Stadtpark Rotehorn - Magdeburg

Der Stadtpark Rotehorn wurde ab 1871 auf Beschluss der Stadt Magdeburg auf der Elbinsel Werder angelegt. Heute erstreckt sich das Gelände auf einer Fläche von 200 Hektar und bietet einige Sehenswürdigkeiten wie die Sternbrücke, das Pferdetor, den Aussichtsturm Rotehornpark, die Marieninsel mit dem Marientempel und eine Salzquelle. Der Name der Insel und die Entstehung der Quelle sind Teil der Sage um Elwine, Beherrscherin der Elbe.

Der Sage zu Folge gehörte ihr ein korallenes, rotes Horn, welches sie stets bei sich trug. Eines Tages verliebten sich Willfried, Herrscher über die nahe Burg Bruckau, und Elwine ineinander. Sie nahm dem Ritter das Versprechen ab, niemals zu hinterfragen, was sie war oder während seiner Abwesenheit tat. So waren sie glücklich miteinander. Doch Willfried, von Neugier getrieben, brach eines Tages sein Versprechen und folgte der Geliebten, als diese zu einem geheimen Treffen mit ihren Schwestern aufbrach. Als Elwine den Geliebten entdeckte, schrie sie auf, ein Blitz schlug ein und Elwine und ihre Schwestern verschwanden spurlos. Zurück blieb nur das rote Horn, das Elwine wie immer bei sich trug. Willfried, tief betrübt über den Verlust, ließ am Lieblingsplatz der verschwundenen Geliebten ein Häuschen errichten und als Symbol ein rotes Horn daran anbringen. Hier wartete er fortan auf Elwines Rückkehr. Doch die Beherrscherin der Elbe blieb verschwunden. So starb Willfried eines Tages, ohne sie jemals wiedergesehen zu haben. Einige Zeit nach seinem Tod verschwand auch das Häuschen, ebenso wie sein nahe gelegenes Grab. Zurück blieben nur eine salzige Quelle, die an der Stelle seines Grabes entspringt und der Name - Rotehorn - in Erinnerung an die verschwundene Beherrscherin der Elbe.

Reisepakete werden geladen