"Great Wine Capital" Mainz

Wein-Metropole Mainz spielt weltweit oben mit

In der Weltpolitik gibt es die G 7, im Weinbau die GWC, eine Art G 11 der bedeutendsten Weinmetropolen der Erde. "Great Wine Capitals“ heißt das renommierte Netzwerk, in dem Mainz seit 2008 Deutschland vertritt. Die Liste der anderen Mitglieder liest sich schillernd: natürlich Bordeaux, außerdem aus Europa Verona, Bilbao, Porto und Lausanne. Mit Adelaide (Australien), Kapstadt (Afrika), San Francisco sowie Mendoza und Valparaiso für Südamerika sind bis auf Asien alle anderen Kontinente dabei. Sie vertreten den "neuen Wein“ und machen die GWC zu einem wirklich weltweiten Netzwerk.

Mainz hatte sich lange intensiv um Aufnahme bemüht und feierte das 2008 ganz groß. Für Image und Tourismus ist der GWC-Ritterschlag eminent wichtig. Ja, Mainz, da denken viele an Landeshauptstadt, Karneval, Dom, Rhein und Maizelmännchen. Nicht immer präsent ist, dass Mainz die Hauptstadt von Rheinhessen ist, dem größten der 13 deutschen Weinanbaugebiete.

Auf den 26.500 Hektar Rebfläche machen weiße Sorten zwei Drittel aus, vor allem Riesling (17,7 %), Müller-Thurgau (15,6 %), Dornfelder (12,6 %) und Silvaner (8,1 %). Großartige Rotweine kommen von den Lagen rund um Ingelheim. Beliebte und bekannte Weinorte sind Westhofen, Alzey, Nierstein, Wonnegau und Bingen am Rhein.

Der Weinbau in Mainz hat eine lange Tradition und geht bis in die Römerzeit zurück. An die 2.000 Jahre also. Früher, als Mainz noch viel kleiner war, prägten die Weinberge das Stadtbild. Heute wachsen noch auf 2 % des Stadtgebiets Rebstöcke.

Wie überall in der weiten Welt des Weins prägen und befruchten die Reben auch in Mainz die Kulinarik. Dabei darf es gern einfach und deftig sein. "Weck, Worscht und Woi“ heißt das ganzjährige Mainzer Nationalgericht, bei dem zum rheinhessischen Tropfen ein doppeltes Brötchen mit Fleischwurst gereicht wird.

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