Ausgehen in Mailand

Mailands Nachtleben folgt seinen eigenen Regeln - und läuft damit Rom den Rang ab. Mailand ist Metropole für Studenten, Industrie, Medien und Touristen. Mailand zieht viele Menschen an. Klar, dass das Ausgehen in dieser Stadt besondere Reize hat.

Das Nachtleben: Die Abende beginnt man mit dem Passegiata, so nennen die Italiener das Flanieren in den Straßen. Sehen und gesehen werden ist hier das Sprichwort, je schicker desto besser. Stets eignen sich hier die Galleria Vittorio Emmanuele II. und die Fußgängerzonen der Innenstadt entlang der Via Dante. Anders als im restlichen Italien gibt es in Mailand nicht nur gute italienische Trattorien und Pizzerien, sondern auch eine Fülle an ausländischen Lokalen: asiatische, griechische, texanisch-mexikanische, spanische und thailändische und viele mehr.

Um bella figura (bedeutet, dass man weiß, was abläuft) zu sein, suchen die Mailand-Kenner zwei oder drei verschiedene Lokale über den Abend verteilt auf und zeigen gerne ihr gesellschaftliches Know-how. Viele gute Bars und Cafes findet man im Bezirk Navigli, in der Nähe der Kanäle im Südwesten der Stadt, bis zur Porta Ticinese. Nördlich des Doms, in der Gegend rund um die Brera-Gemäldegalerie, befinden sich in vielen Boutiquen angenehme Cafes, aber auch Restaurants und Clubs. Die meisten Bars und Restaurants sind bis spät geöffnet (1.00 Uhr), anschließend geht es in einen der bis 4.00 Uhr geöffneten Clubs.

Die Bars: In Mailand sollte man unbedingt dem Grand Cafe Fashion, Porta Ticinese, Ecke Via Vetere, einen Besuch abstatten, dessen Bar in der ersten Etage zieht vor allem die Schönen und Reichen der Stadt an. Ein guter Ausgangspunkt, um die Bars des Bezirks Navigli zu erkunden, ist die Magellano-Music Bar, Ripa di Porta Ticinese 23. Das Cafe L'Atlantique, Viale Umbria 42, ist ein guter Ort, um Pizza zu essen und gleichzeitig unter Palmwedeln sitzend einen Cocktail zu schlürfen. Zwanglos ein paar Gläser besten italienischen Weins trinken kann man sehr gut im Il Divino, Via Filippino Lippi 2, und einen Campari mit Soda beim Rabarbaro Zucca im Caffe Zucca in der Galleria (dies hieß früher Il Camparino und ist die Bar, in welcher der berühmte Aperitif kreiert wurde). Die neueste angesagte Bar ist die hundert Jahre alte Pasticceria Ricci, Piazza della Repubblica 27. In dieser regelmäßig von Boy George besuchten Bar wird tagsüber Kuchen und Gebäck serviert, nachts gibt es hier. . .

Die Clubs: Wie in jeder Metropole sind In-Clubs ganz schnell auch mal wieder out. Immer etwas los ist in der früheren Fabrikgegend in der Nähe der Via Savona in Porto Genova. Die Bugatti Bar, Via Gaspare 7, gehört Fabrizio Ferri, der Club Palestra Industria unter der gleichen Adresse seiner Frau. Etablierten ist auch das "Gimmis", Via Cellini 2 – hier wird Pop für die breite Masse gespielt. Ähnlich ist das Hollywood, Corso Como 15, allerdings sind die Gäste etwas glamouröser. Das Pow Wow, Viale Ortles 62, in der Gegend Bocconi, ist der einzige Club, für den kein Eintritt verlangt wird; dort kann man auch mexikanisch und italienisch essen, bevor man auf den beiden Tanzflächen zu Funk und Hip Hop tanzt. Näher an der Porta Romana liegt das Rolling Stone, Corso XXII Marzo 32, der Rock-Tempel von Mailand, wo Gruppen häufig live spielen. Fans der italienischen House-Musik sind samstags gut im New Parco delle Rose aufgehoben (Via Fabio Massimo 36), wo es offene und überdachte Bereiche gibt, in denen diverse Musikrichtungen gespielt werden. Zu den großen Clubs (bis zu 2000 Personen) gehören das Propaganda, Via Castelbarco 11, und das Alcatraz, Via Valtellina 25, das sich in einem renovierten Fabrikgebäude befindet, in dem es zwei Tanzflächen, zwei Bühnen, drei Bars und eine Kneipe gibt.Tanzflächen, zwei Bühnen, drei Bars und eine Kneipe gibt.

Foto: Pixelio, Mihai-Bogdan Lazar

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