Landgestüt Moritzburg

Das Landgestüt Moritzburg ist das Landgestüt der Länder Sachsen und Thüringen. Es dient der Hengstzucht und Durchführung von Hengst- und Stutenprüfungen. Hauptaufgabe des Landgestüts ist die Bereitstellung von Landbeschälern (Deckhengsten) für die beiden Freistaaten. In Moritzburg kommen auf den Deckstationen die Rassen Englisches Vollblut, Trakehner, Warmblut, Schweres Warmblut, Kaltblut, Deutsches Reitpony und Haflinger zum Einsatz.

Die Ursprünge des Gestütes gehen auf die Jagdleidenschaft August des Starken (1670-1733) und den durch ihn veranlassten Umbau des Schlosses zum Jagdschloss zurück. Mit der Pferdezucht wurde 1828 in den nunmehr königlichen Jagdstallungen begonnen.

Durch die jährlich abgehaltenen Hengstparaden ist die Anlage auch ein touristischer Anziehungspunkt. Die Moritzburger Hengstparaden, die von mehr als 30.000 Zuschauern besucht werden, wenden sich an drei aufeinander folgenden Septemberwochenenden an Fachpublikum und Schaulustige gleichermaßen. Schauplatz der Darbietungen ist heute der große Hengstparadeplatz, umgeben von Tribünen mit ca. 10.000 Sitzplätzen. Alle Beschäler werden in einem abwechslungsreichen Programm gezeigt, wobei neben wichtigen Informationen für die Züchter auch der pferdebegeisterte Laie an temperamentvollen und historischen Schaubildern seine Freude und Entspannung findet.

So erfolgt zunächst die traditionelle Eröffnung mit dem berittenen Fanfarenzug und dem Kesselpauker, anschließend die Vorstellung von Beschälern an der Hand sowie den Schweren Warmblütern in verschiedenen Anspannungen. Aufsehen erregend sind auch die Vorführungen mit großen Mehrspännern, die Darstellung von historischen Begebenheiten, die Springprüfung und waghalsige Kosakenreiterei, die große Dressurquadrille mit 25 Warmblütern und als Abschluss die 16-spännige Postkutsche. Die Hengstparaden stellen somit die wichtigsten Veranstaltungen der Sächsischen Gestütsverwaltung für die Öffentlichkeit dar.

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