Altenberg im Erzgebirge
Bild: © René Gaens / Tourismusverband Erzgebirge e.V.
Bergstadt im Osterzgebirge – zwischen Pinge, Pisten und Natur
Altenberg liegt auf 750 Metern Höhe im sächsischen Osterzgebirge, nur wenige Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt. Was hier auf den ersten Blick wie ein beschauliches Bergstädtchen wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als überraschend facettenreicher Ort: Eine gewaltige Erdpanne aus dem Bergbauzeitalter, eine der renommiertesten Rennschlittenbahnen der Welt und unberührte Naturreservate warten darauf, entdeckt zu werden.
Als staatlich anerkannter Kneippkurort und Teil der UNESCO-Welterbestätte „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří" verbindet Altenberg Geschichte und Gegenwart auf einzigartige Weise. Das Ergebnis: Ein Reiseziel, das das ganze Jahr über begeistert – im Winter mit Wintersport, im Sommer mit Wandern, Botanik und stiller Natur.
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Was macht Altenberg im Erzgebirge so besonders?
Altenberg vereint auf kleinem Raum, was andere Ferienregionen getrennt bieten: Geschichte und Natur, Sport und Ruhe, UNESCO-Welterbe und echtes Alltagsabenteuer. Hier ein Überblick der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten:
| Sehenswürdigkeit / Aktivität | Was dich erwartet |
|---|---|
| Altenberger Pinge | Riesiger Bergbaueinsturz (400 × 240 m), UNESCO-Welterbe, Panoramawanderweg |
| Kahleberg (905 m) | Höchster Gipfel des Osterzgebirges, Weitblick bis nach Böhmen |
| Rennschlitten- und Bobbahn | Weltklasse-Wettkampfstätte, Gastfahrten für Besucher möglich |
| Ski-Arena Altenberg | Abfahrten für alle Könnerstufen, Skilifte, Snowboardpark |
| Sommerrodelbahn | 1.030 m Streckenlänge, Spaß für die ganze Familie |
| Georgenfelder Hochmoor | Sachsens größtes Hochmoor, Bohlenweg, seltene Pflanzen und Tiere |
| Kurpark und Kneipppfad | Wellness, Kräutergärten, Entspannung im Kurort |
Besonders reizvoll: Altenberg bietet sowohl im Winter als auch im Sommer ein volles Programm. Die kurze Entfernung zum Grenzübergang Zinnwald/Cínovec macht zudem Tagesausflüge ins böhmische Erzgebirge leicht möglich.
Bild: © Tourismusverband Erzgebirge e.V.
Wintersport in Altenberg: Skifahren, Bob und Rennrodeln
Wer an Wintersport im Erzgebirge denkt, kommt an Altenberg nicht vorbei. Die Ski-Arena Altenberg bietet mehrere Abfahrtshänge mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad, Schlepplift und ein Übungsgelände für Einsteiger. Familien schätzen die übersichtliche Anlage, erfahrene Skifahrer genießen die steileren Hänge.
Das absolute Highlight ist die Rennschlitten- und Bobbahn Altenberg (RSBB): Seit 1914 werden hier Wettkämpfe ausgetragen. Die 1.413 Meter lange Natureisbahn ist heute Austragungsort von Weltcup-Rennen im Bob, Rodeln und Skeleton. An Veranstaltungswochenenden pulsiert der Ort wie kaum sonst. Das Besondere: Bei organisierten Gästefahrten kann man selbst in einem Sportbob Platz nehmen und die Strecke mit Geschwindigkeiten von über 100 km/h erleben – ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst.
Langläufer finden ebenfalls ihr Glück: Loipen rund um den Kahlebergkamm und in Richtung Georgenfeld bieten Strecken für unterschiedliche Anforderungen. Schneesichere Bedingungen sind dank der Höhenlage zwischen 700 und 905 Metern vergleichsweise häufig.
Sommerrodelbahn und Sommeraktivitäten in Altenberg
Im Sommer verwandelt sich Altenberg in eine Oase für Naturfreunde und Aktivurlauber. Die Sommerrodelbahn ist ein Spaßgarant für die ganze Familie: Auf über 1.030 Metern Strecke geht es rasant bergab, und wer möchte, kann selbst bestimmen, wie schnell es geht.
Radfahrer finden im Osterzgebirge ein gut ausgebautes Wegenetz mit Strecken für Genussradler und Mountainbiker. Wer eine ruhigere Freizeitbeschäftigung sucht, besucht den Botanischen Garten Schellerhau – einen der artenreichsten botanischen Gärten Sachsens mit über 1.700 Pflanzenarten auf 3,5 Hektar.
- Sommerrodelbahn: 1.030 m Strecke, ganzjährig bei trockenem Wetter geöffnet
- Radwege: Über 200 km markierte Strecken im Osterzgebirge
- Botanischer Garten Schellerhau: 1.700 Pflanzenarten, Mai–Oktober geöffnet
- Freibad Geising: Badefreude für Familien, ca. 5 km von Altenberg entfernt
Wandern und Natur rund um den Kahleberg
Der Kahleberg (905 m ü. NN) ist nicht nur der höchste Punkt des Osterzgebirges, sondern auch ein beliebtes Ziel für Wanderer jeder Konditionsstufe. Mehrere markierte Wege führen auf den Gipfel, von dem aus ein großartiger Rundblick über das Erzgebirge und bei klarem Wetter bis in die böhmischen Tieflagen wartet. Der Aufstieg ist moderat und auch für Familien mit Kindern gut geeignet.
