WaldSkulpturenWeg - Sauerland

Kulturwanderweg zwischen verschiedenen Welten - so in etwa kann man den WaldSkulpturenWeg im Sauerland beschreiben. Auf einer Länge von 23 Kilometern entsteht seit dem Jahr 2000 ein Wanderweg zwischen Bad Berleburg in Siegerland-Wittgenstein und Schmallenberg im Hochsauerland. Entlang der Wegstrecke wurden insgesamt elf Kunstwerke geplant, von denen mittlerweile alle fertiggestellt wurden.

Der WaldSkulpturenWeg überwindet den Rothaarkamm und kreuzt bei Kühhude den Rothaarsteig. Mehr noch: Er ist eine attraktive Ergänzung des bekannten Wanderwegs, jedoch mit individueller Ausprägung, dessen Bedeutung weit über der des Normalen hinausreicht. International bekannte Künstler wie Alan Sonfist und Jochen Gerz haben inmitten von Fichten- und Mischwäldern einen in Deutschland einmaligen Wanderweg geschaffen.

Ausgangs- und Endpunkt des Projekts ist die Arbeit "Der Wettbewerb". Jochen Gerz will mit der Einladung an die Einwohner von Schmallenberg und Bad Berleburg, einen Brief über den trennenden Rothaarkamm hinweg zur anderen Stadt zu senden, eine Brücke zwischen Identitäten, Traditionen und Vorurteilen schlagen.

"Was war zuerst?" von Magdalena Jetelová sieht aus wie ein Hühnerei, nur etwa einhundert Mal größer. Die Skulptur ist stattliche 6,50 Meter hoch und bis zu 4 Meter breit. Mit dem Verhältnis des Menschen zur Natur setzte sich Gloria Friedmann auseinander. Das Ergebnis: "Die Grünstation", ein gänzlich in das Biotop des Waldes eingewachsenes Haus. Alan Sonfist bildete mit Hilfe aufgeworfener Erdwälle den Schattenriss eines schwebenden Falken im Wittgensteiner Forst ab. Tempel-ähnlich wirkt die monumentale Baumstammarchitektur von Nils-Udo, das Denk- und Mahnmal "Stein - Zeit - Mensch".

Den historischen und kulturellen Konflikt, der die Menschen aus dem westfälischen Sauerland und dem Wittgensteiner Land seit Menschengedenken trennt, thematisierte Ansgar Nierhoff mit "Kein leichtes Spiel", einer fast vier Meter hohen Stahlskulptur auf der Höhe des Rothaarkamms. Weithin sichtbar ist "Der Krummstab" von Heinrich Brummack. Die 7,50 Meter hohe Plastik ist Symbol des 1072 von Anno II. an die Benediktiner-Abtei Kloster Grafschaft verliehenen pontifikalen Stabes. Lili Fischers "Der Hexenplatz" liegt in einer Talsenke und behandelt den Mythos Hexe ebenso wie deren reale grausame Verfolgung.

Andreas Oldörp konzentriert sich als Künstler auf die Erkundung von Raum und Klang. Nach dem Prinzip der Orgelpfeifen konstruierte Kupfer-Stahl-Stelen, in einem Kreis angelegt, bilden das Kunstwerk "Über den Teichen"...

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