Porta Nigra - Trier

Zentrum der Antike: die Porta Nigra in Trier

Die Porta Nigra in Trier ist ein bisschen so etwas wie der Berliner Flughafen der Römerzeit: Ein ambitioniertes, teures Großprojekt, das nie zu Ende geführt wurde. Anders als der BER ist die Porta Nigra das stolze Wahrzeichen der Stadt und außerdem Weltkulturerbe der UNESCO.

Trier hat einfach das gewisse Etwas, beziehungsweise mehrere Etwasse: eine der ältesten Städte Deutschlands, Sehenswürdigkeiten, wohin man blickt, die wunderschöne Mosel vor der Tür … In Trier kann man sich als Besucher auf eine Schnitzeljagd nach UNESCO-Weltkulturerben begeben. Neun Stück hat die Stadt – das bekannteste ist wohl die „Pochta“, wie die Einheimischen sagen. Den Zusatz Nigra bekam das Stadttor erst im Mittelalter, als der Sandstein durch Verwitterung schwarz geworden war. Wann genau die Porta erbaut wurde, weiß man nicht, vermutlich um 170 n. Chr. Sie ist das weltweit besterhaltene Stadttor aus der Antike, doch selbst für das ungeschulte Auge sieht die Porta irgendwie unfertig aus. Die Säulen sind roh, die Steine haben Markierungen von Steinmetzen, Löcher zeigen, wo früher mal Klammern saßen, die von Eisenräubern im Mittelalter herausgebrochen und eingeschmolzen wurden. Woran lag es, dass der Prachtbau nie fertig wurde? Finanzielle Engpässe, vermuten Historiker – die Römer lebten auf großem Fuß und Kriege waren teuer. Übrigens geht man heute nicht mehr davon aus, dass die Porta zu Verteidigungszwecken diente. Sie war wohl eher ein repräsentatives Großprojekt.

Mit dem Zenturio auf du

Übrigens wurde die Porta Nigra im Mittelalter noch ganz anders genutzt: Als der byzantinische Mönch Simeon hier als Einsiedler starb, ließ Erzbischof Poppo von Babenberg über der Porta gleich zwei Kirchen bauen. Das hat das römische Gebäude wohl auch davor bewahrt, Stein für Stein abgetragen und anderweitig verbaut zu werden. Erst Napoleon ließ Anfang des 19. Jahrhunderts die mittelalterlichen Aufbauten abtragen, sodass die Porta seitdem wieder freisteht. Alles über die Geschichte des „Schwarzen Tores“ erfahren Sie bei einer Führung. Ihr Guide ist nicht irgendwer, sondern ein römischer Zenturio und der sollte schließlich alle Geheimnisse des alten Baus kennen. Er zeigt Ihnen Spuren der Doppelkirche, römische Steinmetzzeichen und Datumsgraffiti und erklärt, wie es damals zuging, bei den alten Römern. Alternativ können Sie die Porta Nigra auch selbst erforschen und bis auf die oberste Etage steigen. Von dort aus hat man einen erstaunlich guten Überblick über Trier aus immerhin 29 Metern. Von hier können Sie auch einige andere Sehenswürdigkeiten entdecken, die sich auch unbedingt ansehen sollten: den Dom, einen Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg, die St. Gangolfskirche am Hauptmarkt. Schließlich ist die Porta Nigra nur eine von vielen Sehenswürdigkeiten in der Moselmetropole Trier.

Adresse Porta Nigra Trier
Porta-Nigra-Platz, 54290 Trier

Öffnungszeiten Porta Nigra Trier
1. März - 31. März: täglich 9.00 - 17.00 Uhr
1. April - 30. September: täglich 9.00 - 18.00 Uhr
1. Oktober - 31. Oktober: täglich 9.00 - 17.00 Uhr
1. November - 28. Februar: täglich 9.00 - 16.00 Uhr

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