Teylers Museum - Haarlem (Niederlande)

Schätze - im ältesten Museum Hollands

Wunderbar altmodisch, das uralte Teylers. Eine Hommage an einstige Entdeckungen und Erfindungen. An die Kunst, an den Fortschritt, an das Leben. Das kleine Museum hütet auf seine nostalgisch-würdevolle Art Schätze der Wissenschaft und Kunst. Und ist selbst wie aus einer anderen Welt: Seit der Eröffnung des Museums 1784 in Haarlem wurden die Gebäude nicht verändert.

Es riecht wunderbar nach alten Büchern. Nach Papier, Gilb, Vanille und Bohnermittel. Könnte gesammeltes Wissen ebenfalls riechen, der Besucher wäre mit Eintritt in das älteste Museum Hollands komplett eingenebelt. Rein geht's durch eine schwere Holztür und schon stehen die Gäste in einer runden Halle. Nur das Tageslicht fällt durch die Fenster der hohen Decke des Ovalen Saals, elektrisches Licht gibt es nicht - ein einmaliges Ambiente. Überhaupt, eine einmalige Ausstellung. Kein Entweder-Oder. Sondern Alles und noch mehr: Kunst und Wissenschaft, Bücher und Zeichnungen, Münzen und Fossilien, Mammutknochen und Seefahrerzeug. Skurril, zusammengewürfelt, wunderbar.

Liebhaberstücke aus einer anderen Welt

Es begann als Privatsammlung, Pieter Teyler van der Hulst war Tuchfabrikant und sammelte einfach alles, von Kunstgegenständen über Naturalien bis zu wissenschaftlichen Instrumenten. Entdeckungen, Fortschritt, das war seine Leidenschaft. Und er erlaubte Durchreisenden, alles zu besichtigen. Nach seinem Tod wurde das Werk als Stiftung zur Förderung von Kunst und Wissenschaft weitergeführt. Wer schon immer mal den größten elektrostatischen Generator des 18. Jahrhunderts sehen wollte - hier steht er. Der Buchgeruch entstammt historischen Werken über wahr gewordene oder geträumte Träume und Entdeckungen. Auch für Kunstliebhaber eine kleine Offenbarung: Das Museum beherbergt mehr als zehntausend Gemälde und 25.000 Drucke. Die Überraschung nach einer Reihe niederländischer Künstler - weltbekannte Werke von Rembrandt, Michelangelo, Raphael und Goltzius.

Die Sache mit dem Licht

Eine Sache sollte man vor dem Besuch wissen: Der Innenraum des Museums ist weltweit der einzig authentische aus dem 18. Jahrhundert. Und darin soll auch der Geist jener Zeit erhalten bleiben. Deswegen verzichtet das Museum auf elektrisches Licht. Wer trotzdem etwas sehen möchte, sollte gerade bei trübem Winterwetter frühzeitig kommen. Neben der Dauersammlung des Teylers gibt es auch interessante Wechselausstellungen, sowohl bei den Büchern als auch graphischen Sammlungen und Münzen.

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