Ötztaler Brauhaus Tirol

Ötztaler Brauhaus: Monsieur Allombert und seine Biere

Derweil die Deutschen immer weniger Bier trinken, schmeckt's den Österreichern immer besser: Sie sind Vizeweltmeister im Pro-Kopf-Verbrauch, Weltmeister bei den Biersommeliers und haben eine der höchsten Brauereidichten weltweit. Platz für kreative Gründer bleibt dennoch. In Umhausen (Tirol) betreibt ein Elsässer Spitzenkoch erfolgreich die erste Ötztaler Brauerei. Echtes Bio-Bier!

Mit Yannick Allombert möchte man gern mal einen Abend verbringen. Der gebürtige Straßburger könnte Weltenbummler-Geschichten erzählen. Vom Militärdienst, der ihn nach Jugoslawien, Zentralafrika und Beirut versetzte. Von seiner Lehre als Koch und dass er mit 28 Jahren Ostdeutschlands jüngster Küchenchef eines Hotels wurde. Und dass er schon bei der Romy-Verleihung in Wien kochte - was in der Alpenrepublik einem Ritterschlag gleichkommt. Ja, Monsieur Allombert ist ein tüchtiger Mann. Keiner, der auffällig laut ist, aber mit unbändiger Leidenschaft für seinen Beruf. Und weil ihn Essen in allen Facetten begeistert, hängte er noch Zusatzausbildungen zum Fleischer, Bäcker und Konditor dran. Bier war ein Hobby - doch das sollte sich ändern.

Echtes Handarbeits-Bier seit 2014

Zum 40. Geburtstag erfüllt sich der Gastronom einen Lebenstraum: die Eröffnung einer eigenen Bierbrauerei. Das Besondere: Die Ötztaler Bier Manufaktur kreiert Biersorten aus nachhaltig regionalem Anbau. Es steckt über ein Jahrzehnt Entwicklungsarbeit darin, Allombert tüftelte mit Tiroler Urgerste, Ötztaler Wildhopfen und lokalem Gletscherwasser. Dabei setzt der Brauer gern auf Rohstoffe des Ötztales – wie Honig, Äpfeln oder Granten (Preiselbeeren). Sämtliche Sorten werden durch Flaschengärung mit Hefebodensatz händisch hergestellt. Auf Filtration, Pasteurisierung oder andere Wärmebehandlung verzichtet die Firma komplett – dem besseren Geschmack zuliebe. Der Erfolg kommt nicht nur von einer Top-Qualität, auch das moderne Design, Marketing und die Namenskreationen sind eine Klasse für sich . Ob Sie der „Dunklen Fee“ zusprechen oder „Die Gnädige“ vorziehen, entscheidet sich spätestens bei einer der beliebten Brauereiführungen.

Brauerei, Wirtshaus, Hotel

Es ist mittlerweile ein stattliches Dreisäulen-Projekt geworden: Die visionären Gastronomen brauen, kochen, bewirten und beherbergen. Seit 2017 gibt es das Braustüberl, in dem regionale Köstlichkeiten wie Rippele vom Alpenschwein oder Schlutzkrapfen serviert werden. Absolutes No-Go: künstliche Aromen und Glutamate. Nach den deftigen Bauchfüllungen und Bierpröbchen sind es nur 100 Meter zum selbst betriebenen Aparthotel Ambiente. Hier können Sie sich dann am schönsten Betthupf überhaupt sattsehen: der prächtigen Ötztaler Bergwelt.   

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