Museen in Nürnberg

Nur wenige Regionen in Deutschland können eine noch reichere Museumslandschaft vorzeigen als Nürnberg. Über 35 Museen spannen einen facettenreichen Bogen von der großen, berühmten Sammlung bis hin zum fast noch unentdeckten, aber nicht weniger interessanten Spezialthema. Zudem geben erlebnisorientierte Konzepte "unseren" oder besser "Ihren" Museen eine führende Stellung in Deutschland. Tauchen Sie ein in eine unterhaltsame und informative Museumswelt, die nicht nur an Regentagen "muse(h)enswert" ist. Spar mit! Reisen stellt die wichtigsten Nürnberger Museen kurz vor.

Germanisches Nationalmuseum: Seit seiner Gründung im Jahre 1852 ist es das größte kulturhistorische Museum Deutschlands, ja sogar der Welt. Nirgendwo sonst können Sie eine größere Vielfalt an Kunst und Kultur (insgesamt rund 1,2 Millionen Objekte!) des deutschsprachigen Raums erleben - von der Steinzeit bis zu Kunst und Design der Gegenwart. Ausgestellt sind u.a. Werke von Albrecht Dürer und Veit Stoß, von Rembrandt und Joseph Beuys, dazu der älteste Globus und die älteste Taschenuhr der Welt. Vor dem Museum in der Kartäusergasse befindet sich die Straße der Menschenrechte (Di. - So. 10.00 - 18.00, Mi. 10.00 - 21.00; Erwachsene 8,- Euro; Ermäßigte 5,- Euro).

Fembohaus: Das 1953 im Fembohaus gegründete Stadtmuseum wurde zwischen 1997 und 2000 renoviert und neu konzipiert. Das Tönende Stadtmodell, eine Licht- und Toninstallation, bildet den Auftakt des Rundgangs. Im 3. Obergeschoss werden zentrale Themen der Stadtgeschichte dargestellt (Nürnberger Rat, Kaiserstadt Nürnberg, Handel und Handwerk). Eine Installation im Tanzsaal stellt bedeutende Bewohner des Fembohauses vor. Das 2. Obergeschoss präsentiert originale Raumausstattungen aus dem 17. Jahrhundert und das erste Obergeschoss widmet sich schließlich dem 19. bis 20. Jahrhundert. Hier werden Zeugnisse berühmter Nürnberger Manufakturen in prächtig strukturierten Räumen gezeigt (Di. - Fr. 10.00 - 17.00, Sa. und So. 10.00 - 18.00, Erwachsene 5,- Euro; Ermäßigte 3,- Euro).

Albrecht-Dürer Haus: Albrecht Dürer (1471-1528) lebte und arbeitete von 1509 bis zu seinem Tod in dem um 1420 erbauten Anwesen direkt unterhalb der Nürnberger Burg. Die neu gestaltete Dauerausstellung zeigt den Künstler in all seinen Facetten. Die Besucher des Albrecht-Dürer-Hauses erhalten einen Einblick in das Leben und Wohnen der Zeit um 1500 und in eine dürerzeitliche Malerwerkstatt. In den Galerieräumen sind originale Druckwerke Dürers zu sehen; eine Multivisionsschau "Albertus Durer Noricus" führt in das Werk Dürers ein (Di./Mi./ Fr. 10.00 - 17.00, Do. 10.00 - 20.00, Sa./So. 10.00 - 18.00, Juli - September und während des Christkindlesmarktes Mo. 10.00 - 17.00; Erwachsene 5,- Euro; Ermäßigte 3,- Euro).

