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Allgäuer Käsestraße
Was macht die Allgäuer Käsestraße so besonders?
Die Allgäuer Käsestraße verbindet auf über 220 Kilometern die schönsten Sennereien und Käsereien des Westallgäus miteinander – immer entlang des Mottos „Von den Alpen bis zum Bodensee". Was diese Genussroute so besonders macht, ist die Verbindung aus handwerklicher Tradition, ursprünglicher Voralpenlandschaft und echter Gastfreundschaft der Einheimischen. Hier kauft man keinen Käse im Supermarkt – hier schaut man den Sennern bei der Arbeit zu, probiert frischen Bergkäse direkt nach der Herstellung und lernt, warum das Westallgäu zu den bedeutendsten Käseregionen Deutschlands zählt.
Rund 20 Sennereien und Käsereien reihen sich entlang der Route aneinander. Alle bieten Direktverkauf, viele ermöglichen Führungen und Verkostungen – und einige haben sogar eine Käseschule, in der sich Interessierte selbst an der Herstellung versuchen können. Eine Reise entlang der Allgäuer Käsestraße ist kein reiner Einkaufsausflug, sondern ein Erlebnis für alle Sinne.
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Die Route der Allgäuer Käsestraße
Die Allgäuer Käsestraße verläuft im Westallgäu, einem Teil Bayerns zwischen den Ausläufern der Alpen und dem Bodensee. Die Route verbindet die Hauptorte Oberstaufen, Scheidegg, Lindau, Wangen im Allgäu und Isny – dazwischen liegen zahlreiche kleine Dörfer mit ihren charakteristischen Sennereien.
Die Käsestraße ist keine starre Einbahnstraße: Wer möchte, fährt einzelne Etappen gezielt an oder radelt die gesamte Runde an einem verlängerten Wochenende ab. Gut ausgeschilderte Wanderwege führen an Bächen und durch Streuobstwiesen, viele Abschnitte sind auch mit dem Fahrrad bestens zu bewältigen.
Besonders eindrucksvoll: Mehrere Sennereien liegen direkt an der Nagelfluhkette, dem markanten Höhenrücken im Süden des Allgäus. Von den Höhenwegen aus hat man weite Ausblicke ins Voralpenland – ein Anblick, der genauso lange nachhallt wie der erste Biss in einen reifen Allgäuer Bergkäse.
Bild: Oberstaufen Alpkäserei
Sennereien entlang der Käsestraße: Handwerk mit Tradition
Die Sennereien der Allgäuer Käsestraße sind keine musealen Schauobjekte – sie sind aktive Betriebe, in denen täglich Tausende Liter frischer Bergmilch verarbeitet werden. Die Milch stammt von umliegenden Höfen, deren Kühe auf den kräuterreichen Allgäuer Wiesen grasen. Diese Kombination aus Bergluft, frischem Gras und generationenaltem Wissen verleiht dem Käse seinen unverwechselbaren Charakter.
Bei einer Führung durch eine Allgäuer Sennerei erfahren Besucher, wie aus frischer Rohmilch in wenigen Stunden ein Laib Käse entsteht: Milch erwärmen, Käsebruch formen, in die Presse geben – und dann ab in den Reifekeller, wo der Käse Wochen oder Monate auf seinen großen Auftritt wartet. Besonders faszinierend ist, wie sich der Charakter eines Laibs je nach Jahreszeit, Milchqualität und Reifezeit verändert.
Fast alle Stationen der Käsestraße haben einen Hofladen mit Direktverkauf. Hier kann man verschiedene Sorten probieren und kaufen – frischer und oft günstiger als in jedem Supermarkt. Wer noch mehr erleben möchte, kann bei manchen Betrieben an einem Käsekurs teilnehmen und den selbst gemachten Laib anschließend mit nach Hause nehmen.
Die bekanntesten Käsesorten der Allgäuer Käsestraße
Das Westallgäu ist die Heimat einiger der bekanntesten deutschen Käsesorten. Entlang der Käsestraße begegnen einem vor allem diese Klassiker:
| Käsesorte | Besonderheit | Reifezeit |
|---|---|---|
| Allgäuer Bergkäse | Würzig-kräftiger Hartkäse aus Rohmilch, mit kleinen Löchern | 4–12 Monate |
| Allgäuer Emmentaler | Milder Schnittkäse mit großen runden Löchern, klassisch | 3–4 Monate |
| Weichkäse | Cremig und mild, ideal zum Frühstück | 2–4 Wochen |
| Tilsiter | Würziger Schnittkäse mit leicht säuerlichem Aroma | 2–3 Monate |
| Camembert (Allgäuer Art) | Regionaler Weichkäse mit Weißschimmelrinde | 2–3 Wochen |
Viele Sennereien haben ihre eigenen Spezialitäten – zum Beispiel mit Allgäuer Kräutern veredelten Bergkäse oder mit Bierbrand gewürzten Schnittkäse. Die Hofladenteams beraten gern darüber, welcher Käse gerade in bester Reife ist.
