Rothaarsteig

Die nackten Zahlen zu Anfang: 154 Kilometer, 3.139 Höhenmeter - über den Kamm des Rothaargebirges hinweg führt der "Weg der Sinne", so die Eigenwerbung des Rothaarsteigs, von Brilon im Sauerland über Wittgensteiner Bergland und Siegerland bis nach Dillenburg am Fuße des Westerwaldes.

Besondere Naturnähe, sanft geschwungene Linien, klare Gewässer und tolle Aussichten - das Rothaargebirge zählt zu Deutschlands attraktivsten Wanderregionen. Dass der Rothaarsteig konsequent nach landschaftspsychologischen Gesichtspunkten angelegt wurde, zeigen die verschiedenen Erlebnisstationen. Mit Infotafeln illustriert, sollen Wanderer hier die Natur nicht nur erleben, sondern diese auch verstehen. Wald und Wasser bestimmen die Thematik, beispielsweise auf der rund 40 Meter langen Hängebrücke über den Taleinschnitt bei Kühhude.

Aber auch Aktualität ist angesagt: Nachdem am 18. Januar 2007 Sturm Kyrill große Waldflächen in Südwestfalen zerstört hatte, wurde in Schanze nahe Schmallenberg der Wald so erhalten, wie Kyrill ihn hinterlassen hat. Auf 1.000 Metern wird dem Besucher so das Chaos unmittelbar und hautnah erlebbar.

Die Liebe zum Detail mündet auf dem Rothaarsteig sogar in einer eigenen Design-Linie, den original Rothaarsteig-Waldmöbeln. Ruhebänke, Waldliegen, Waldsofas, Waldschaukel und Vesperinseln sollen die Aufenthaltsqualität im Wald erhöhen sowie Natur und Landschaft auf eine besondere Art erlebbar machen. Unverkennbar Rothaarsteig-Design sind selbst die Schutzhütten mit ihren geschwungenen Dächern.

Und, wer hätte das gedacht, durch die Wälder des Rothaarsteigs weht sogar ein Hauch von Amerika. Denn hier gibt es insgesamt sechs Park-Ranger, alle mit den Hüten, die auch die Kollegen in den US-Nationalparks tragen. Die Ranger organisieren Erlebnis-Wanderungen, pflegen Wege und Einrichtungen und sorgen dafür, dass sich jeder Wanderer an die Vorschriften zum Schutz des Waldes und der Tiere hält.

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