Leuchtturm Warnemünde

Man sieht den Leuchtturm von fast überall in Warnemünde – und von ihm aus kann man aus etwa 30 Meter Höhe fast alles in Warnemünde überblicken. Der markante Backsteinturm an der Ostseeküste Mecklenburgs ist das Wahrzeichen des beliebten Ostseebades und lockt jährlich tausende Besucher an. 1897 als funktionales Seezeichen erbaut, ist der Leuchtturm Warnemünde heute weit mehr als eine Navigationshilfe für Schiffe: Er ist Aussichtsturm, Museum, Veranstaltungsort und das Herzstück der Warnemünder Silhouette zugleich. Engagierte Hobby-Leuchtturmwärter öffnen den Turm in der Sommersaison für Besucherinnen und Besucher – 135 Stufen sind es bis ganz nach oben, aber der Ausblick auf den Alten Strom, den Hafen und das offene Meer entschädigt für jeden Atemzug auf dem Weg dorthin.

Geschichte des Leuchtturms Warnemünde

Der Leuchtturm Warnemünde hat eine über 125 Jahre alte Geschichte, die eng mit der Entwicklung des Ostseebades verknüpft ist. Im 19. Jahrhundert wuchs der Seeverkehr an der Ostseeküste stetig an, und ein zuverlässiges Seezeichen am Eingang der Warnow wurde dringend benötigt. So entstand der Turm 1897 nach Plänen des kaiserlichen Bauwesens – solide gemauert aus roten Backsteinen, die bis heute in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild erhalten sind.

Das Leuchtfeuer des Turms dient bis heute aktiv der Schifffahrt. Sein weißes Blinkfeuer mit einer Reichweite von bis zu 16 Seemeilen hilft Kapitänen, sicher in den Rostocker Hafen einzulaufen. Ab 1979 war der Turm für Besucher gesperrt – Renovierungsarbeiten machten den Aufstieg unmöglich. Erst 1993 öffnete er wieder, seitdem betreut von einem Team ehrenamtlicher Leuchtturmwärter, die ihr Herzblut in dieses Stück Warnemünder Geschichte stecken.

MerkmalDetails
Baujahr1897
Turmhöheca. 30 Meter
Stufen bis zur Galerie135
Reichweite des Leuchtfeuersbis zu 16 Seemeilen
Öffnungszeit (Saison)Karsamstag bis Oktober
AdresseAm Leuchtturm, 18119 Rostock

Bild: © René Legrand

Was macht einen Besuch am Leuchtturm Warnemünde so lohnenswert?

Ein Besuch am Leuchtturm Warnemünde lohnt sich aus gleich mehreren Gründen. Erstens ist der Ausblick von der Aussichtsplattform schlicht atemberaubend: Bei klarem Wetter sieht man weit über die offene Ostsee, den geschäftigen Hafen, die Promenade und die typischen Warnemünder Häuserzeilen. Zweitens befindet sich am Fuß des Turms eine kleine, aber feine Ausstellung zur Geschichte Warnemündes – ideal für alle, die mehr über das Ostseebad und seine maritime Vergangenheit erfahren möchten.

Die ehrenamtlichen Hobby-Leuchtturmwärter machen jeden Besuch zu einem persönlichen Erlebnis. Sie erzählen Geschichten über den Turm, die Schifffahrt auf der Ostsee und die Menschen, die hier über Generationen hinweg Dienst taten. Dieser menschliche Aspekt hebt den Leuchtturm Warnemünde von vielen anderen Sehenswürdigkeiten deutlich ab.

  • Panoramablick: Aussicht über Ostsee, Hafen, Alter Strom und Warnemünde
  • Ausstellung: Geschichte Warnemündes am Fuß des Turms
  • Aktives Leuchtfeuer: Noch heute täglich in Betrieb
  • Planetenweg: Startpunkt direkt vor dem Turm
  • Turmleuchten: Jährliches Feuerwerk am 1. Januar
  • Persönliche Führungen: Leidenschaftliche ehrenamtliche Leuchtturmwärter

Der Planetenweg Warnemünde

Direkt vor dem Leuchtturm beginnt eine der ungewöhnlichsten Spazierstrecken an der deutschen Ostseeküste: der Planetenweg Warnemünde. Station „Sonne“ befindet sich unmittelbar am Turmfuß – passend zum Leuchtfeuer des steinernen Riesen. Auf dem weiteren Weg durch den Ort sind die Planeten unseres Sonnensystems in maßstabsgetreuem Abstand aufgestellt. Der gesamte Weg erstreckt sich über mehrere Kilometer und verbindet dabei Spaziergänger mit Astronomie auf spielerische Art.

