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Domschatzkammer - Aachen
Mitten im Herzen von Aachen wartet ein Ort, der selbst erfahrene Kulturreisende sprachlos macht. Die Domschatzkammer beherbergt einen der bedeutendsten Kirchenschätze Europas – mehr als 100 Kunstwerke auf 600 Quadratmetern, entstanden zwischen der Spätantike und der Gotik. Was du hier siehst, sind keine Reproduktionen: Es handelt sich um Originale, die Könige berührten, Pilger bewegten und tausend Jahre Geschichte überdauerten.
Fast 250.000 Menschen besuchen die Schatzkammer jedes Jahr. Wer nach Aachen reist und die Domschatzkammer dabei auslässt, verpasst das Herzstück dieser alten Kaiserstadt. Die 1995 komplett neu eingerichtete Ausstellung zeigt die Kostbarkeiten auf modernstem Ausstellungsniveau – in einem Ambiente, das dem unermesslichen Wert der Exponate gerecht wird.
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Was macht die Domschatzkammer Aachen so einzigartig?
Drei Dinge machen diese Schatzkammer einmalig: die historische Tiefe, die Qualität der Objekte und ihre Vollständigkeit. Viele europäische Kirchenschätze wurden im Laufe der Jahrhunderte verkauft, verschenkt oder zerstört. Aachens Schatz blieb nahezu vollständig erhalten – weil die Stadt nie an Bedeutung verlor und weil der Dom jahrhundertelang Krönungskirche der deutschen Könige war.
Von 936 bis 1531 wurden hier 30 deutsche Könige gekrönt. Jeder Herrscher hinterließ Stiftungen und Gaben. So wuchs der Schatz über Generationen zu einer der reichsten Sammlungen sakraler Kunst des Mittelalters.
Was die Sammlung besonders macht:
- Zeitliche Tiefe: Exponate aus fünf Epochen von der Spätantike bis zur Gotik
- Königliche Herkunft: Zahlreiche Stücke stammen von deutschen Herrschern persönlich
- Einzigartigkeit: Viele Objekte existieren weltweit nur einmal
- Wallfahrtsschatz: Die Aachener Tücher zogen seit dem Mittelalter Millionen Pilger an
- Kontinuität: Kein anderer Kirchenschatz dieser Größe blieb so geschlossen erhalten
Die bedeutendsten Exponate im Überblick
Ein Gang durch die Räume der Schatzkammer gleicht einer Zeitreise. Diese Highlights solltest du dir nicht entgehen lassen:
| Exponat | Entstehung | Besonderheit |
|---|---|---|
| Karlsbüste | um 1349 | Goldene Reliquienbüste mit Teilen des Schädelknochens Karls des Großen |
| Lotharkreuz | um 1000 | Mit 143 Edelsteinen besetztes Vortragekreuz – Meisterwerk ottonischer Goldschmiedekunst |
| Goldene Altartafel | 1000–1024 | Prachtvolle Goldtreibarbeit, Stiftung Heinrichs II. |
| Marienschrein | 1220–1239 | Goldener Schrein mit den vier Aachener Heiligtümern |
| Karlsschrein | 1215 | Prachtsarg mit den Gebeinen Karls des Großen |
| Persephone-Sarkophag | 2. Jh. n. Chr. | Antiker Marmorsarkophag – erste Grablege Karls des Großen |
Jedes dieser Objekte hat eine eigene Geschichte, die über die bloße Schönheit des Stücks weit hinausgeht. Die Beschilderung in der Schatzkammer ist hervorragend – wer tiefer einsteigen möchte, sollte einen Audioguide mitnehmen.
Karl der Große und die Krönungskirche
Wer die Domschatzkammer verstehen will, muss zunächst eine Figur verstehen: Karl den Großen. Der fränkische König ließ ab 792 den Oktogon des Doms errichten – einen Bau, der damals nördlich der Alpen ohne Beispiel war. Aachen wurde zum Zentrum seines Reiches, der Dom zur Krönungskirche einer langen Herrscherlinie.
Nach seinem Tod 814 wurde Karl hier begraben. Auf Betreiben Friedrichs I. wurde er 1165 heiliggesprochen. Der Aachener Dom wurde zum Wallfahrtsziel für ganz Europa – und mit ihm wuchs der Schatz. Der antike Persephone-Sarkophag, der Karl als erste Grablege diente, steht noch heute in der Schatzkammer und ist eines der ältesten Exponate der Sammlung.
Der goldene Karlsschrein (1215) und die Karlsbüste (um 1349) zeigen, wie tief die Verehrung des Kaisers im kollektiven Gedächtnis Europas verwurzelt ist. Ohne Karl den Großen gäbe es weder diesen Dom noch diese Schatzkammer in ihrer einzigartigen Form.
Praktische Infos für deinen Besuch
Adresse Domschatzkammer Aachen
Johannes-Paul-II.-Straße 1, 52062 Aachen
Öffnungszeiten Domschatzkammer Aachen
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier
Die Domschatzkammer liegt direkt neben dem Aachener Dom, dem UNESCO-Weltkulturerbe, und ist damit der perfekte Ausgangspunkt für einen Kulturtag in der ältesten Kaiserstadt Deutschlands. Wer Zeit mitbringt, sollte auch das Centre Charlemagne besuchen – das Stadtgeschichtsmuseum Aachens liegt keine 200 Meter entfernt und erzählt die Geschichte der Stadt von der Römerzeit bis heute.
Aachen bietet noch mehr, als viele Besucher erwarten:
- Carolus Thermen: Direkt in der Stadt – entspannen in Thermalwasser, das seit der Römerzeit genutzt wird
- Aachener Altstadt: Mittelalterliches Stadtbild mit Märktchen, Cafés und der berühmten Aachener Krämerstraße
- Couven Museum: Bürgerliches Wohnen im 18. Jahrhundert – direkt im Stadtzentrum
- Aachener Printen: Die Spezialität der Stadt – in Bäckereien rund um den Dom erhältlich
Wer einen ganzen Tag einplant, kann Domschatzkammer, Dom und Altstadt bequem zu Fuß erkunden – alles liegt in einem Radius von wenigen hundert Metern. Für die Anreise aus dem Umland: Aachen liegt direkt an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden, was die Stadt auch für internationale Tagesausflügler attraktiv macht.
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FAQ – Häufige Fragen zur Domschatzkammer Aachen
Wie lange sollte man für die Domschatzkammer einplanen?
Mindestens 1,5 bis 2 Stunden – wer tiefer eintauchen möchte, kann gut und gerne 3 Stunden verbringen. Die Objekte sind so reich an Details, dass ein zweiter Blick fast immer lohnt. Viele Besucher empfehlen, die Schatzkammer mit einem anschließenden Besuch im Aachener Dom zu kombinieren.
Gibt es eine Audioführung?
Ja, Audioguides sind in mehreren Sprachen erhältlich und führen gezielt durch die Highlights der Sammlung. Wer mehr über die historischen Hintergründe erfahren möchte, ist mit einem Audioguide gut beraten – er erklärt nicht nur die Objekte, sondern auch deren Geschichte und Bedeutung.
Ist die Domschatzkammer kinderfreundlich?
Durchaus. Das Museum bietet spezielle Führungen für Familien und Schulklassen an. Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt. Für Schulgruppen empfiehlt sich eine Voranmeldung für geführte Touren.
Kann man ohne Führung besuchen?
Ja, ein Freigang durch die Räume ist jederzeit möglich. Erklärtafeln und Audioguides bieten ausreichend Orientierung. Wer lieber in einer Gruppe unterwegs ist, kann an öffentlichen Führungen teilnehmen – die Termine stehen auf der Website der Domschatzkammer.
Was kostet der Eintritt?
Die aktuellen Eintrittspreise sind auf der offiziellen Website der Domschatzkammer veröffentlicht. Ermäßigungen gibt es für Kinder, Schüler, Studenten und Gruppen. Kombitickets mit dem Aachener Dom sind ebenfalls erhältlich.
Wie ist die Domschatzkammer erreichbar?
Die Schatzkammer liegt unmittelbar neben dem Aachener Dom, Johannes-Paul-II.-Straße 1, 52062 Aachen. Vom Hauptbahnhof sind es zu Fuß rund 15 Minuten. Mit dem Bus ist sie direkt erreichbar – Haltestelle Elisenbrunnen oder Dom.
Geheimtipp: Was viele Besucher übersehen
Wer die Schatzkammer wirklich auskosten möchte, kommt kurz nach der Öffnung – am besten an einem Dienstag oder Mittwoch, wenn die Besucherzahlen deutlich geringer sind als am Wochenende. Ein Tipp, den viele Reiseführer verschweigen: Schau dir den Persephone-Sarkophag genau an. Dieser antike Marmorsarg aus dem 2. Jahrhundert war die erste Grablege Karls des Großen – ein Detail, das selbst geführte Gruppen oft übersehen. Der Sarkophag war ursprünglich für eine römische Frau bestimmt und zeigt die Entführung der Persephone durch Hades. Dass ein heidnisches Kunstwerk zum Sarg des christlichen Kaisers wurde, ist eine Geschichte für sich. Nimm dir die Zeit, ihn zu studieren.