Asisi Panometer Dresden

Lage, Anfahrt

Das Panometer Dresden finden Sie in der Gasanstaltstraße 8b in Dresden-Reick. Zu erreichen ist es mit den S-Bahn-Linien S 1 und S 2 (bis Bahnhof Dresden-Reick), mit der Buslinie 74 (bis Nätherstraße) oder mit den Straßenbahn-Linien 1 und 2 (bis Liebstädter Straße). Für PKW stehen ausreichend kostenfreie Parkplätze gegenüber dem Eingang zur Verfügung.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise

Geöffnet: Mo. - Fr. 10.00 - 17.00, Sa./So./Fei. 10.00 - 18.00
Eintritt: Erwachsene 11,50 Euro, ermäßigt 10,- Euro, Kinder (6 - 14 Jahre) 6,- Euro, Kinder unter 6 Jahren frei

Dresden - Mythos der barocken Residenzstadt

Prächtige Palais, stattliche Bürgerhäuser, imposante Kirchen und Schlösser - eingebettet in das malerische Elbtal begründete diese Pracht den Mythos vom barocken Kunstwerk Dresden. Im Panometer Dresden lassen sich die Ursprünge dieses Mythos nacherleben. "Dresden - Mythos der barocken Residenzstadt " heißt es ab dem 1. Dezember, die alte Ausstellung "Dresden 1756" wurde ganz neu überarbeitet. Der Berliner Architekt und Künstler Yadegar Asisi lässt Sie in seiner fantastischen 360-Grad-Welt in das Augusteische Zeitalter zwischen 1695 und 1760 eintauchen und zeigt neue Szenen mit historisch belegbaren Bewohnern und Besuchern, z. B. Zar Peter I., Gräfin Cosel, Johann Sebastian Bach, Hofnarr Peter Fröhlich oder "Porzellanentdecker" Böttger.

Im Maßstab 1:1 zeigt das Panorama Dresden im 18. Jahrhundert an einem herrlichen Sommertag. Als Inspiration dienten Asisi die berühmten Dresdner Veduten des Malers Bernardo Bellotto, besser unter Canaletto bekannt. Für die Besucher des Panometers ist eine zwölf Meter hohe Plattform in der Mitte des Rundbilds installiert, wobei sich der Betrachter gedanklich auf dem Turm der Katholischen Hofkirche befindet und den Blick schweifen lässt: vom Schloss über den Neustädter Markt zur Augustusbrücke, weiter zur Brühlschen Terrasse und schließlich zur Frauenkirche, Kreuzkirche und Altmarkt. Man kann die Stadt aber nicht nur sehen, sondern auch hören. Stimmengewirr von Flaneuren und Händlern, vorbeifahrende Kutschen, hämmernde Handwerker oder Nachtwächterrufe werden eingespielt. Sobald sich das Panorama verdunkelt und die Nacht über Dresden bricht, erklingt die eigens für »1756 Dresden« komponierte Musik von Eric Babak. Neu sind unter anderem Szenen mit historisch belegbaren Anekdoten wie dem Aufenthalt des Nashorns Clara 1747 in Dresden oder der Hinrichtung des Lips Tullian und seiner Räuberbande 1715. In der spannenden Begleitausstellung sehen Sie obendrein Skizzen Asisis aus der Vorbereitungsphase, die originale große Glocke des Neustädter Rathauses oder eine Flohfalle aus Elfenbein aus dem 18. Jahrhundert.

Dresden 1945 - Tragik und Hoffnung einer europäischen Stadt

Dresden 1945 wird ab Jahresbeginn 2015 jährlich für ein Vierteljahr gezeigt, um dann wieder Raum für das Panorama der Barockstadt zu geben. Dresden 1945 zeigt das zerstörte Dresden nach den Bombenangriffen 1945. Der Standpunkt des Betrachters befindet sich auf dem nicht zerstörten Rathausturm. Von dort erschließen sich die Ausmaße der Zerstörungen der Elbmetropole in der Schneelandschaft des Februar 1945.

Für Yadegar Asisi symbolisiert Dresden Tragik und Hoffnung einer europäischen Stadt. Das Panorama wird daher nicht allein die Tragödie von Dresden thematisieren, sondern auf die Wechselwirkung im komplexen Verlauf der Geschichte hinweisen. Letztlich steht Dresden in einer Reihe von zerstörten Städten des 2. Weltkriegs: Neben zig deutschen Städten waren nach deutschen Angriffen z.B. Rotterdam, Coventry, Stalingrad oder Warschau zerstört. Zugleich ist Dresden für Asisi ein wegweisendes Beispiel für den Wiederaufbau der Stadt zu DDR-Zeiten und nach der Wende. Die Stadt verkörpert für ihn unbändigen Lebenswillen und steht für den immerwährenden Aspekt der Hoffnung. Die Entwicklung vom Barock bis hin zum Nationalsozialismus und den Phasen des Wiederaufbaus wird multimedial präsentiert.

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