Tauplitz

Was macht die Tauplitzalm so besonders?

Die Tauplitzalm im österreichischen Salzkammergut gehört zu den beeindruckendsten Naturlandschaften der Alpen. Auf knapp 1.700 Metern Höhe liegt das größte Seenhochplateau Mitteleuropas – ein weites, sanftes Hochplateau im Toten Gebirge, das sechs kristallklare Bergseen beherbergt und Besuchern ganzjährig unvergessliche Erlebnisse bietet. Ob Wandern durch saftige Almwiesen, Radfahren auf gut ausgebauten Wegen, Schwimmen in glasklarem Wasser oder Skifahren im Winter – die Tauplitzalm ist ein Ort, der alle Jahreszeiten mit Würde trägt.

Die Seen der Tauplitzalm – Trinkwasserqualität auf dem Hochplateau

Was die Tauplitzalm von anderen Almgebieten unterscheidet, ist ihr außergewöhnlicher Seenreichtum. Sechs natürliche Bergseen liegen eingebettet zwischen den sanften Almhügeln – darunter der Steirersee, der Schwarzensee und der Größtensee. Das Wasser dieser Seen ist so rein, dass es offiziell die Kriterien für Trinkwasser erfüllt. Um diese Qualität dauerhaft zu sichern, sind alle Hütten und Gebäude auf der Alm an die Kanalisation im Tal angeschlossen.

Im Sommer laden die Seen zum Baden ein – das Wasser ist zwar frisch, aber an heißen Tagen erfrischend kühl. Rund um die Seen verlaufen gut markierte Spazierwege, die auch für Familien mit Kinderwagen oder ältere Gäste problemlos begehbar sind. Am Ufer des Steirersees gibt es Liegewiesen, sodass ein entspannter Sommertag am See problemlos möglich ist.

Überblick: Die Seen der Tauplitzalm

  • Steirersee – der größte und bekannteste See, ideal zum Baden und Entspannen
  • Größtensee – ruhig gelegen, beliebt bei Anglern und Naturfreunden
  • Schwarzensee – dunkles Wasser durch Mooreinflüsse, mystische Atmosphäre
  • Taubensee – kleiner, naturbelassener Bergsee abseits der Hauptwege
  • Hochmölbingsee – abgelegen auf 1.740 Metern, für Wanderer ein besonderes Ziel
  • Wildensee – malerisch zwischen Felsen eingebettet, kaum besucht

Wandern, Radfahren und Schwimmen auf der Tauplitzalm

Eines der großen Pluspunkte der Tauplitzalm ist ihr weitgehend flaches Plateau. Das macht die Alm nicht nur für geübte Bergwanderer interessant, sondern auch für Familien, Genusswanderer und Radfahrer, die keinen extremen Anstieg suchen. Die Wege sind gut ausgeschildert, die Landschaft weit und offen – und der Blick auf den Grimming, den höchsten freistehenden Berg der Steiermark, begleitet einen auf nahezu jedem Schritt.

AktivitätGeeignet fürSaison
Wandern auf dem AlmrundwegFamilien, Senioren, EinsteigerMai – Oktober
Mountainbiken auf dem AlmplateauSportliche, JugendlicheJuni – September
Baden im SteirerseeAlle AltersgruppenJuli – August
Klettern am Toten GebirgeErfahrene KlettererJuni – Oktober
Langlaufen & SkifahrenWintersportlerDezember – März
Almspaziergang und EinkehrAlleGanzjährig

Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, findet auf dem Almplateau ideale Verhältnisse: gut ausgebaute Wege, kaum Steigungen und traumhafte Aussichten. Für ambitionierte Mountainbiker gibt es darüber hinaus anspruchsvollere Trails am Rand des Plateaus, die das Tote Gebirge erkundbar machen.

Familien mit Kindern – ein echtes Alm-Abenteuer

Besonders beliebt ist die Tauplitzalm bei Familien mit Kindern. Das flache Gelände und die überschaubaren Entfernungen machen Ausflüge auf die Alm auch mit Kleinkindern stressfrei. Der Steirersee ist für das Planschen gut geeignet, und der charmante Bummelzug verbindet die wichtigsten Punkte auf dem Plateau – ideal für kleinere Kinder oder wer einmal die Beine schonen möchte. Almtiere, die frei auf den Wiesen grasen, sorgen für strahlende Kinderaugen.

In den umliegenden Almgasthöfen wartet echte steirische Küche: Kasspatzln, Almsuppe und frische Buttermilch – nach einem Spaziergang über die Alm schmeckt das noch einmal so gut. Die meisten Hütten haben kindgerechte Gerichte auf der Karte und sind für Familien ausdrücklich willkommen.

Skifahren und Langlaufen: Winter auf der Tauplitzalm

Die Geschichte des Wintertourismus auf der Tauplitzalm reicht weit zurück: Bereits 1936 wurde der erste Schlepplift gebaut – einer der frühesten in der Steiermark. Heute ist die Tauplitzalm ein kompaktes Skigebiet mit überschaubaren Pisten, das besonders für Familien und Einsteiger geeignet ist. Die Schneesicherheit ist durch die Höhenlage von rund 1.700 Metern gut, und die Anreise über den Sessellift von Tauplitz macht das Skigebiet auch ohne Auto auf der Alm erreichbar.

Besonders erwähnenswert ist das Langlaufangebot: Die weiten, flachen Almwiesen machen die Tauplitzalm zu einem hervorragenden Langlaufgebiet. Kein Wunder, dass hier Spitzenlanglaufmannschaften aus aller Welt trainieren. Das Loipennetz ist gut ausgebaut und bietet Strecken für alle Leistungsstufen – vom entspannten Sonntagsläufer bis zum ambitionierten Wettkampfathleten.

Wer auch abseits der Pisten und Loipen aktiv sein möchte, findet in der Umgebung ausgedehnte Schneeschuhwanderwege sowie geführte Wintertouren durchs Tote Gebirge.

Wie kommt man zur Tauplitzalm?

Die Tauplitzalm ist auf zwei klassischen Wegen erreichbar:

  • Per Sessellift ab Tauplitz: Die 4er-Sesselbahn Tauplitz I+II verbindet den Ort direkt mit der Alm. Die Fahrtzeit beträgt rund 25 Minuten – und die Fahrt selbst, auf dem historisch bedeutsamen Sessellift, ist bereits ein kleines Abenteuer. Früher galt er als längster Sessellift der Welt.
  • Mit dem Auto ab Bad Mitterndorf: Die rund zehn Kilometer lange Tauplitzalm-Alpenstraße führt von Bad Mitterndorf direkt auf das Hochplateau. Die Straße ist mautpflichtig und bietet atemberaubende Ausblicke auf das Ausseerland und das Tote Gebirge.

Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Bad Mitterndorf-Tauplitz an der Salzkammergut-Bahn (Stainachbahn). Von dort bestehen Busverbindungen in den Ort Tauplitz. Wer aus Graz oder Salzburg mit dem Auto anreist, sollte für die Fahrt ins Ausseerland etwa zwei bis zweieinhalb Stunden einplanen.

Wann ist die beste Reisezeit für Tauplitz?

Die beste Reisezeit hängt davon ab, was man auf der Tauplitzalm erleben möchte. Grundsätzlich ist die Alm ganzjährig zugänglich und zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert:

  • Frühling (Mai/Juni): Die Alm erwacht nach dem Winter – Almrosen blühen, Wanderwege öffnen sich, und man hat die Natur nahezu für sich allein. Ideal für ruhige, ursprüngliche Erlebnisse.
  • Sommer (Juli/August): Hochsaison mit allen Aktivitäten: Wandern, Radfahren, Baden in den Seen, Einkehr in den Almgasthöfen. Lebhafter, aber nie überlaufen – die Alm bleibt entspannt.
  • Herbst (September/Oktober): Goldenes Licht über den Almen, kühle Luft, kaum Touristen. Perfekt für Wanderer, die die Stille der Berge suchen und farbenprächtiges Herbstlaub schätzen.
  • Winter (Dezember–März): Skifahren, Langlaufen und Schneeschuhwandern. Schneesicher durch die Höhenlage, familiäres Ski-Ambiente ohne Massentourismus.

Wer die Kombination aus warmen Temperaturen und geringen Menschenmassen schätzt, liegt mit einem Besuch im frühen September goldrichtig – das Wasser der Seen ist noch angenehm, und die herbstliche Stimmung macht die Alm besonders stimmungsvoll.

FAQ: Häufige Fragen zur Tauplitzalm

Wie hoch liegt die Tauplitzalm?
Die Tauplitzalm liegt auf rund 1.650 bis 1.900 Metern Höhe im Toten Gebirge in der Steiermark – das macht sie zu einer der höchstgelegenen Almlandschaften im österreichischen Salzkammergut.
Ist die Tauplitzalm ganzjährig geöffnet?
Die Alm selbst ist ganzjährig zugänglich. Die Bergbahn von Tauplitz hat saisonbedingte Betriebspausen – aktuelle Öffnungszeiten sind beim Tourismusbüro Tauplitz erhältlich.
Kann man auf der Tauplitzalm schwimmen?
Ja! Der Steirersee und einige weitere der sechs natürlichen Seen auf der Tauplitzalm eignen sich im Sommer zum Baden. Das Wasser hat Trinkwasserqualität.
Gibt es Parkplätze auf der Tauplitzalm?
Ja, über die mautpflichtige Tauplitzalm-Alpenstraße ab Bad Mitterndorf ist die Alm mit dem Auto erreichbar. Parkplätze sind direkt auf dem Plateau vorhanden.

Geheimtipp: Der Wildensee – abseits der ausgetretenen Pfade

Während die meisten Besucher den Steirersee ansteuern, lohnt sich ein Abstecher zum Wildensee – dem fernsten und am wenigsten besuchten der sechs Seen auf der Tauplitzalm. Er liegt malerisch zwischen Felsen eingebettet, der Weg dorthin führt durch stille Almwiesen und bietet immer wieder atemberaubende Ausblicke auf das Tote Gebirge. Tiere begegnet man hier häufiger als Menschen: Murmeltiere, Gämsen und in der Dämmerung gelegentlich Hirsche sind keine Seltenheit.

Wer den Wildensee besucht, sollte ausreichend Zeit einplanen – der Weg ist einfach, aber der See lädt zum Verweilen ein. Packen Sie Proviant ein und verbringen Sie dort eine ruhige Mittagsstunde mit Blick auf die Bergwelt. Das ist die Tauplitzalm, die kaum jemand kennt – und die genau deshalb so besonders ist.

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