Insel Texel 1 Reisepaket
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Insel Texel

Insel Texel – Holland im Kleinen

Kilometerlanger Sandstrand, tausende Schafe, süße Robben und eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten: Willkommen auf Texel. Die niederländische Nordseeinsel mit ihrer abwechslungsreichen Natur ist das ideale Ziel für einen entspannten Urlaub.

Texel, Urlaub mit Robben

Texel: Die Niederlande im Kleinformat

Wer die Niederlande schon immer einmal intensiv kennenlernen wollte, aber keine Zeit für eine ausgedehnte Rundreise hat, ist auf Texel richtig. Dank ihrer vielfältigen Landschaft – von Dünen über Watt bis zu Wiesen und Wäldern – vereint die Insel viele Seiten der holländischen Natur.

Sieben kleine Dörfer, malerisch gelegen inmitten der Natur auf der größten Nordseeinsel der Niederlande. Im Binnenland weiden tausende Schafe, am Nordende strahlt der knallrote Leuchtturm, auf den Feldern blühen Tulpen in allen Farben und vor der Küste tummeln sich Seehunde: Texel ist wild und wunderschön.

Watt will man Meer

Sage und schreibe 30 Kilometer Sandstrand schmücken Texels Westküste und bieten damit jede Menge Raum für ausgedehnte Spaziergänge, Strandausritte hoch zu Ross oder Badespaß für Hund und Herrchen. Erklimmen Sie die Sanddünen im Süden und genießen den herrlichen Blick über die Nordsee, während Ihnen die salzige Meeresluft um die Nase weht. Auf der Ostseite liegt das ruhige Wattenmeer, ideal, um im nassen Sand nach Muscheln zu graben. Das Land zwischen den Küsten ist ein Mix aus Feldern, Heide und Wäldern und lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Tour entlang der Westküste durch die drei Naturgebiete De Slufter, De Gul und De Muy? Hier sind lila blühender Strandflieder, wilde Orchideen und die größte Löfflerkolonie der Niederlande zuhause. Aber vorsicht: In De Slufter holt man sich gerne nasse Füße. Sie ist das einzige Gebiet der Niederlande, in das die Nordsee ungebremst eindringen darf. Es steht daher nach Sturmfluten oft unter Wasser. Diese Mischung aus Naturphänomenen ist der Grund, warum die Insel als kleine Version der Niederlande bezeichnet wird. Sie vereint alle typisch holländischen Naturmerkmale auf wenigen Quadratkilometern.

Von Strandräubern, preisgekröntem Käse und einem südpazifischen Besucher

Die zahlreichsten Bewohner der Insel sind die weißen Texelschafe, die quer über das Binnenland ziehen und in der ganzen Welt berühmt sind für ihr besonders feines Fleisch und den als besten Käse der Niederlande ausgezeichneten Salzasterkäse „Orekees“. Der ungewöhnlichste Einwohner Texels sitzt jedoch in Zuid-Eierland: die Nachbildung eines Moai, einer der berühmten Steinstatuen der chilenischen Osterinsel. Was es mit dem auf sich hat? Der niederländische Seefahrer Jacob Roggeveen begann seine Südseereise Anfang des 18. Jahrhunderts mit drei Schiffen von Texel aus. Am Ostersonntag 1722 entdeckte er im Südpazifik die Insel Rapa Nui und nannte sie „Paasch-Eyland“ – Osterinsel. 1993 schuf Bildhauer Bene Aukara Tuki Pate für Texel eine Nachbildung der berühmten Figuren seiner Heimat als bleibendes Symbol der Verbindung dieser zwei unterschiedlichen Inseln. Eine klassisch niederländische Sehenswürdigkeit steht hingegen am nördlichen Ende der Insel: Der feuerrote Leuchtturm ist ein beliebtes Fotomotiv und wer die 153 Stufen seiner Wendeltreppe hinaufsteigt, wird mit einem fantastischen Blick über Texel und die Nachbarinsel Vlieland belohnt. Ein weiteres Highlight ist das Ecomare, wo verletzte Seehunde, Schweinswale und Kegelrobben von erfahrenen Pflegern aufgepäppelt und wieder in die freie Wildbahn entlassen werden. Hier kann man bei der Tierfütterung zusehen und sich über die Nordsee, das Wattenmeer und die Entstehung der Insel informieren. Etwas ganz Besonderes sind außerdem Texels Juttermuseen. „Jutter“ ist Niederländisch für Strandräuber und das Schiffbruch- und Juttermuseum Flora sowie das Museum Kap Skil haben sich genau diesem Thema gewidmet. Hier werden die unzähligen Bojen, Flaschen, Rettungsringe und alles, was sonst noch jedes Jahr am Strand angespült wird, ausgestellt.