Spielzeugmuseum: In Nürnbergs weltberühmtem Spielzeugmuseum schlägt das Herz der Spielzeugwelt. Das Museum zeigt die ganze Vielfalt des Spielzeugs von der Antike bis zur Gegenwart. Schwerpunkte liegen auf Holzspielzeug, exquisiten Puppenstuben und -küchen oder auch einer "Welt aus Blech". Im neu ausgebauten Dachgeschoss erzählen Legosteine, Barbiepuppen und weiteres aktuelles Spielzeug die Geschichte vom Spielen von 1945 bis heute. Hier entstand auch ein eigener Kinderbereich "Kids on Top". Auf etwa 1.400 Quadratmeter Ausstellungsfläche gibt das Museum einen hervorragenden Überblick über die Kulturgeschichte des Spielzeugs - Holzspielzeug zeigt die "Welt aus Holz" im Erdgeschoss. Die "Welt der Puppen" im zweiten Stock präsentiert u.a. Puppenstuben und -küchen sowie Aufstellfiguren aus Zinn oder Papier. Hier entstand 2000 auch eine neue Museumseinheit zu optischem Spielzeug z.B. mit Guckkasten, Laterna Magica und Stereoskop. 2002 kam eine aufwändige Präsentation der weltweit bedeutendsten Sammlung des faszinierenden Spielzeugs der Firma Ernst Paul Lehmann hinzu. Der dritte Stock öffnet mit einer "Welt aus Blech" wieder eine andere Seite der Spielzeuggeschichte - eine große Modelleisenbahnanlage, zahlreiche Fahrzeuge, Eisenbahnen, Dampfmaschinen, bewegliche Figuren und weiteres technisches Spielzeug (Di. - Fr. 10.00 - 17.00, Sa./So. 10.00 - 18.00; Erwachsene 5,- Euro; Ermäßigte 3,- Euro).

Neues Museum: Es ist ein Ort für Kunst und Design der Gegenwart mit einer Nutzfläche von rund 7.800 Quadratmetern. Mit diesem Museumsbau hat der Architekt Volker Staab übereinstimmend die Sympathien der Besucher und die Anerkennung durch die internationale Architekturkritik erfahren. So sensibel der Bau in die mittelalterliche Stadtstruktur eingefügt ist, so selbstbewusst zeigt Staab Modernität - klar, transparent und abwechslungsreich. Das Angebotsspektrum der Kunstsammlung des Neuen Museums präsentiert vielfältige Einblicke in die Entwicklung der Kunst seit den 60er Jahren. Von Zero, Fluxus und der Konzeptkunst spannt sich der Bogen bis in die Gegenwart, in der sich die Kunst weniger denn je in Stilbegriffen fassen lässt und die Künstler parallel zu den unterschiedlichsten Medien greifen. Neben Malerei und Plastik treten Fotografie, Videokunst und Installationen. Die Designsammlung bietet ausgewählte Beispiele internationalen Designs von 1945 bis heute und kommt aus Beständen der Neuen Sammlung in München. Regelmäßige Wechselausstellungen und ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm sollen die Besucher zur Auseinandersetzung mit moderner und zeitgenössischer Kunst animieren. Darüber hinaus ergänzen ein Mehrzwecksaal, ein Buch- und Designladen sowie ein Museumscafé das Angebot des Hauses (Di. - So. 10.00 - 18.00, Do. 10.00 - 20.00, Mo. geschlossen, Erwachsene 4,- Euro; Ermäßigte 3,- Euro; So. 1,- Euro).

DB Museum im Verkehrsmuseum: Das DB Museum als Firmenmuseum der Deutschen Bahn AG gehört gerade für Familien zu den beliebtesten Häusern in Nürnberg. Vor allem der Erlebnisbereich macht den Besuch auch für kleinere Besucher spannend, weil sie Vieles selbst ausprobieren können. Zu den Attraktionen des Museums zählen u.a. die Epochen der Eisenbahngeschichte, die Eisenbahnerlebniswelt sowie der Fahrsimulator. Das Nürnberger DB Museum wurde im Jahre 1899 als königlich-bayerisches Eisenbahnmuseum eröffnet und ist damit das älteste Eisenbahnmuseum Deutschlands. Als einzigartig in Deutschland gilt die 1:10-Modellsammlung des DB Museums, die Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist und durch hohe Detailgenauigkeit besticht. Auf einer 140 Quadratmeter großen Modellbahn wird mit etwa 30 Zügen der Ablauf des modernen Zug- und Rangierbetriebs bei der Deutschen Bahn AG demonstriert. Ein Erlebnisbereich rund um das Thema Eisenbahn und Eisenbahngeschichte erstreckt sich auf etwa 1000 Quadratmeter, in dem das "Museum zum Anfassen" Wirklichkeit geworden ist (Di. - Fr. 9.00 - 17.00, Sa./So./Fei. 10.00 - 18.00, Erwachsene 5,- Euro; Ermäßigte 2,50 Euro).

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