Sächsisches Elbland

Der Begriff "Sächsisches Elbland" wurde eigentlich erst in jüngster Zeit erfunden und die Grenzen sind nur grob abgesteckt. Aber eines ist sicher: Hier finden Sie einige der schönsten Flecken Deutschlands. Von Heidenau über Dresden bis hin nach Torgau erstreckt es sich. Malerisch mit viel Wein und Weisheit, Kunst und Kultur. Die prominentesen Städte in diesem Gebiet sind Dresden, Meißen, Riesa und Torgau. Fahrradtouren auf dem Elberadweg entlang der sonnigen Weinhänge sind ein Hochgenuss. Eine Landschaft so faszinierend und inspirierend, dass Schriftsteller und Maler seit eh und je in den Bann gezogen sind. Hier weitere Highlights - selbstverständlich eine unvollständige Liste.

Nudelcenter und Nudelmuseum Riesa: Riesaer Nudeln kennt hier jedes Kind. Beliebt - und das nicht nur nicht nur bei kleinen Pasta-Schleckermäulchen - ist ein Besuch der Gläsernen Produktion. Schauen Sie, wie Spaghetti und Co. gefertigt werden und erfahren Sie Wissenswertes zum historischen Werdegang der leckeren Teigware. Ein Schlaraffenland für Nudelfans ist in jedem Fall das Nudelkontor mit über 100 verschiedenen Nudelsorten, vielen Saucen und Gewürzen. Doch ohne Verkostung wäre der ganze Besuch ja geradezu skandalös. Deshalb unbedingt noch ins Nudelrestaurant "Makkaroni"!

Karl May Museum Radebeul: Er ist einfach der Größte, der meistgelesene Autor in deutscher Sprache - Karl May. Seine Bücher wurden in 40 Sprachen übersetzt, lieferten Stoff für über 30 Kino- und TV-Spielfilme. Und wer kennt sie nicht - Winnetou und Old Shatterhand, Helden und Vorbilder mehrerer Generationen. Gelebt und gewirkt hat Karl May in Radebeul. In der Villa Bärenfett, einem urigen Blockhaus, stehen Sie leibhaftigen Indianern vom Stamme der Sioux oder der Irokese gegenüber. Im benachbarten Wohnhaus sind unter anderem Karl Mays Arbeitszimmer und Bibliothek mit ihrem originalem Mobilar zu besichtigen.

Moritzburger Teichgebiet: Dem Weitblick von Herzog Georg dem Bärtigen und dem Haus Wettin ist es zu verdanken, dass um 1500 der sumpfige Friedewald durch das Anlegen eines Systems von Teichen trockengelegt wurde. Moritzburg mit seinen umliegenden Teichen ist eines der reizvollsten Ausflugsziele rings um Dresden. Das barocke Jagdschloss, bekannt aus dem Film "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", bildet den Mittelpunkt dieser Teichlandschaft. Hinter der Schlossanlage erstreckt sich der artenreiche Friedewald. Mitten durch diese herrliche Teichlandschaft verläuft die Strecke der romantischen alten Schmalspurbahn, liebevoll "Lössnitzdackel" genannt.

Rabenauer Grund: Wild-romantisch ist er. Der Maler Ludwig Richter, der oft und gern den Rabenauer Grund besuchte, hielt 1840 das "Nadelöhr", einen engen Felstunnel in einem kleinen Ölbild fest.Wandern Sie entlang der Roten Weißeritz, vorbei an sagenhaften Plätzen. Vielleicht huscht ein seltener Waldbewohner über den Weg. Lassen Sie sich, wie einst schon Heinrich von Kleist, Heinrich Cotta, Ludwig Richter oder F. W. Wegener in den Bann des baum- und kräuterartenreichen Naturschutzgebietes ziehen. Übrigens: Seit dem 16. Jahrhundert stellten die Einwohner der Stadt Rabenau Truhen, Hocker und Stühle her. Diese Tradition ist noch bis heute erhalten geblieben, wobei viele Exponate verschiedener Stilepochen im Stuhlbaumuseum besichtigt werden können. Noch ein Tipp: Machen Sie einen Ausflug mit der Weisseritztalbahn. Schmalspurromantik pur!

Sächsischer Wein: Eine Rarität! Nur 0,2 Prozent der deutschen Weine stammen aus dem Sächsischen Elbland. Sie reifen auf steilen Terassen, wie am Radebeuler Goldenen Wagen, im Königlichen Weinberg in Pillnitz oder auf dem Meißner Kapitelberg. Mit 470 Hektar bestockter Rebfläche ist das sächsische Weinanbaugebiet eines der kleinsten unter den dreizehn deutschen Weinanbaugebieten. Knapp 3.400 Winzer geben alles, damit auf den insgesamt 17 sächsischen Einzellagen wunderbarer Müller-Thurgau, Riesling und Weißburgunder gedeiht. Doch es gibt natürlich auch hier viel mehr Sortimentsbreite. Der fruchtbare Boden des Elbtals bringt 48 verschiedene Rebsorten hervor. Ca. 85% aller sächsichen Rebsorten sind weiß und "nur" etwa 15% rot. Unter diesen Raritäten befinden sich unter anderem Rebsorten wie Grauburgunder, Traminer, Spätburgunder und Dornfelder.

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