Nach so viel Erkunden lehnt man sich am besten mit einem Skuumkoppe zurück – Texels inseleigenem Bier – lässt den Urlaub Revue passieren und stellt fest: Die Insel ist tatsächlich Holland im Taschenformat! Wattenmeer, Tulpen, Käse und sogar zwei Windmühlen gibt es hier, fehlen eigentlich nur noch Holzschuhe und ein Rembrandt.

Leuchtturm von Texel- De Cocksdorp (Niederlande)

In diesem Leuchtturm steckt noch ein zweiter

Der Leuchtturm von Texel ist ein bisschen anders als seine Brüder: Er hat keine weißen Ringe, war früher deutlich schlanker und stand mal ganze drei Kilometer von der Küste entfernt. Heute können Holland-Besucher seine wundersam-traurige Geschichte erkunden.

Am Ende der Sackgasse ragt er empor: 35 Meter hoch und knallrot lackiert. Alle zehn Sekunden zuckt sein Leuchtfeuer über die Nordsee. Die acht Häuser am Fuße des Leuchtturms sehen winzig aus. Willkommen auf der Westfriesen-Insel Texel. Der große rote Mann am Strand, der "Vuurtoren", wie ihn die Niederländer nennen, ist einer ihrer wichtigsten "Bewohner".

Zwei Lichtblitze in zehn Sekunden

Seit mehr als 150 Jahren bewahrt sein Licht Seefahrer vor der Katastrophe. Die weißen Blitze sind 29 Seemeilen weit zu sehen, mehr als 53 Kilometer. Bevor es den Turm gab, verunglückten hunderte Schiffe in den Gewässern vor der Wattenmeerinsel, liefen auf tückischen Sandbänken auf Grund.

Also musste ein Leuchtturm her. Doch schon damals mahlten die Mühlen der Bürokratie langsam. Der Turmbau wurde erst nach Jahrzehnten genehmigt. 1864 entstand der Leuchtturm auf Texels ehemaliger Nachbarinsel Eierland, deren Name noch aus einer Zeit stammt, da hier viele Vogeleier gefunden wurden. Im Zuge von Landgewinnungsmaßnahmen verschmolz sie nach und nach mit Texel. Anfangs lagen 3.000 Meter Wasser zwischen Küste und Leuchtturm.

Traumhafte Aussicht nach 153 Stufen

Doch 1945 ging auf Texel das Licht wieder aus! Bei Gefechten während des Georgieraufstandes am Ende des Zweiten Weltkriegs durchschlugen Geschosse die Wände des Turms, die Spitze mit dem Leuchtfeuer wurde zerstört. Weil die Auflagefläche eines Ersatzfeuers zu groß war, hatten die Arbeiter eine kuriose Idee: Sie verpassten dem alten Turm eine zweite Wand aus Backsteinen. Er wurde dicker - aber wegen der neuen Spitze auch acht Meter kleiner.

Heute können Besucher im 4. Stock zwischen beiden Wänden herumlaufen, die Einschusslöcher sehen. Bis zur Aussichtsbalustrade sind's 153 Stufen. Übrigens, wenn Sie oben stehen und die grandiose Nordseeaussicht genießen: Zwischen dem Leuchtturm und dem Nordpol liegt nichts als Meer …

Adresse Leuchtturm von Texel De Cocksdorp
Vuurtorenweg 184, 1795 LN De Cocksdorp

Öffnungszeiten Leuchtturm von Texel De Cocksdorp
16. Februar - 4. November:
täglich 10.00 - 17.00 Uhr
5. November - 15. Februar: Mittwoch, Samstag, Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr, in den Weihnachtsferien täglich

Texels einzigartige Natur(Niederlande)

Ein großer Teil von Texel besteht aus Naturgebieten mit besonderen Pflanzen und Tieren. Natur, die einzigartig ist in den Niederlanden oder sogar in Europa. So wie der Slufter, das einzige Gebiet in den Niederlanden, in dem das Meer seit jeher ungehindert einströmen kann. Oben an der Dünentreppe entfaltet sich eine wunderbare Landschaft, mit einer ungewöhnlichen Vegetation aus "salzliebenden" Pflanzen wie Strandflieder und Strandaster. Die Stille wird noch eindringlicher durch das Rauschen des Meeres im Hintergrund und vielen Vogelgeräuschen. Eine Wanderung im Slufter ist ein wahres Erlebnis.

