Lago d' Orta

Westlich vom Lago Maggiore - durch eine hohe Hügelkette von diesem getrennt - erstreckt sich der 13,4 km lange und bis zu 2,5 km breite Lago d'Orta (Ortasee). Im Verhältnis zum Lago Maggiore kommt man in eine Region der Ruhe und Ausgeglichenheit mit deutlich weniger Besiedlung und touristischem Trubel. Die Berge des Ortasees gehören bereits zu den Ausläufern des Monte-Rosa-Massivs (4.633 m), des zweithöchsten Bergmassivs der Alpen. Die Ostküste dagegen steigt eher sanft zum Mottarone (1.491 m) an, der den Ortasee vom Lago Maggiore trennt. Die meisten Besucher fahren vom Lago Maggiore über Gravellona entlang einer vielbefahrenen Autostraße an den Ortasee. Aber schöner ist die Verbindung zwischen den beiden Seen von Gozzano über Invorio und Paruzzaro nach Arona (12,2 km) oder noch schöner die Route von Orta oder Pettenasco über Armeno, Sovazza und Gignese nach Stresa (ca. 20 km). Diese Straße führt sehr reizvoll durch Wälder und Wiesen, zuerst entlang des Wildbachs Agogna. Von Sovazza kann man in ca. 3-4 Stunden zum Mottarone wandern oder in Gignese das Schirmmuseum besuchen.

Der interessanteste Ort am Lago d'Orta ist Orta mit seinem Sacro Monte und der Insel San Giulio. Orta liegt auf einer lang gestreckten Halbinsel, die weit in den See hineinreicht. Unmittelbar davor liegt die Insel San Giulio. Der Ort ist autofrei, die Besucher müssen außerhalb auf großen Parkplätzen parken. Von dort geht man hinunter und über Kieselsteinpflaster durch enge Gässchen in die wunderschöne Altstadt. Vom kleinen Hafen aus hat man einen der schönsten Ausblicke auf die Insel San Giulio und das gegenüberliegende Ufer des Sees. Hier starten auch die Boote zur Insel San Giulio. Die kleine Insel ist fast vollständig bebaut, sie ist das religiöse Herz des Cusio-Gebietes und war schon immer Ziel für Reisende in den Süden und für Wallfahrer.

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