Lelystad

2 Reisepakete
Karte
Karte anzeigen
Lelystad

Urlaub in Lelystad: Abschalten am IJsselmeer

In Lelystad können Sie Kultur, Erholung und Badespaß verbinden. Ob im Fashion Outlet oder auf einem Segelschiff aus dem 17. Jahrhundert: In der Hauptstadt von Flevoland, dem größten Landgewinnungsprojekt aller Zeiten, ist für alle etwas dabei.

Batavialand

Batavialand: Ahoi im Freilichtmuseum

Das Meer – für die Niederländer Quelle des Wohlstands, aber auch ärgster Feind. Das merkt man besonders hier, in der Provinz Flevoland, dem größten Landgewinnungsprojekt aller Zeiten. Das Freilichtmuseum Batavialand zeigt den Kampf mit dem Wasser um das wertvolle Land. Und sogar ein gesunkenes Schiff kann man betreten.

Flevoland hat eine wechselhafte Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes: 7.000 Jahre lang war das Gebiet mal bewohnbares Land, mal ein flaches Meer – bis die Niederländer im 20. Jahrhundert beim größten Landgewinnungsprojekt der Welt die Zuiderzee durch ein riesiges Netzwerk an Deichen, Poldern und Wasserpumpanlagen trockenlegten. Die Zuiderzeewerke gelten als eines der sieben Wunder der modernen Welt. Das Freilichtmuseum Batavialand in Lelystad, nahe Amsterdam, zeigt die spannende Geschichte der Region. Zum Beispiel mit einem Film über Cornelis Lely, Politiker und Ingenieur, der das Mammutprojekt schon im 19. Jahrhundert ins Rollen brachte. Der Film im Retrolook zeigt, wie die Nahrungsmittelknappheit im Ersten Weltkrieg und die Sturmflut von 1916 die Umsetzung der ehrgeizigen Pläne förderten. Auf der „Flevowand“, einer großen Installation, und an interaktiven Stationen können Sie die Geschichte hautnah erleben – natürlich auch auf Deutsch. Auch Funde aus dem Meer sind hier ausgestellt: Vasen, Kämme und Schmuck, die bei der Trockenlegung wieder ans Tageslicht kamen. Erst mal genug der Theorie? Dann geht es auf den Indoor-Wasserspielplatz, in die Schmiede oder nach draußen zur Werft.

Meuterei auf der „Batavia“

Am Anlegesteg finden Sie das Prunkstück des Museums: die VOC „Batavia“. Der Nachbau eines Segelschiffes der Niederländischen Ostindien-Kompanie (Vereenigde Oostindische Compagnie, abgekürzt VOC) liegt hier vor Anker, kann betreten und erforscht werden. Alles ist möglichst originalgetreu nachgebaut, und zwar genauso wie vor 400 Jahren. Bei einer Führung erfahren Sie nicht nur, wie das Schiff in mühevoller Handarbeit zwischen 1985 und 1995 entstand und welche Erkenntnisse man dabei über alte Handwerkskunst gewann. Auch die kurze, aber ereignisreiche Geschichte des „Ostindienfahrers“ wird erzählt. Der sank nämlich gleich auf seiner Jungfernfahrt 1629 vor der australischen Küste durch einen Navigationsfehler. Damit nicht genug: Die Überlebenden retteten sich auf eine Insel und eine Gruppe brach mit einem Beiboot nach Java auf – immerhin 1.500 Meilen entfernt. Es gelang, Hilfe zu holen, doch in der Zwischenzeit hatte ein Offizier der „Batavia“ unter den überlebenden Besatzungsmitgliedern und Passagieren eine Terrorherrschaft errichtet. Die Meuterer hatten Männer, Frauen und Kinder getötet, um sich an den Schätzen des Schiffes zu bereichern – eine gruselige Geschichte und eines Hollywoodfilms würdig. Doch die heutige „Batavia“ ist kein bisschen gruselig, sondern ein toller Spielplatz für alle Seefahrer und solche, die es mal werden wollen. Auf ans Deck, die Nase in den Wind – so macht der Museumsbesuch Spaß!

Adresse Batavialand
Oostvaardersdijk 01-09, 8242 PA Lelystad, Niederlande

Öffnungszeiten Batavialand
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

Batavia Stad Fashion Outlet - (Niederlande)

Ihr Shopping-Glück direkt am Meer

Über 250 Marken in 150 Geschäften, Pop-up-Stores und einzigartige Architektur – das Batavia Stad Outlet Center lässt Shoppingträume wahr werden. Nicht weit vom IJsselmeer entfernt liegt dieses hübsche Outlet Center in Lelystadt und bietet ein echtes Shopping-Erlebnis. Bei ausreichend Parkplätzen (3 Euro/Tag), Wlan und einem kostenlosen Gepäckservice macht das Einkaufen gleich doppelt Spaß. Die Auswahl ist groß: Neben Modemarken wie Hugo Boss, Scotch & Soda, Michael Kors und Tommy Hilfiger, finden Sie auch Schmuck, Schokolade und Küchengeräte. Die angenehme Überraschung kommt dann beim Bezahlen: 30 – 70 % Ermässigung sind drin.

Für eine Power-Pause besuchen Sie eines der Restaurants oder Cafés und stärken sich für den Rest des Tages. Auch Kinder haben ihren Spaß: Auf dem Spielplatz des Outlet Centers können sie sich auf dem Klettergerüst, der Rutsche und der Riesenschaukel richtig austoben.

Adresse Batavia Stad Fashion Outlet
Bataviaplein 60, 8242 PN Lelystad, Niederlande

Öffnungszeiten Batavia Stad Fashion Outlet
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

SchoklandNiederlande

Zwischen Land und Wasser: Schokland

Eine hölzerne Ufermauer mitten im Festland? Was ist denn da los? Willkommen auf Schokland! Die ehemalige niederländische Insel hat eine turbulente Geschichte hinter sich. Von ihrem Ursprung als sumpfiges Moorgebiet zur Insel, die vom Meer verschlungen wurde und später dank eines gigantischen Trockenlegungsprojekts wieder Teil des niederländischen Festlands wurde, bis zum UNESCO-Weltkulturerbe: Schokland hat einiges erlebt.

Aus der Vogelperspektive sind die Umrisse der ehemaligen Insel noch gut zu erkennen. Sie lag einmal in der Meeresbucht Zuiderzee (auf dem Gebiet des heutigen IJsselmeers). Doch Mitte des 19. Jahrhunderts mussten alle Bewohner aufs Festland umgesiedelt werden. Das Meer hatte der Insel über die Zeit so viel Land abgerungen, dass nur noch die drei Wohnhügel über dem Wasser lagen. Fast 100 Jahre später erblickte die Insel wieder Tageslicht. Im Rahmen der Zuiderzeewerke wurden Teile der Bucht durch den Bau massiver Deiche trockengelegt, um neues Land für die Landwirtschaft zu gewinnen. Auf einem dieser neuentstandenen Polder, dem Noordoostpolder, befindet sich Schokland: eine Insel auf dem Festland.

Archäologische Goldgrube

Die faszinierende Geschichte der ehemaligen Insel bringen Archäologen in 160 Ausgrabungsstätten ans Licht der Welt. Die ältesten Spuren menschlicher Siedlungen auf Schokland gehen bis in die Bronzezeit vor 12.000 Jahre zurück. Einer der spektakulärsten Funde sind prähistorische menschliche Fußabdrücke, die etwa 4.000 Jahre alt sind. Damals war Schokland allerdings noch keine Insel, sondern ein sumpfiges Moorgebiet. Erst als das Wasser in der Mitte des 15. Jahrhunderts große Teile des Gebietes überflutete, entstand die Insel. Seit der Trockenlegung des Polders erstreckt sich ein Flickenteppich aus kilometerlangen Feldern über das Gebiet. Diese neu entstandene Kulturlandschaft wurde 1995 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Auf den Spuren der Inselbewohner

Wer nun Lust bekommen hat, die Geschichte Schoklands selber zu erkunden, sollte unbedingt das Museum der ehemaligen Insel besuchen. Es befindet sich auf Middelbuurt, einem der drei Wohnhügel. In der Dauerausstellung kann man sich über die Geschichte des Gebietes informieren und alles über den Verfall und die Entstehung der Insel lernen. Und natürlich können auch die prähistorischen Fußabdrücke bewundert werden. Zum Museum gehört außerdem ein großer Außenbereich. Darauf befinden sich ehemalige Wohnstätten und Zisternen sowie die Kirche aus dem Jahr 1834, das einzige Gebäude aus Schoklands Inselzeit, das den Fluten trotzte. Wer den kleinen Hang neben der Kirche hinunterschlendert, kann die hölzerne Ufermauer aus nächster Nähe besichtigen. Auch wenn sie heute umrundet von Landmassen überflüssig wirkt, steht sie dennoch als Symbol für den immerwährenden Kampf der Niederlande mit dem Wasser.

Adresse Museum Schokland
Middelbuurt 3, 8319 AB Schokland, Niederlande

Öffnungszeiten Museum Schokland
Dienstag - Sonntag 11.00 - 17.00 Uhr (außer Weihnachten und Neujahr), in den niederländischen Schulferien Montag - Sonntag 11.00 - 17.00 Uhr

Zu den Angeboten

Reisepakete werden geladen