Der Vogelreichtum von Texel ist weltberühmt. Kein Wunder, denn fast nirgendwo auf der Welt kommen derartig viele Vogelarten vor. Es sind wohl rund 300 Arten, von denen 100 auch auf der Insel brüten. So ist Texel der nördlichste Ort von Europa, an dem Löffler leben. Die eleganten weißen Vögel fühlen sich besonders heimisch auf der Insel, weil ihr größter Feind, der Fuchs, hier nicht vorkommt. Im Naturgebiet De Geul ist die größte Löfflerkolonie der Niederlande angesiedelt.

Texel ist auch reich an Tier- und Pflanzenarten. Im Rest der Niederlande sind wilde Orchideen sehr selten, aber in den Naturgebieten von Texel wachsen Millionen von ihnen. Man findet sie sogar an den Straßenrändern.

Auf Texel wohnen mehr Schafe als Menschen. Im Frühjahr sorgen Zehntausende von Lämmern in den Weiden für das ultimative Frühlingsgefühl. Die Schafställe sind asymmetrische Ställe. Sie stehen immer mit der schräg ablaufenden Hinterseite nach Südwesten, um Schutz gegen den Wind zu bieten.

Die hügelige Landschaft des Hoge Berg Gebietes ist in der Eiszeit entstanden. Gletscher hinterließen hier große Mengen an Erde und Findlingen. Auffällig sind die typischen Grassodenwälle und Schafställe, die es nur auf Texel gibt. Grassodenwälle sind aus Grassoden hergestellte Flächenabgrenzungen, die ein wenig an die englischen ‘hedges' erinnern. Sie wurden angelegt, da Gräben in dieser hügeligen Landschaft nicht zweckmäßig sind.

Das Wattenmeer ist das größte und eines der wichtigsten Naturgebiete von Westeuropa. Es bildet ein unverzichtbares Glied im weltweiten Ökosystem. Dieses einzigartige Gezeitengebiet ist voller Leben: Seehunde, Vögel, Fische, aber auch Bodenleben. Erleben Sie es bei einer Bootstour vom Hafen von Oudeschild aus oder - noch besser - gehen Sie mit Wattwandern!

Fährschiffe nach Texel(Niederlande)

Der Fährdienst TESO unterhält die Fährverbindung zwischen der Insel Texel und Den Helder. Auf der Bootsfahrt können Sie Ihren Kurzurlaub auf der Watteninsel Texel ganz entspannt beginnen. Es wird zu festen Zeiten alle 60 Minuten gefahren. Auf dem Boot finden Sie ein Buffet zum Essen und Trinken, einen Texel-Shop, verschiedene Sonnenterrassen und digitale Fahrinformationen.

Die TESO (N.V. Texels Eigen Stoomboot Onderneming) wurde 1907 gegründet und dient dazu, Passagiere zwischen Texel (Insel) und Den Helder zu transportieren.

Die Überfahrt zwischen Den Helder und Texel dauert ca. 20 Minuten und erfolgt nach festem Fahrplan. An Hauptreisetagen wird ein zusätzliches Boot eingesetzt. Der normale Fahrplan sieht wie folgt aus:

  • Ab Den Helder fährt stündlich 6.30 - 21.30 Uhr (jeweils zur halben Stunde) ein Boot ab.
  • Ab Texel fährt stündlich 6.00 - 21.00 Uhr (jeweils zur vollen Stunde) ein Boot ab.
  • An Sonn- und Feiertagen fährt die erste Fähre je nach Saison eine oder zwei Stunden später ab.

Angesichts der Kapazität und der vielen Abfahrten entstehen kaum Wartezeiten.

Von 1907 bis in die 1960er Jahre hinein wurde Oudeschild als Fährhafen benutzt. Heute dient Oudeschild fast ausschließlich noch als Fischereihafen und Anlegestelle für Privatboote. Um die Passagen zu verkürzen, entschloss man sich in den 1960er Jahren, an der Südspitze von Texel einen Fährhafen zu bauen. Seit den frühen 1960er Jahren legen die TESO-Schiffe fast ausschließlich in 't Horntje an.

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