Café-Stuben Van den Daele - Aachen

Mitten in der Aachener Altstadt, in einem Gebäude aus dem Jahr 1655, befindet sich ein Ort, der Geschichte genauso atmet wie Kaffeearoma: die Alt-Aachener Café-Stuben Van den Daele. Im Jahr 1890 von Leo van den Daele gegründet, gehört das Café heute zu den bekanntesten und traditionsreichsten Kaffeehäusern in ganz Deutschland. Wer Aachen besucht, sollte sich die Einkehr in diesem historischen Haus nicht entgehen lassen – denn hier erwartet einen mehr als nur Kaffee und Kuchen.

Die verschachtelten Räume, geschwungene Treppenstufen, barocke Möbel und der Duft frischer Printen schaffen eine Atmosphäre, die man so kein zweites Mal findet. Das Van den Daele ist nicht einfach ein Café – es ist ein lebendiges Kulturdenkmal, in dem jede Tasse Kaffee eine Geschichte erzählt. Seit über 130 Jahren hat das Café seinen Platz in der Aachener Gesellschaft und ist aus dem Stadtbild nicht wegzudenken. Generation für Generation wurde das Rezept des Printenbaron-Gründers weitergegeben, und mit ihm die Leidenschaft für Handwerk, Qualität und ein unvergleichliches Lebensgefühl.

Geschichte und Tradition: Das Café Van den Daele seit 1890

Die Geschichte des Café Van den Daele beginnt im Jahr 1890, als Leo van den Daele – Spross einer alten belgischen Adelsfamilie – in der Aachener Altstadt eine kleine Konditorei eröffnete. Doch der Gründer war weit mehr als ein gewöhnlicher Konditor: Er entwickelte eigene Rezepturen für Printen, Springerle und belgische Reisfladen, die ihn schnell zum Star der süßen Szene machten. Sein Können war derart außergewöhnlich, dass man ihn bald den „Printenbaron" nannte – ein Titel, der ihm mit Respekt und Bewunderung verliehen wurde.

Die Gebäude, in denen das Café noch heute residiert, stammen aus dem Jahr 1655 und sind damit fast 250 Jahre älter als das Café selbst. Die verwinkelten Räume, die engen Treppenstufen und die zahlreichen Nischen erzählen von einer Zeit, in der Aachen als kaiserliche Krönungsstadt zu den bedeutendsten Städten des Heiligen Römischen Reiches zählte. Diesen historischen Kontext spürt man in jedem Winkel des Hauses.

Mittlerweile wird das Unternehmen in der 4. Generation von der Familie Kockartz sowie Léon Braun geleitet. Im Juli 2003 wurde Bernd Kockartz in den internationalen Richemont-Club für Bäcker und Konditoren aufgenommen – ein Gütesiegel, das in der Konditorei-Welt mit einem Michelin-Stern vergleichbar ist. Ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass Qualität und Handwerkskunst im Van den Daele nach wie vor an erster Stelle stehen.

Der Printenbaron – Leo van den Daele und seine Rezepturen

Das Herzstück des kulinarischen Angebots im Van den Daele sind zweifellos die Aachener Printen – ein Gebäck mit Geschichte und Weltrang. Seit Jahrhunderten gelten Aachener Printen als das traditionsreichste Lebkuchengebäck Deutschlands, und das Van den Daele hält diese Tradition mit den originalen Rezepturen des Gründers aufrecht. Neben den Printen hat das Café zwei weitere Spezialitäten, die man unbedingt probiert haben sollte: die belgischen Reisfladen, die nach einem alten flämischen Rezept hergestellt werden, und die Springerle – ein feines Eierteig-Anis-Gebäck, das mit kunstvollen Reliefmotiven verziert wird.

Die Konditoreikunst im Van den Daele geht weit über das reine Backen hinaus. Figürliche Darstellungen aus Printenteig und Spekulatius – ein Handwerk, das heute kaum noch anderswo zu finden ist – gehören zum besonderen Markenzeichen des Hauses. Leo van den Daele war berühmt für seine handgefertigten Figuren, und diese Tradition wird bis heute mit großer Sorgfalt weitergepflegt.

Was sollte man im Café Van den Daele unbedingt probieren?

Die Antwort ist klar: alles, was das Van den Daele zu bieten hat. Aber um den Besuch optimal zu planen, lohnt sich ein Blick auf die Highlights des Hauses. Hier die wichtigsten Spezialitäten im Überblick:

SpezialitätBeschreibung
Aachener PrintenDas traditionsreichste Lebkuchengebäck Deutschlands – nach dem Originalrezept des Printenbaron-Gründers, erhältlich in weich oder hart
Belgische ReisfladenWeiches Feingebäck nach altem flämischem Rezept – innen cremig, außen goldbraun gebacken
SpringerleKlassisches Eierteig-Anis-Gebäck mit kunstvollen Reliefmotiven – ein Genuss für Augen und Gaumen
Spekulatius-FigurenHandgefertigte Figuren aus Spekulatiusteig – ein seltenes Kunsthandwerk, das im Van den Daele lebendig bleibt
Torten & TörtchenHausgemachte Sahnetorten und Petit Fours nach belgischer Tradition
Kaffee & HeißgetränkeHochwertige Kaffeeauswahl und saisonale Spezialitäten zum Genießen im historischen Ambiente

Besonders beliebt sind außerdem die Geschenkkörbe und Pralinenboxen, in denen typische Aachener Spezialitäten vereint werden. Wer nach dem Besuch noch etwas mitnehmen möchte, findet im hauseigenen Shop eine breite Auswahl an Mitbringseln – von der klassischen Printendose bis zum handgefertigten Spekulatiuspferd.