Östlich von Altenberg liegt das Georgenfelder Hochmoor – Sachsens größtes Hochmoor. Ein hölzerner Bohlenweg erschließt das Naturschutzgebiet, ohne es zu belasten. Wollgras, Sonnentau, Moorbeere und seltene Moorlibellen bevölkern das stille Feuchtgebiet. Besonders eindrucksvoll ist das Moor in den frühen Morgenstunden, wenn Nebel über den Moorflächen wabert.
Altenberg liegt am Kammweg Erzgebirge-Vogtland, einem der schönsten Fernwanderwege Ostdeutschlands. Der 285 Kilometer lange Weg führt entlang des erzgebirgischen Kamms und bietet immer neue Aussichten. Für mehrtägige Touren ist Altenberg ein idealer Ausgangspunkt.
Bild: © Tourismusverband Erzgebirge e.V., R. Gaens
Geschichte und Kultur: Die Altenberger Pinge und das Bergbauerbe
Die Geschichte Altenbergs ist untrennbar mit dem Bergbau verbunden. Seit dem 13. Jahrhundert wurde hier Silber, später Zinn, aus dem Gestein gebrochen. Die Folge dieses intensiven Abbaus zeigt sich noch heute mitten in der Stadt: die Altenberger Pinge.
Dieser gewaltige Einbruch – rund 400 Meter lang, 240 Meter breit und 170 Meter tief – entstand, als die unterirdischen Hohlräume des Bergwerks im Jahr 1620 einbrachen und den gesamten Ortskern verschluckten. Ein Panoramaweg rund um die Pinge bietet beeindruckende Perspektiven auf dieses geologische Monument. Im Bergbaumuseum Altenberg wird die Geschichte des Erzabbaus anschaulich erzählt.
Seit 2019 ist die Region Teil des UNESCO-Welterbes „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří" – eine Anerkennung für über 800 Jahre Bergbautradition auf beiden Seiten der deutsch-tschechischen Grenze. Ergänzt wird das historische Bild durch lebendige Handwerkstraditionen: Schnitzerei, Spitzenklöppelei und die weltbekannten Räuchermänner und Nussknacker gehören zum kulturellen Erbe der Region.
Bild: © Tourismusverband Erzgebirge e.V.
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Wie kommt man am besten nach Altenberg?
Altenberg liegt im sächsischen Erzgebirge, rund 30 Kilometer südlich von Dresden. Die Anreise ist auf verschiedenen Wegen gut möglich:
| Verkehrsmittel | Details |
|---|---|
| Auto | Über die B170 von Dresden in ca. 40 Minuten; Parkplätze an allen Hauptattraktionen vorhanden |
| Bahn + Bus | S-Bahn Richtung Freital-Hainsberg, dann Weißeritztalbahn nach Kipsdorf, von dort Bus nach Altenberg |
| Aus Tschechien | Ca. 5 km bis zum Grenzübergang Zinnwald/Cínovec; ca. 100 km von Prag |
Für Urlauber ohne Auto empfiehlt sich das Tagesticket des Verkehrsverbunds Oberelbe (VVO) – damit sind Bus und Bahn in der gesamten Region nutzbar. Tourist-Info Altenberg: Am Bahnhof 1, 01773 Altenberg | Tel.: 035056 23993.
FAQ: Häufige Fragen zu Altenberg im Erzgebirge
- Was ist die Altenberger Pinge? – Bergbaueinsturz von 1620, ca. 400 × 240 m groß, UNESCO-Welterbe.
- Beste Reisezeit? – Ganzjährig: Winter für Wintersport, Sommer für Wandern, Moor und Botanik.
- Gästefahrten auf der Bobbahn? – Ja, saisonal buchbar direkt bei der RSBB Altenberg.
- Familienfreundlich? – Ja: Sommerrodelbahn, Freibad Geising, Wanderwege, Skigelände für Einsteiger.
Geheimtipp: Der Botanische Garten Schellerhau
Während die Altenberger Pinge und die Bobbahn die meisten Besucher anziehen, ist der Botanische Garten Schellerhau noch immer ein echter Geheimtipp. Im Ortsteil Schellerhau, nur wenige Kilometer von Altenberg entfernt, wachsen auf 3,5 Hektar über 1.700 Pflanzenarten – von alpinen Hochgebirgsstauden über Heidepflanzen bis hin zu bemerkenswerten Nutz- und Heilpflanzen, die trotz der Höhenlage von 740 Metern prächtig gedeihen.
Der Garten gehört zum Staatsbetrieb Sachsenforst und ist von Mai bis Oktober geöffnet. Besonders lohnend ist ein Besuch im Juni und Juli, wenn die meisten Stauden in voller Blüte stehen. Im Vergleich zu bekannteren Botanischen Gärten ist Schellerhau angenehm ruhig – ideal für alle, die Natur ohne Trubel genießen möchten.
Der Weg dorthin gehört schon zum Erlebnis: Vom Altenberger Ortszentrum führt ein markierter Wanderpfad in rund 30 Minuten nach Schellerhau – vorbei an Fichtenwäldern, stillen Wiesenhängen und mit Blicken über das Osterzgebirge.