Festung Marienberg - Würzburg

Festung Marienberg – Würzburgs Wahrzeichen hoch über dem Main

Festung Marienberg über Würzburg

Von der Alten Mainbrücke aus sieht man sie in ihrer beeindruckenden Pracht. Die Festung Marienberg. 100 Meter über dem Fluss ragt sie unübersehbar in den Himmel, auf drei Seiten umgeben von steil abfallenden Hängen. Wer Würzburg besucht, sollte vorbeischauen.

Natürlich kann man nach oben auch den Bus nehmen, aber noch schöner ist der Wanderweg von St. Burkhard aus. Auch über die Tellsteige und das Gelände der Landesgartenschau ist die Festung zu Fuß zu erreichen. Die Steilhänge um die Anlage wurden sinnvollerweise für den Weinanbau genutzt, auf den man sich beim Aufstieg freuen kann. In den Burggaststätten kann man sich mit einem Gläschen oder einen Snack belohnen, aber erst mal umschauen: Von oben bieten sich eine herrliche Aussicht nach unten auf den Main und beeindruckende Einsichten in ein historisches Gebäude. Schon 1000 v. Chr. stand hier eine keltische Fliehburg, im Zentrum der Burganlage die 706 geweihte Marienkirche, die der früheste Sakralbau östlich des Rheins war. Offiziell wurde die Burg 1201 gegründet und von 1253 bis 1719 war sie Residenz der Würzburger Fürstbischöfe. Ihr heutiges Aussehen bekam die Burg durch Julius Echter, der nach 1573 die weitläufige Anlage zu einem Renaissanceschloss umgestalten ließ.

Die letzte fränkische „Hexe“

Wer mehr über die abwechslungsreiche Geschichte der Festung erfahren möchte, sollte unbedingt eine Führung buchen, denn vom Bauernkrieg bis Bombenangriff im Zweiten Weltkriege hat die Anlage viel mitgemacht. Unter anderem wurde hier das letzte fränkische Opfer der Hexenverfolgung gefangen gehalten, Maria Renata Singer von Mossau. Auch das Museum für Franken, das staatliche Museum für Kunst- und Kulturgeschichte in Würzburg, befindet sich im barocken Zeughaus. Zur Erholung von der düsteren Geschichte bietet sich ein Spaziergang durch das Parkgelände an. Dazu gehören auch der Landesgartenschau-Park mit seinen verschiedenen Themenbereichen und der Franz von Siebold Garten an der Friedensbrücke. Einfach schön, dieses Würzburg!

Was erwartet mich auf der Festung Marienberg?

Die Festung Marienberg ist mehr als eine Burg – sie ist ein lebendiges Stück Stadtgeschichte hoch über dem Main. Besucher erwartet eine über 3.000 Jahre alte Anlage mit romanischen Türmen, einem Renaissanceschloss, dem Museum für Franken im barocken Zeughaus und einem atemberaubenden Panoramablick auf Würzburg und das Maintal. Wer einmal oben steht, versteht sofort, warum die Würzburger ihre Festung so lieben – und warum sie seit Jahrhunderten das Wahrzeichen der Stadt ist.

Architektur und Geschichte im Überblick

Von der keltischen Fliehburg zur fränkischen Residenz: Die Geschichte der Festung Marienberg reicht mehr als drei Jahrtausende zurück. Hier die wichtigsten Fakten im Überblick:

MerkmalDetails
Älteste Besiedlungca. 1000 v. Chr. (keltische Fliehburg)
Kirchengründung706 n. Chr. – Marienkirche, ältester Sakralbau östlich des Rheins
Offizielle Gründung1201 als Burg
Residenz1253–1719 Sitz der Würzburger Fürstbischöfe
Renaissanceumbauab 1573 unter Julius Echter
Höhe über dem Mainca. 100 Meter

Highlights der Festungsanlage:

  • Die Marienkirche aus dem 8. Jahrhundert – eines der ältesten christlichen Bauwerke Bayerns
  • Der mächtige Bergfried mit Blick über ganz Würzburg
  • Ringgräben, Bastionen und das barocke Zeughaus
  • Ausgedehnte Weinberge direkt an den Burgmauern – ein Stück fränkisches Weinland
  • Der weitläufige Burggarten mit dem Franz-von-Siebold-Garten

Museum für Franken im barocken Zeughaus

Im barocken Zeughaus der Festung beherbergt das Museum für Franken – das staatliche Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Bayerns. Die Sammlung führt auf faszinierende Weise durch die fränkische Geschichte von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert.

Zu den bekanntesten Exponaten gehören Skulpturen aus der Werkstatt von Tilman Riemenschneider, dem großen fränkischen Bildschnitzer des Mittelalters. Wer sich für Keramik, fränkische Tracht, barocke Skulptur oder Alltagsobjekte vergangener Jahrhunderte interessiert, verbringt hier leicht mehrere Stunden.

  • Permanente Sammlung mit Kunst und Kulturgeschichte aus dem Mittelalter bis zur Gegenwart
  • Werke von Tilman Riemenschneider und anderen fränkischen Meistern
  • Wechselausstellungen zu regionalen und überregionalen Themen
  • Führungen und pädagogische Programme für alle Altersgruppen

Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit – im Winter besonders reizvoll, wenn das Würzburger Umland im Schnee liegt und die Festung wie aus einer anderen Zeit wirkt.

Anreise und Tipps für Ihren Besuch

Die Festung Marienberg liegt westlich der Würzburger Altstadt und ist auf verschiedenen Wegen bequem erreichbar:

  • Zu Fuß: Über den Wanderweg ab Wallfahrtskirche St. Burkhard oder via Tellsteige – rund 20–30 Minuten, mit Blick auf Weinberge und den Main
  • Mit dem Bus: Linie 9 fährt direkt zur Festung (Haltestelle „Festung Marienberg")
  • Mit dem Auto: Parkplätze vor Ort, Zufahrt über Mergentheimer Straße
  • Mit dem Rad: Über die Friedensbrücke und den Mainuferweg – mit Steigung zum Abschluss

Unser Tipp: Kombiniere den Festungsbesuch mit einem Spaziergang über die Alte Mainbrücke und einem Glas Frankenwein in einem der Burggasthäuser – das macht den Ausflug perfekt. Wer länger bleiben möchte, findet in Würzburg zahlreiche Unterkünfte für jeden Geschmack.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Festung Marienberg

Wie komme ich zur Festung Marienberg?
Zu Fuß (ca. 20 Min. von St. Burkhard oder Tellsteige), mit Bus Linie 9 oder per Auto. Parkplätze sind vor Ort vorhanden.

Was kostet der Eintritt?
Der Festungshof und das Parkgelände sind frei zugänglich. Für das Museum für Franken im Zeughaus wird Eintritt erhoben.

Wie alt ist die Festung Marienberg?
Die Burg wurde 1201 urkundlich gegründet. Keltische Vorläufer gab es bereits ca. 1000 v. Chr. Die Marienkirche stammt aus dem Jahr 706 n. Chr.

Lohnt sich ein Besuch mit Kindern?
Ja! Das Museum bietet kindgerechte Führungen und Mitmachaktionen, der Park lädt zum Entdecken ein.

Was sieht man von oben?
Ein fantastisches Panorama über Würzburg: Main, Alte Mainbrücke, Altstadt, Residenz und weit ins fränkische Hügelland.

Geheimtipp: Der Brunnen des Vincenzo Scamozzi

Während die meisten Besucher begeistert die Aussicht genießen oder das Museum erkunden, entdecken nur wenige den versteckten Renaissancebrunnen im Innenhof der Festung. Entworfen um 1576 vom venezianischen Architekten Vincenzo Scamozzi, ist der achteckige Brunnenbau ein stilles Meisterstück – architektonisch beeindruckend und einst die gesamte Wasserversorgung der Burganlage.

Noch ein Tipp: Frühmorgens oder kurz vor Schließung ist die Festung deutlich ruhiger als zur Mittagszeit. Der Blick auf Würzburg im goldenen Abendlicht ist ganz besonders – und die Weinberge entlang des Weges hinab laden anschließend zu einem gemütlichen Ausklang mit einem Glas Frankenwein ein.

Adresse Festung Marienberg Würzburg
Marienberg, 97012 Würzburg

Öffnungszeiten Festung Marienberg Würzburg
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier
(Innenhof wegen Bauarbeiten bis 2026 nur im Zuge einer Führung betretbar)

Öffnungszeiten Museum Franken
Die aktuellen Öffnungszeiten finde Sie hier

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