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Saalfelder Feengrotten
Saalfelder Feengrotten – farbenreichste Schaugrotten der Welt im Thüringer Wald
Tief im Herzen Thüringens verbirgt sich ein Ort, der kaum zu glauben ist: die Saalfelder Feengrotten. Bunte Tropfsteine in allen Farben des Regenbogens, eine Jahrhunderte alte Bergbaugeschichte und heilsame Luft unter Tage – hier trifft Natur auf Geschichte auf eine Weise, die sich so schnell nicht vergisst. Die Feengrotten wurden 1993 als „farbenreichste Schaugrotten der Welt" ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen und zählen bis heute zu den bemerkenswertesten Natursehenswürdigkeiten in Deutschland. Ob Familien mit Kindern, Naturfreunde, Kulturinteressierte oder einfach Menschen, die mal etwas wirklich Besonderes erleben möchten – die Feengrotten haben für alle etwas zu bieten.
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Geschichte der Saalfelder Feengrotten
Die Geschichte der Saalfelder Feengrotten beginnt bereits im 16. Jahrhundert. Auf der Suche nach wertvollen Metallen begannen Bergleute am Rande des Thüringer Schiefergebirges mit dem Bergbau und stießen dabei auf Alaunschiefer. Über Jahrhunderte wurde hier Gestein abgebaut und zu Alaun und Vitriol aufbereitet – Rohstoffe, die in der damaligen Gerb-, Färbe- und Medizinalindustrie unverzichtbar waren.
Anfang des 20. Jahrhunderts stellte das Bergwerk seinen Betrieb ein. Wissenschaftler begannen das Grubenwasser zu analysieren und entdeckten einen bemerkenswert hohen Mineralgehalt mit heilenden Eigenschaften. Auf der Suche nach den Quellpunkten stießen Forscher untertage auf ein Schauspiel, das sie sprachlos machte: Die Natur hatte in den verlassenen Hohlräumen über Jahrhunderte eine atemberaubende Tropfsteinhöhle geformt.
Die Tropfsteine schimmern in einem faszinierenden Farbenspiel von Gelb über Rot bis Blau – bedingt durch den mineralreichen Alaunschiefer und das eisenhaltige Grubenwasser. Ein Anblick, der sich ins Gedächtnis brennt. 1993 wurden die Feengrotten als „farbenreichste Schaugrotten der Welt" ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen – ein Titel, der bis heute Bestand hat.
Der Name „Feengrotten" entstand nicht zufällig: Wer die unterirdischen Hallen mit ihren leuchtenden Formationen betritt, fühlt sich tatsächlich in eine Märchenwelt versetzt. Die Phantasie braucht wenig Hilfe, um hier Feen und andere Wesen der Sagenwelt zu entdecken.
Was erwartet dich beim Besuch der Saalfelder Feengrotten?
Was die Saalfelder Feengrotten von anderen Tropfsteinhöhlen unterscheidet, ist ihr nachgewiesenes gesundheitsförderndes Klima. Unter Tage herrscht ganzjährig eine konstante Temperatur und absolute Ruhe – die Luft ist vollkommen rein, frei von Pollen, Abgasen und anderen Allergenen. Dieser natürliche Luftraum macht die Feengrotten zu mehr als nur einem Ausflugsziel.
Im sogenannten Emanatorium – dem Heilstollen der Feengrotten – können Besucher auf Liegen mit Isomatten und Schlafsäcken buchstäblich zur Ruhe kommen. Zwei Stunden im Heilstollen sollen vor allem Menschen mit folgenden Beschwerden spürbare Linderung bringen:
- Allergien und Heuschnupfen
- Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma und Bronchitis
- Neurodermitis und Hauterkrankungen
- Stressbedingte Erschöpfung
Die heilende Wirkung des Grubenwassers und der besonderen Atmosphäre unter Tage ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts wissenschaftlich untersucht. Wer regelmäßig wiederkommt, schwört auf die Wirkung – und das nicht ohne Grund. Ob du die Feengrotten primär als Naturerlebnis oder als kleine Kur nutzen möchtest: Beides ist hier auf einzigartige Weise möglich.
Das Feenweltchen
Oberhalb der Grotten wartet das Feenweltchen auf neugierige Besucher. In diesem Erlebnisbereich taucht man in eine Welt voller Feen, Waldgeister und Trolle ein. Entlang eines liebevoll gestalteten Pfades begegnet man den Bewohnern der Anderswelt – manchmal tauchen sie ganz unverhofft auf und sorgen für einen kleinen Schrecken (und ein großes Lachen).
Das Feenweltchen eignet sich besonders für Familien mit Kindern, die hier auf eigene Erkundungstour gehen können. Spannende Geschichten, ein magischer Garten und die stimmungsvolle Waldkulisse machen diesen Teil des Besuchs zu einem eigenständigen Erlebnis. Aber auch Erwachsene berichten, dass sie sich hier willkommen fallen lassen und den Alltag vergessen.
Ein Tipp: Plant für das Feenweltchen extra Zeit ein – gerade mit Kindern kann eine Runde durch den magischen Garten länger dauern als gedacht. Und das ist absolut in Ordnung.
