Vrchlabí im Sommer - Riesengebirge (Tschechien)

Die erste und nördlichste Stadt an der Elbe, Vrchlabí (deutsch: Hohenelbe), wird als Tor in das geheimnisvolle Reich Rübezahls bezeichnet. Sie liegt im Tal der oberen Elbe, in ca. 500 Metern Höhe und der nächstgelegene "Riese" ist der Berg Zalí mit seinem 1.019 Metern.

In den historischen Eintragungen wird das Dorf Vrchlabí zum ersten Mal im Jahre 1359 erwähnt, als es Wladyka Hasek gehörte. Da diese Gegend reich an verschiedenen Erzsorten und Edelsteinen war, gehörten zu den ersten Bewohnern meistens Familien von Kumpeln, die in den Gruben arbeiteten. Zum nächsten bedeutsamen Herrscher von Vrchlabí wurde Christoph von Gendorf im Jahr 1533. Er ließ hier das größte und modernste Eisenhüttenwerk in Böhmen erbauen. Am 6. Oktober des gleichen Jahres wurde Vrchlabí zur Stadt erhoben.

Heute leben in der idyllischen Bergstadt an der Elbe etwa 13.500 Einwohner, die auf ihre Heimatstadt durchaus stolz sein dürfen. Wirklich sehenswert ist das Renaissanceschloss mit herrlicher Parkanlage, dessen Bau 1546 Christoph von Gendorf im Auftrag gab. Ursprünglich umgab das Schloss ein 12 Meter breiter Wassergraben mit drei Brücken. 1865 wurde er abgebaut und ein Teich in die neu vergrößerte Parkanlage eingeplant. Diese Form des romantischen Schlossparks genießen die Besucher auch heute noch. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das 1705 gegründete Augustinerkloster im Barockstil, in dem sich heute ein Teil der Exposition des Riesengebirgs-Museums befindet. Ein anderer Teil des Museums fand seinen Platz in einem der ältesten Häuser der Stadt (1623), am Marktplatz von Vrchlabí. Nicht zu übersehen ist auch die gegenüberstehende Laurentiuskirche mit ihrem 60 Meter hohen Turm, die 1889 an Stelle der gotischen Kirche aus dem 14. Jahrhundert gebaut wurde.

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