Pula

Hier wird die Blütezeit der alten Römer lebendig

Geschäftigkeit bestimmt das Leben noch immer in der Hafenstadt, die mit 65.000 Einwohnern auch der größte Ort auf der Halbinsel ist. Die jungen Soldaten, jetzt in den Uniformen der kroatischen Armee, gehören traditionell in das Straßenbild. Als sich Österreich-Ungarn Mitte des 19. Jahrhunderts entschied, Pula zum wichtigsten Kriegshafen der Habsburger Monarchie auszubauen, erlebte die Stadt in kürzester Zeit ihre zweite große Blüte. Bis zum Ende des Jahrhunderts war die Einwohnerzahl von gut 1.000 im Jahr 1842 auf etwa 40.000 emporgeschnellt. Fast jeder Vierte stand in Diensten des Militärs. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich auf den Altstadtbereich. Sie stammen vorwiegend aus der antiken Blütezeit unter der Herrschaft der Römer im 1. Jahrhundert.

An der Ulica Prvog maja steht der kunstvoll geschmückte Triumphbogen der Sergier, ein römisches Bauwerk aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. Am Hafenkai liegt die dreischiffige Marienkathedrale, ein immer wieder umgebautes Bauwerk, in dessen Altarraum Mosaikreste aus dem 6. Jahrhundert erhalten sind; nebenan der frei stehende Uhrturm.

Die Hauptattraktion von Pula ist das Amphitheater (1. Jh.). In der fünftgrößten Arena der Welt (132 x 105 Meter) begeisterten sich zur Römerzeit bis zu 23.000 Zuschauer an den blutigen Gladiatorenkämpfen. Hinter der gut erhaltenen, 33 Meter hohen Fassade sind heute Musik und Tanz zu Hause: Im Juli gastiert hier das Kroatische Filmfestival, darüber hinaus gibt es Musikfestivals von Oper bis Rock. In den Kellerräumen befindet sich eine Ausstellung über Wein und Olivenöl im antiken Istrien.

Kaum mehr als 15 Kilometer vom Zentrum entfernt reihen sich an der ausgefransten Küstenlinie um die Südspitze Istriens die Ferienanlagen von Medulin, Pomer, Premantura, Banjole und Verudela. Pula ist mit seinen Angeboten aus Stadt- und Kulturleben eine willkommene Abwechslung zu den Freizeitvergnügen am Meer.

Foto: Turisticka zajednica grada Opatije

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