

Neben vier ständigen Ausstellungen sind zu besichtigen: Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers, Torgebäude mit Arrestzellenbau, Wachtürme, Krematorium, Kammergebäude und Desinfektion, Bahnhof, SS-Bereiche, Steinbruch und Friedhöfe.

Ausgeschilderte Rundgänge und Wege (Postenweg, Zeitschneiße) bieten vielfältige Möglichkeiten, das weitläufige Gelände zu erkunden.

Ebenso zugänglich ist das Mahnmal mit der weltberühmten Figurengruppe von Fritz Cremer am Glockenturm. Die in den Jahren 1954 bis 1958 entstandene Figurengruppe - das größte und bedeutendste Denkmal zur Erinnerung eines Konzentrationslagers in Deutschland - wurde 2002 bis 2005 restauriert. Die überlebensgroßen Bronzefiguren symbolisieren Kampf und Opfer, Sieg und Schwur.

Ständige Ausstellungen:

  • Geschichte des Konzentrationslagers Buchenwald
  • Geschichte des sowjetischen Speziallagers Nr. 2
  • Kunstausstellung "Überlebensmittel - Zeugnis - Kunstwerk - Bildgedächtnis"
  • Geschichte der Gedenkstätte Buchenwald

Weitere Besucherangebote:

  • Audioguide, Dokumentarfilm, Führungen

Lage, Anfahrt

Die Gedenkstätte Buchenwald liegt etwa 10 km nördlich vom Stadtzentrum Weimar und ist vom Goetheplatz oder vom Hauptbahnhof mit der Buslinie 6 in Richtung "Buchenwald" zu erreichen. Mit dem Pkw fahren Sie auf der B 7 durch Weimar in Richtung Ettersburg. An der Gedenkstätte stehen weiträumige Parkplätze zur Verfügung.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise

Geöffnet: April - Oktober Di. - So. 10.00 - 18.00,
November - März Di. - So. 10.00 - 16.00
Die Außenanlagen können täglich bis zum Einbruch der Dunkelheit besichtigt werden.
Eintritt: frei

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