Für Familien mit Kindern ist der Planetenweg eine perfekte Ergänzung zum Leuchtturmbesuch. Wer beim Aufstieg noch Energie übrig hat, kann anschließend auf kosmischer Entdeckungsreise gehen – und dabei gleichzeitig die schönsten Ecken Warnemündes kennenlernen. Der Weg ist kostenlos und zu jeder Jahreszeit begehbar.

Ebenfalls erwähnenswert ist das „Warnemünder Turmleuchten“ am 1. Januar: Jedes Jahr wird mit einem großen Feuerwerk direkt am Leuchtturm das neue Jahr eingeläutet. Dieses Spektakel zieht tausende Menschen ans Meer und gehört für viele Einheimische und Urlauber gleichermaßen zur Neujahrsnacht dazu – ein Erlebnis, das man einmal gesehen haben muss. Und wer es nicht bis nach Warnemünde schafft: In der Rostocker Tourist-Info steht übrigens eine Miniaturausgabe des Leuchtturms – inklusive Aquarium.

Bild: © Pixabay

Warnemünde: Mehr als nur der Leuchtturm

Der Leuchtturm Warnemünde steht nicht allein – er ist umgeben von einem der schönsten Seebäder Mecklenburgs. Wer den Turm besichtigt hat, sollte die Gelegenheit nutzen und die Umgebung zu erkunden. Das Teepott, das markante Schalenstruktur-Gebäude direkt neben dem Leuchtturm, gehört zur charakteristischen Silhouette Warnemündes und beherbergt heute Restaurants und Veranstaltungsräume.

Ein Spaziergang entlang des Alten Stroms führt durch das Herzstück des alten Fischerdorfs. Hier schaukeln traditionelle Kutter neben modernen Yachten, Fischbrötchenbuden locken mit frischem Räucherfisch, und gemütliche Cafés laden zum Verweilen ein. Der Alte Strom ist die Seele Warnemündes – laut, bunt und unvergleichlich authentisch.

Der Strand von Warnemünde erstreckt sich über mehrere Kilometer und gehört zu den schönsten Sandküsten an der deutschen Ostsee. Breite Sandstreifen, klares Ostseewasser und eine gut ausgebaute Strandpromenade machen ihn zu einem der beliebtesten Badestrände im Norden. Von der Promenade aus hat man übrigens immer den Leuchtturm im Blick – ein perfektes Fotomotiv zu jeder Tageszeit, bei Sonnenaufgang wie bei Sonnenuntergang.

Bild: © Krüger, Norbert | Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern

Warnemünde ist idealer Ausgangspunkt, um die gesamte Mecklenburgische Ostseeüste zu entdecken. Von hier aus sind Rostock mit seiner mittelalterlichen Altstadt, die Insel Rügen mit dem Nationalpark Jasmund und den berühmten Kreidefelsen sowie das mondäne Seebad Heiligendamm bequem zu erreichen. Wer Warnemünde als Basis wählt, kann an einem Wochenende gleich mehrere Highlights Mecklenburg-Vorpommerns mitnehmen.

Häufige Fragen zum Leuchtturm Warnemünde

Geheimtipp: Besuchen Sie den Leuchtturm Warnemünde kurz vor Sonnenuntergang. Wenn die Abendsonne das rote Backsteinmauerwerk in ein warmes Licht taucht und sich die Lichter der einlaufenden Schiffe auf dem Wasser spiegeln, ist dieser Moment schlicht unvergesslich. In Warnemünde geht die Sonne über dem offenen Meer unter – ein Naturschauspiel, das Sie so anderswo an der deutschen Küste kaum erleben werden. Am besten die Kamera mitbringen.

Adresse Leuchtturm Warnemünde
Am Leuchtturm, 1811 Rostock

Öffnungszeiten Leuchtturm Warnemünde
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

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