Das historische Ambiente: Barock trifft Kaffeekultur

Ein Café mit einem solchen Renommee muss natürlich auch räumlich etwas Besonderes bieten – und das tut das Van den Daele ohne Zweifel. Die Haupträume des Cafés sind ausgestattet mit Schränken und Vitrinen aus der Blütezeit des „Aachen-Lütticher Barock" – einem Stil, der in dieser Grenzregion zwischen dem heutigen Deutschland und Belgien im 17. und 18. Jahrhundert seine größte Blüte erlebte. Die schweren Holzmöbel, die gedämpfte Beleuchtung und die unzähligen Antiquitäten schaffen eine Atmosphäre, die sich irgendwo zwischen Zeitreise und gemütlichem Kaffeehausbesuch bewegt.

Besonders reizvoll sind die verwinkelten Räume und die vielen Treppenstufen, die man in dem historischen Gebäudekomplex überwinden muss. Keine moderne Erlebnisarchitektur, sondern echter Charakter – gewachsen über Jahrhunderte. Ähnliches findet man übrigens auch im Couvenmuseum, das sich direkt um die Ecke befindet und ebenfalls Möbel des Aachen-Lütticher Barocks zeigt.

Die Lage des Van den Daele ist kaum zu überbieten: Büchel 18, in der Fußgängerzone der Aachener Innenstadt, nur wenige Schritte vom Dom und dem Rathaus entfernt. Man sitzt hier buchstäblich an der Kreuzung von Geschichte und Genuss – und das schon seit mehr als einem Jahrhundert.

Van den Daele und Aachen – eine untrennbare Verbindung

Das Café Van den Daele ist eingebettet in eine der geschichtsträchtigsten Innenstädte Deutschlands. Wer nach dem Kaffeegenuss durch Aachen schlendern möchte, findet in unmittelbarer Nähe zahlreiche Sehenswürdigkeiten:

  • Aachener Dom: Das UNESCO-Welterbe und einstige Krönungsstätte der deutschen Könige liegt nur wenige Gehminuten entfernt. Der älteste Teil des Doms, die Pfalzkapelle Karls des Großen, gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerken Europas.
  • Aachener Rathaus: Der historische Krönungssaal mit seinen Wandgemälden zu Karl dem Großen ist ein beeindruckendes Zeugnis der kaiserlichen Geschichte der Stadt.
  • Elisenbrunnen: Das neoklassizistische Bauwerk aus dem frühen 19. Jahrhundert ist ein beliebter Treffpunkt am Rand der Fußgängerzone – ideal für eine kurze Verschnaufpause.
  • Couvenmuseum: Direkt um die Ecke vom Van den Daele zeigt das Museum bürgerliches Wohnleben im Aachen-Lütticher Barock des 18. Jahrhunderts.
  • Suermondt-Ludwig-Museum: Für Kunstliebhaber bietet dieses Haus eine hervorragende Sammlung von Malerei und Skulptur vom Mittelalter bis zur Moderne.

Aachen ist zudem eine faszinierende Grenzstadt – drei Länder (Deutschland, Belgien und die Niederlande) treffen hier in Reichweite aufeinander. Ein Besuch im Van den Daele ist deshalb der perfekte Auftakt oder Abschluss eines mehrtägigen Aachen-Aufenthalts.

Wer Aachen besucht, findet in der Region und im benachbarten Rheinland eine Vielzahl an komfortablen Unterkünften für jeden Bedarf. Ob Städtereise, Kurzurlaub oder Wochenendtrip – die Region bietet die ideale Basis für einen unvergesslichen Aufenthalt rund um das Café Van den Daele und die weiteren Sehenswürdigkeiten der Kaiserstadt.

FAQ: Häufige Fragen zum Café Van den Daele

Wann wurde das Café Van den Daele gegründet?
Das Café-Stuben Van den Daele wurde im Jahr 1890 von Leo van den Daele gegründet. Die Gebäude selbst stammen bereits aus dem Jahr 1655 und gehören zu den ältesten erhaltenen Bürgerhäusern der Aachener Altstadt.

Was sind die besonderen Spezialitäten im Van den Daele?
Das Van den Daele ist bekannt für Aachener Printen nach dem Originalrezept des Gründers, belgische Reisfladen, Springerle sowie handgefertigte Figuren aus Printenteig und Spekulatius.

Wo befindet sich das Café Van den Daele in Aachen?
Am Büchel 18, 52062 Aachen – mitten in der Fußgängerzone, nur wenige Gehminuten vom Dom und Rathaus entfernt.

Ist das Van den Daele auch für Kinder geeignet?
Ja, das Café empfängt Gäste jeden Alters. Die historischen Räume und das süße Angebot begeistern Jung und Alt gleichermaßen.

Geheimtipp: Das Van den Daele von seiner ruhigsten Seite

Wer das Van den Daele wirklich von seiner besten Seite kennenlernen möchte, sollte an einem Wochentag kurz nach der Öffnung vorbeikommen – wenn der Betrieb noch ruhig ist und man sich in Ruhe in einem der verschachtelten Hinterzimmer niederlassen kann. Die Tische nahe der alten Vitrinenschränke im hinteren Teil des Cafés bieten dabei das besondere Flair: kein Touristenstrom, nur das leise Ticken der Zeit und der Duft frischer Printen.

Wer nach dem Café noch einen kleinen Spaziergang unternimmt: Die enge Gasse zum Katschhof hinter dem Dom ist selten in Reiseführern zu finden, bietet aber einen der schönsten ungestörten Blicke auf die Domfassade – direkt im Anschluss an eine Stärkung im Van den Daele die ideale Ergänzung zum Aachen-Erlebnis.

Adresse Café-Stuben Van den Daele Aachen
Büchel 18, 52062 Aachen

Öffnungszeiten Café-Stuben Van den Daele Aachen
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

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