Das Grottoneum – Interaktives Mitmach-Museum
Seit 2011 ergänzt das Grottoneum das Erlebnisangebot der Feengrotten um eine interaktive Dimension. In diesem Mitmach-Museum erfahren Besucher auf anschauliche Weise, wie die Feengrotten entstanden sind – von der geologischen Entstehung des Schiefergebirges über Jahrhunderte Bergbaugeschichte bis hin zur Entwicklung der heutigen Tropfsteinhöhle.
Das Besondere am Grottoneum ist die aktive Beteiligung der Besucher. Eines der beliebtesten Highlights: Du kannst dir deinen eigenen Tropfstein wachsen lassen – ein Souvenir, das Geduld erfordert, weil echtes Tropfsteinwachstum Zeit braucht. Das Grottoneum macht Geologie greifbar, verständlich und vor allem spannend.
Wer Kinder mitnimmt, sollte für das Grottoneum besonders viel Zeit einplanen. Die interaktiven Stationen laden zum Ausprobieren ein, und es ist kaum möglich, einfach durchzugehen ohne etwas auszuprobieren. Das Grottoneum ist ein echtes Highlight für alle, die verstehen wollen, was sie in den Grotten sehen.
Saalfeld und die Region entdecken
Die Feengrotten sind ein perfekter Anlass, um auch die Stadt Saalfeld und die umliegende Region des Thüringer Schiefergebirges zu entdecken. Die Altstadt von Saalfeld mit ihrem mittelalterlichen Marktplatz, dem markanten Stadtturm und den gut erhaltenen Fachwerkhäusern lohnt einen ausgedehnten Spaziergang – hier spürt man noch etwas von der alten Handelsstadt, die Saalfeld einmal war.
Ein weiteres Highlight in unmittelbarer Nähe ist das Schloss Saalfeld mit seinem weitläufigen Schlossgarten – ein schöner Ort zum Entspannen nach dem Grotten-Besuch. Wer aktiver unterwegs sein möchte, findet in der Region zahlreiche Wanderwege durch das Schiefergebirge und entlang der Saale. Die Saale-Orla-Region gehört zu den landschaftlich schönsten Ecken Thüringens und lädt zu mehrtägigen Erkundungstouren ein.
Für Radfahrer führt die beliebte Saale-Radtour direkt durch Saalfeld – von hier aus lässt sich das Flusstal auf zwei Rädern wunderbar erkunden. Saalfeld liegt zudem verkehrsgünstig zwischen Jena, Rudolstadt und Kronach, sodass sich weitere Ausflugsziele in Thüringen und Nordbayern gut kombinieren lassen.
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Häufige Fragen zu den Saalfelder Feengrotten
Wie lange dauert ein Besuch der Feengrotten?
Eine geführte Tour durch die Schauhöhle dauert in der Regel 45 bis 60 Minuten. Wer zusätzlich das Feenweltchen und das Grottoneum besuchen möchte, sollte mindestens 2 bis 3 Stunden einplanen. Mit einem Aufenthalt im Heilstollen kommt schnell ein halber Tag zusammen – und das vergeht überraschend schnell.
Sind die Feengrotten für Kinder geeignet?
Ja, sehr gut sogar. Das Feenweltchen und das Grottoneum sind speziell auf jüngere Besucher ausgerichtet und bieten interaktive Erlebnisse. Die Führung durch die Grotte begeistert erfahrungsgemäß Kinder ab etwa 4 bis 5 Jahren. Ältere Kinder und Jugendliche finden im Grottoneum besonders viel zu entdecken.
Was sollte ich für den Besuch mitbringen?
Unter Tage herrscht ganzjährig eine konstante Temperatur von etwa 8 bis 10 Grad Celsius. Ein wärmendes Jackett oder eine Fleecejacke ist deshalb auch im Hochsommer unverzichtbar. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da die Wege im Inneren der Grotte feucht sein können.
Gibt es eine Gastronomie vor Ort?
Ja, am Eingangsbereich der Feengrotten befindet sich ein Restaurant mit regionalen Gerichten und Getränken. Eine schöne Möglichkeit, den Besuch gemütlich ausklingen zu lassen und die Eindrücke noch einmal Revue passieren zu lassen.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?
Die Feengrotten sind ganzjährig geöffnet und bieten zu jeder Jahreszeit ein lohnenswertes Erlebnis. Im Sommer ist es ein angenehmer Kontrast zur Hitze, im Winter lockt die konstante Wärme unter Tage. Besonders schön ist die Vorweihnachtszeit, wenn das Gelände festlich geschmückt ist.
Geheimtipp: Die Feengrotten im Winter
Viele Besucher kommen im Sommer – dabei ist der Winter in den Feengrotten etwas ganz Besonderes. Das Zusammenspiel aus weihnachtlicher Dekoration, bunten Tropfsteinen und der stillen Atmosphäre unter Tage schafft eine Stimmung, die man so schnell nicht vergisst. Außerdem sind die Grotten an kalten Tagen mit ihren konstanten 8 Grad gefühlt angenehmer als im Hochsommer. Wer in der Vorweihnachtszeit kommt, sollte gezielt nach Sonderführungen mit weihnachtlichem Programm fragen – die sind schnell ausgebucht.
Adresse Saalfelder Feengrotte
Feengrottenweg 2, 07318 Saalfeld/Saale
Öffnungszeiten Saalfelder Feengrotte
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier