Maritim Hotel Bellevue Kiel

Kiels geschichsträchtiges Top-Hotel direkt an der Ostsee, als Gaststätte mit Aussichtspavillon 1846 gegründet, kompletter Neubau 1972 zu den Olympischen Spielen, letzte Renovierung 2015, gediegener "1970-er Jahre Barock".

Maritim Hotel Bellevue Kiel-Angebote

Hotel-Infos kompakt

Kiels geschichsträchtiges Top-Hotel direkt an der Ostsee, als Gaststätte mit Aussichtspavillon 1846 gegründet, kompletter Neubau 1972 zu den Olympischen Spielen, letzte Renovierung 2015, gediegener "1970-er Jahre Barock".

Der "Tatort" im Bellevue

Seit 2003 ist es üblich, dass die gesamte Crew des NDR sechs Wochen im "Bellevue" wohnt, wenn eine neue Folge mit dem Kieler Tatort-Kommissar Borowski (Axel Milberg) gedreht wird. Für das Fernsehteam und vor allem das Maritim Hotel Bellevue war "Borowski und die Sterne" etwas ganz Besonderes: Die Handlung der Tatort-Folge 741 spielt weitgehend im Hotel selbst. Der von der Kritik glänzend bewertete Krimi wurde Ende September 2009 zum ersten Mal ausgestrahlt und hatte hervorragende 7,49 Mio. Zuschauer (klar Platz 1 an diesem Abend mit 22,1 % Marktanteil).

Das Web-Portal kino.de bewertete "Borowski und die Sterne" so:

"Einmal im Jahr gibt es einen Tatort, der all die Vorzüge dieses Sendeplatzes auf herausragende Weise bündelt. Die Sender bemühen sich ja immer wieder, einerseits zwar den Erwartungen gerecht zu werden, andererseits aber auch mit ihnen zu spielen und den vorgegebenen Rahmen in Maßen zu sprengen. Nicht zuletzt dank Axel Milberg und der kreativen Arbeit bei der Produktionsfirma Studio Hamburg nimmt der Tatort aus Kiel ohnehin eine Sonderstellung ein.

Der Film "Borowski und die Sterne" aber hat gute Aussichten auf den inoffiziellen Titel "Bester 'Tatort' des Jahres": weil er anders ist als die anderen. Schon die Geschichte ist ungewöhnlich, zumal sie gespickt ist mit Anspielungen auf lebende Vorbilder. Zusätzlichen Reiz erhält der Film durch die überraschende Besetzung: Sat.1-Moderator Hugo Egon Balder (Foto links), im früheren Leben erst gelernter Schauspieler und später Musiker, spielt Bodo, einen gealterten Rock-Star, der ein Comeback erlebt. Margret, genannt Maggie, einstige Geliebte, will den alten Kontakt auffrischen und sich mit Bodo in dem Hotelzimmer treffen, in dem der Star damals gelebt hat. Aber Bodo kommt nicht, und kurz drauf liegt Margret tot zwischen den Hotelcontainern; ein Abschieds-Graffiti deutet auf Selbstmord hin. Doch die Botschaft wurde mit rechts geschrieben, und die Tote war Linkshänderin. Borowski hat nun die Qual der Wahl, denn Motive gäbe es viele. Die Spuren führen zwar auch zu Margrets todkrankem Gemahl (Hermann Beyer), aber vor allem in die Vergangenheit: Maggie hatte einst auch eine Affäre mit Bodos Gitarristen; beide kommen als Vater ihrer Tochter in Frage.

Margret wird von der früheren Rock-Sängerin Helen Schneider verkörpert; auch dies ein kleiner Besetzungs-Coup. Noch besser aber ist Maccarones Idee, sowohl die junge Maggie in den Rückblenden als auch Margrets Tochter von Esther Zimmering spielen zu lassen, denn auf diese Weise ist Bodos Verblüffung bei der ersten Begegnung noch überzeugender. Janis heißt die Tochter, nach Janis Joplin, mit deren Liedern auch immer wieder die Rückblenden unterlegt sind. In dieser Hinsicht rückt sich Maccarone ihre Geschichte allerdings etwas zurecht. Wie so oft im jüngeren Fernsehfilm werden Sechziger- und Siebzigerjahre kurzerhand zu einem Jahrzehnt komprimiert: Margrets Tochter ist um die dreißig, aber Janis Joplin starb vor knapp vierzig Jahren.

Doch dieses Detail lässt sich angesichts der vielen Qualitäten des Films leicht verschmerzen. Gerade Milberg und Maren Eggert (Foto rechts) hat Maccarone ganz wunderbare Wortwechsel in den Mund gelegt. Das gemeinsame Schleichen des Kommissars und seiner Kollegin aus der Kriminalpsychologie um den Beziehungsbrei ist ja ein ganz wesentliches Erfolgsgeheimnis der Kiel-Krimis, aber selten hat es zwischen den beiden so geknistert wie jetzt; kein Wunder, dass sie sich so nahe kommen wie nie zuvor. Wie im Leben ist das Vorspiel, als er auf ihre Ausführungen zu Jung mit einer Freud'schen Doppeldeutigkeit antwortet, der reizvollere Teil der erotischen Entwicklung.

Von Maccarone stammen übrigens nicht nur die Dialoge, sondern auch die Texte zu Bodos Liedern. Aber viel schöner sind die Details am Rande: der alte Mann im Rollstuhl, der angesichts der Ereignisse immer wieder beteuert, in welch schrecklicher Welt wir doch lebten, die Anspielungen auf Stanley Kubricks King-Verfilmung "The Shining" oder das allgegenwärtige ältliche Zimmermädchen, das seinerseits wie eine Figur aus einem Gruselklassiker wirkt."

Geschichte des Hotels

Der herrliche Aussichtspunkt Bellevue auf den waldigen Hügeln des Düsternbrooks wurde Anfang des 19. Jahrhunderts zum ersten "Naherholungsgebiet" Kiels, denn die Naturauffassung der Romantik öffnete den Blick für die landschaftliche Schönheit der Ostseeküste. Bald entstanden Ausflugslokale, Pavillons sowie eine Freilichtbühne und 1822 eine erste Naturbadeanstalt.

Bereits 1846 errichtete man am dem Standort eine einfache Gastwirtschaft mit einem Aussichtspavillion. Nachdem die Scheune abbrannte, wurde hier ein stattliches Logierhaus erbaut, dem später ein Saal für Bankette und Konzerte angeschlossen wurde. 1905 kaufte die Stadt Kiel das Anwesen und ließ es weiter ausbauen. In der Not des ersten Weltkrieges wurde es als Hilfslazarett und danach als Studentenwohnheim genutzt.

Vom 3. August bis zum 14. August 1936 fanden erstmals olympische Segelregatten auf der Kieler Förde statt. Nördlich des Hafens des Kaiserlichen Yacht-Clubs in Höhe des heutigen Bellevue entstand der Olympiahafen, daneben das Olympiaheim. 26 Nationen meldeten für die Regatten. Die Regattabahnen lagen damals noch auf der Innenförde. Zur gleichen Zeit näherte sich das olympische Feuer Kiel. Der Olympiaschmuck beschränkte sich im Kieler Stadtbild zumeist auf Fahnen am Hindenburgufer und auf verschiedenen Stadtplätzen. 50.000 Kieler nahmen an der Abschlussfeier auf dem Festplatz vor Bellevue teil. Wie die Spiele in Berlin wurden auch die in Kiel von den Nationalsozialisten als große Propagandaschau für ein internationales Publikum inszeniert.

Zur 75. Kieler Woche 1957 wurde in den alten Gemäuern das Hotel Bellevue wiedereröffnet, um die lange Tradition fortzusetzen. Zu den Olympischen Spielen 1972 wurde durch die Maritim Hotelgruppe pünktlich ein kompletter Neubau erschaffen.

Die olympischen Segelwettbewerbe 1972 dauerten vom 28. August bis 6. September. 320 Segler aus 42 Nationen mit 153 Booten gingen in sechs Bootsklassen (Soling, Drachen, Tempest, Star, Flying Dutchman und Finn) an den Start. Fast eine halbe Million Menschen säumten anlässlich der ersten Kieler Windjammerparade am 3. September 1972 die Ufer der Kieler Förde und sahen 70 Großsegler aus 17 Nationen passieren. "So etwas Schönes habe ich noch nie gesehen", war der Kommentar von Bundespräsident Gustav Heinemann. Zwei Tage später überschattete der Terroranschlag von München auch die Segelwettbewerbe in Kiel. Die Spiele wurden jedoch fortgesetzt. Olympia 1972 hat die Infrastruktur der Landeshauptstadt Kiel entscheidend verbessert und nachhaltige Akzente im Stadtbild gesetzt.

Lage, Anreise

Schleswig-Holsteines Landeshauptstadt Kiel liegt im hohen Norden an der Ostsee und ist bestens ans deutsche Autobahnnetz angebunden.

Mit dem Auto

Aus allen Richtungen: Sie fahren auf den entsprechenden Autobahnen zur A 7 (Hamburg-Flensburg) und biegen am Dreieck Bordesholm auf die A 215 Richtung Kiel ab. Sie verlassen die Autobahn an der Abfahrt "Kiel Mitte" und fahren auf dem Ring Richtung Kiel-Wilk bis zur Paul-Fuss-Straße, biegen dort rechts ab, fahren rund einen Kilometer geradeaus Richtung Kieler Förde und folgen dann der Beschilderung zur Bismarckallee.

Mit dem Zug

Der Hauptbahnhof Kiel ist 4 km vom Hotel entfernt. Von dort nehmen Sie am einfachsten ein Taxi (Kosten ca. 15 Euro) oder den Bus 41.

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