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Historische Bootstour

Sie wollen Prag in 45 Minuten von seiner schönsten und beeindruckendsten Seite erleben? Dann ist eine Moldau-Schifffahrt mit dem historischen "Vodouch" genau das Richtige!

Bei der historischen Bootstour werden einzigartige Plätze gezeigt, die man nur vom Wasser aus betrachten kann. Vorallem die originellen Ansichten der Prager Burg, der architektonischen Bauten und prachtvollen Sehenswürdigkeiten, die mit berühmten Legenden verbunden sind, bieten Gelegenheit für atemberaubende Fotomotive. Das Highlight auf der Route ist der grandiose Anblick der Karlsbrücke von allen möglichen Perspektiven. Dabei fahren Sie natürlich auch durch die älteste Brücke Prags hindurch.

Während man in gemütlicher Atmosphäre bei einem Kaffee oder Prager Bier die goldene Stadt an sich vorbei schwimmen lässt, kann man die Eindrücke und die Ruhe auf dem Wasser genießen. Am Ende der Tour sollten Sie den Besuch im Karlsbrücken-Museum nicht verpassen. Hier begegnen Sie der Geschichte dieses einzigartigen Wahrzeichens und seinem Bau.

Der Museumseintritt ist im Ticketpreis übrigens enthalten, genauso wie die kulinarische Verköstigung. Nach der Tour werden Sie also satt, glücklich und mit unvergesslichen Eindrücken von Bord steigen.

Lage, Anfahrt

In der Prager Innenstadt, auf dem Platz "Križovnické námestí", am östlichen Ende der Karlsbrücke, auf der rechten Seite der Moldau. Bewachte, kostenpflichtige Parkplätze gibt es entlang des Flussufers an den Brücken. Alternativ können Sie in der 200 m entfernten Tiefgarage "Rudolfinum" für etwa 2 Euro pro Stunde parken.

Fahrzeiten, Preise

Abfahrt: täglich 10.30 - 17.00, alle 15 min
Fahrpreis: Erwachsene 12,- Euro; Kinder 90 - 140 cm 6,- Euro; Kinder bis 90 cm kostenfrei

 

Bei schlechtem Wetter oder Anstieg des Wasserspiegels kann es zur Änderungen der Route kommen.

Fotos: Pražské Benátky

Petrín-Infos kompakt

Petrín: Rosaroter Blick vom Hügel der Verliebten

Der romantischste Ort in Tschechien? Auf jeden Fall "Petrín"! Der kleine, aber immerhin 327 Meter hohe Hügel im westlichen Zentrum von Prag ist das tschechische Mekka für Verliebte. Für Tschechen und Prager ist klar: Einen geeigneteren "Austragungsort" für Rendezvous gibt es nirgends. Woher und wie das überall greifbare Liebesflair auf und zum "Hügel der Verliebten" gekommen ist, weiß heute niemand mehr so richtig. Früher trug Petrín viele andere Namen, einer davon war "Laurenziberg". "Petrín" kommt von petrus (lat.) - der Fels. Fels daher, weil am Petrín bis ins 19. Jahrhundert der für Prag typische Pläner Kalkstein abgebaut wurde. Viele Gebäude und Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel auch die Prager "Hungermauer", bestehen aus diesem Baumaterial.

Vom ehemaligen Steinabbau ist heute natürlich nichts mehr zu sehen, überall am Petrín grünt und blüht es. Der Hügel eignet sich perfekt für ausgiebige und romantische Spaziergänge. Oder aber man besucht das Stefánik-Observatorium und findet seinen persönlichen Glücksstern. Den über 12.000 duftenden Blüten im Petríner Rosengarten kann man sich ohnehin nicht entziehen. Und wessen Statue versteckt sich zwischen den Bäumen? Karel Hynek Mácha war ein tschechischer Dichter der Romantik (wie passend). Sein bekanntes Gedicht "Mai" ist natürlich auch der Liebe gewidmet. Vor seiner Statue küssen sich traditionell verliebte Paare, sogar Schlange stehen wird in Kauf genommen. Am 1. Mai ist der Andrang besonders groß, denn der erste Tag des Monats wird in Tschechien nicht nur als Tag der Arbeit, sondern auch als Tag der Liebe gefeiert.

Viele Prag-Touristen besuchen Petrín aber aus einem ganz anderen Grund. Niemand geringeres als der Pariser Eiffelturm höchst persönlich stand Pate für die Architektur und die Konstruktion des Petríner-Aussichtsturms. Mitglieder des sog. Tschechischen Touristenklubs kamen 1889 völlig berauscht von der Pariser Weltausstellung nach Prag zurück und beschlossen kurzum, ihren eigenen "Eiffel-Aussichtsturm" auf dem Petrín zu errichten. Gesagt, getan. Am 16. März 1891 begannen die Arbeiten, nur knapp drei Monate später war der Turm fertig gestellt. Kurz darauf folgten die beliebte Standseilbahn und das Spiegellabyrinth.

Bis zur Spitze der fünfmal kleineren Kopie des französischen Originals sind es immerhin 63, 5 Meter und 299 Stufen. Von der Plattform genießt man einen wunderbaren Blick auf Prag.

"Spätabend war's - es war der erste Mai -
Ein Abendmai - es war der Minne Zeit.
Die Turteltaube lockt' zur Seligkeit
Im duft'gen Kieferhain, so traut und treu.
Von Liebe flüsterten die stillen Moose,
Und Liebeswehe log der Blütenbaum,
Von Liebe sang die Nachtigall der Rose,
Der Abendwind verriet den Rosentraum ..."

Karel Hynek Mácha - Mai

Für Autoreisende

Straßen allgemein

Die Verkehrswege sind im Allgemeinen gut ausgebaut, die Versorgung mit bleifreiem Benzin ist landesweit gewährleistet. Bei der Nutzung eines im Ausland zugelassenen Fahrzeugs in Tschechien ist das Mitführen einer grünen Versicherungskarte erforderlich. Für die Nutzung von Autobahnen und Schnellstraßen wird Maut erhoben, die Vignetten dafür sind an der Grenze und an Tankstellen erhältlich.

Vignettenpreise

Das System ähnelt dem in Österreich, die Preise sind aber zum Glück wesentlich niedriger. Pro Pkw bis 3,5 t kostet eine Vignette 2014:

1 Jahr gültig: 1.500 CZK (ca. 56,- Euro)

1 Monat gültig: 440 CZK (ca. 16,- Euro)

10 Tage gültig: 310 CZK (ca. 11,- Euro

Bei Verstoß gegen die Vignettenpflicht ist mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 CZK zu rechnen (etwa 186,- Euro), im Wiederholungsfalle liegt es aber auch weit höher (bis zu 15.000 CZK). Die Vignette für 1 Jahr ist bis 31. 1. 2015 gültig.

Alkohol am Steuer

Die Verkehrsregeln entsprechen weitgehend den EU-Vorschriften. Für Autofahrer besteht absolutes Alkoholverbot (0,0 Promille Blutalkohol). Dies wird, auch und gerade in Feriengebieten wie dem Riesengebirge, immer wieder kontrolliert, auch tagsüber.

Geschwindigkeit, Licht, Handy

Die Höchstgeschwindigkeit für Pkw beträgt 130 km/h auf Autobahnen, 90 km/h auf Landstraßen und 50 km/h in Ortschaften. In Tschechien muss auch bei Tag mit Abblendlicht gefahren werden! Es besteht Gurtpflicht, Kinder sind mit Kindersitzen zu sichern. Handys dürfen während der Fahrt nur mit Freisprechanlage benutzt werden.

Autofahrer müssen in Tschechien ein Set mit Ersatzglühbirnen für ihr Fahrzeug mitführen, andernfalls droht bei einer Kontrolle eine gebührenpflichtige Verwarnung über 300 CZK (etwa 12,- Euro). Im Auto müssen sich weiterhin befinden: Warnweste, Anleitung zu Erste Hilfe und Erste-Hilfe-Set.

Tanken

Je weiter man ins Landesinnere kommt, desto günstiger sind in der Regel die Benzinpreise. Direkt hinter der Grenze auf tschechischem Gebiet muss man zum Teil mit Warteschlangen rechnen.

Zusätzlich zum Kraftstoff im Haupttank eines Fahrzeugs dürfen bei der Rückreise nach Deutschland maximal 20 Liter in Reservekanistern abgabefrei eingeführt werden.

Allgemeine Tipps

Einreise

Die Personenkontrollen an der deutsch-tschechischen Grenze sind mit dem EU-Beitritt der Tschechischen Republik entfallen. Deutsche Staatsangehörige können grundsätzlich visumsfrei einreisen. Zur Einreise genügt ein gültiger Reisepass, Personalausweis, Kinderreisepass oder Kinderausweis. Ebenfalls ausreichend sind gültige vorläufige Reisepässe und Personalausweise. Kinderausweise ohne Lichtbild werden nicht anerkannt.

Für Reisende, die keine EU-Staatsangehörigkeit besitzen, besteht teilweise Pass- oder Visumspflicht. Das Visum muss bei der für den jeweiligen Wohnsitz zuständigen tschechischen Auslandsvertretung beantragt werden. Eine in der Bundesrepublik Deutschland oder in einem anderen EU-Staat ausgestellte Aufenthaltsgenehmigung oder auch ein Schengen-Visum berechtigen nicht zur Einreise in die Tschechische Republik.

Währung

Zwar ist Tschechien seit 2004 EU-Vollmitglied, den Segen (oder Fluch) des Euro genießen die gut 10 Millionen Einwohner aber noch nicht. Eine Euro-Einführung ist bisher noch nicht terminiert.

Aktuelle Währung ist nach wie vor die Tschechische Krone (CZK), 1 CZK = 100 Heller. Es gibt Münzen im Wert von 1, 2, 5, 10, 20 und 50 CZK. Die Banknoten sind 100, 200, 500, 1000, 2000 und 5000 CZK wert.

Die Krone war in den letzten Jahren gegenüber dem Euro sehr stabil, aktuell liegt der Wechselkurs etwa bei 1:27 (Januar 2014).

Geldwechsel

Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte Bargeld bei einer Bank in tschechische Kronen tauschen. Besondere Vorsicht ist bei allen Wechselstuben geboten. Sie bieten zwar zum Teil wirklich deutlich günstigere Kurse als die Banken, aber eben auch nur zum Teil. Die meisten berechnen nicht nur deutlich mehr Gebühren als die groß ausgeschilderten "0 % Commission", sondern bitten ihre Kunden oft noch mit Tricks zusätzlich zur Kasse.

Mit einer EC-Karte kann man an einem der zahlreichen Geldautomaten den gewünschten Betrag in Kronen abheben. Dafür wird eine von Bank zu Bank unterschiedliche Pauschalgebühr von etwa 2 bis 5 Euro fällig.

Einkauf, Preisniveau

Trotz EU-Mitgliedschaft und harter Währung konnte Tschechien sein Preisniveau erstaunlich niedrig halten. Wie überall, gibt es allerdings große Unterschiede. Je ländlicher die Region, umso günstiger. Das Gegenteil sind Altmarkt und Wenzelsplatz in Prag. Alles, was mit menschlicher Arbeit zu tun hat, ist in Tschechien durchweg um die Hälfte und mehr billiger. Essen und Trinken in Restaurants zum Beispiel, eine Massage oder der Besuch beim Friseur. In einfachen Landgaststätten bekommt man ein ordentliches Mittagessen für 3 bis 5 Euro, ein großes Bier für 80 Cent.

Gesundheit

Seit 2002 gilt das deutsch-tschechische Sozialversicherungsabkommen. Dies bedeutet, dass tschechische und deutsche gesetzlich Krankenversicherte im jeweils anderen Land grundsätzlich Krankenversicherungsschutz genießen.

Haustiere

Die Einfuhr von Haustieren unterliegt den üblichen veterinärrechtlichen Vorschriften (z.B. Tollwutimpfung etc.). Zur Vermeidung von Verzögerung wird bei der Mitnahme von Haustieren die Benutzung größerer Grenzübergänge mit Veterinärdienststellen empfohlen.

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