Bild: © David Knipping
Aktivitäten und Ausflüge rund um die Allgäuer Käsestraße
Die Allgäuer Käsestraße erschöpft sich nicht im Käsegenuss – die Region rund um das Westallgäu bietet eine Fülle von Aktivitäten für jeden Geschmack.
Wanderer finden ein gut ausgebautes Wegenetz, das von leichten Spazierrouten durch Streuobstwiesen bis zu anspruchsvollen Bergtouren entlang der Nagelfluhkette reicht. Im Sommer leuchten die Bergwiesen in sattem Grün, im Frühjahr blühen die Obstbäume, und im Herbst taucht sich die Landschaft in warme Goldtöne – jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz.
Radfahrer kommen auf asphaltierten Wirtschaftswegen und Forstwegen auf ihre Kosten, viele Streckenabschnitte eignen sich hervorragend für Familientouren. Wer etwas mehr Nervenkitzel sucht, besucht den Skywalk Naturerlebnispark in Scheidegg: Hängebrücken und Balancierbalken in luftiger Höhe begeistern Groß und Klein. Und nach dem Abenteuer gehört eine ausgiebige Käsevesper auf einer Allgäuer Terrasse einfach dazu.
Kulturell Interessierte machen einen Abstecher in die historische Altstadt von Lindau am Bodensee – mit ihrem pittoresken Hafen ist die Inselstadt nur wenige Kilometer von der Käsestraße entfernt und ein lohnender Ausflug.
Das Westallgäu bietet rund um die Käsestraße viele gemütliche Unterkünfte – von familiären Gasthöfen direkt in den Sennerei-Dörfern bis zu Wellness-Hotels mit Blick auf die Nagelfluhkette. Die Region ist das ganze Jahr gut erreichbar und ideal für ein verlängertes Wochenende oder eine ganze Urlaubswoche.
Wann lohnt sich ein Besuch der Allgäuer Käsestraße?
Die Allgäuer Käsestraße ist das ganze Jahr geöffnet, aber die schönsten Monate liegen im Frühling und Sommer. Von Mai bis September präsentiert sich das Westallgäu von seiner grünsten Seite: frische Bergwiesen, klare Bergluft und Sennereien, die auf Hochtouren laufen.
Besonders empfehlenswert ist der Frühsommer (Mai/Juni), wenn die Kühe auf die Weiden kommen und die Alpen wieder mit Leben erwachen. Der Käse aus dieser Zeit schmeckt besonders aromatisch – nach frischen Kräutern und Sommerblumen. Im Herbst (September/Oktober) bietet die Landschaft ein beeindruckendes Farbenspiel, und viele Sennereien haben dann besonders gereiften Bergkäse aus der Sommersaison im Angebot.
Wer den Winter mag, findet im Westallgäu kleine Skigebiete, Winterwanderwege und eine ganz eigene Stimmung. Und ein wärmendes Käsefondue mit Allgäuer Bergkäse nach einem Wintertag auf der Loipe – das ist kaum zu überbieten.
Bild: © pixabay
Häufige Fragen und Geheimtipp: Allgäuer Käsestraße
Mini-FAQ zur Allgäuer Käsestraße
- Wie lang ist die Allgäuer Käsestraße? Die Route umfasst über 220 Kilometer im Westallgäu, von Oberstaufen bis Isny, mit Abzweigungen zu einzelnen Sennereien.
- Wie viele Sennereien gibt es entlang der Route? Rund 20 Sennereien und Käsereien sind offizielle Stationen. Alle bieten Direktverkauf, viele auch Führungen oder Verkostungen.
- Kann ich selbst Käse herstellen? Ja – mehrere Sennereien bieten Käsekurse an. Eine vorherige Anmeldung ist empfehlenswert, da die Kurse oft schnell ausgebucht sind.
- Ist die Käsestraße mit dem Fahrrad befahrbar? Viele Abschnitte führen über asphaltierte Wirtschaftswege – ideal für entspannte Radtouren oder Ausflüge mit der Familie.
- Gibt es eine offizielle Käsestraßen-Karte? Ja, diese ist bei den Tourist-Informationen der Region sowie bei den meisten Sennereien direkt erhältlich.
Geheimtipp: Der Morgenbesuch in der Sennerei
Wer wirklich erleben möchte, wie Käse entsteht, sollte früh aufstehen. In vielen Sennereien beginnt die Käseherstellung kurz nach Sonnenaufgang – schon um 6 oder 7 Uhr morgens ist die Arbeit in vollem Gange. Zu dieser frühen Stunde sind noch kaum andere Besucher unterwegs, und die Sennerei-Mitarbeiter nehmen sich besonders gerne Zeit für Fragen und Erklärungen. Kommen Sie mit einem leeren Magen und einer Kühltasche – das Frühstück aus frisch gebackenem Brot und noch warmem Bergkäse direkt aus der Sennerei ist ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst.