Zoo Frankfurt

Zoo Frankfurt: Dschungel in der Stadt

Wenn Sie Frankfurts Haupteinkaufsstraße, die Zeil, hinunter gehen, immer weiter nach Osten, stehen Sie nach etwa anderthalb Kilometern vor den Toren des Zoos Frankfurt. Was heute eine zentrale Lage ist, war 1858, bei der Gründung, der Stadtrand. Hier tummeln sich über 150 Jahre später 4.600 Tiere auf 11 Hektar Fläche. Zwei von ihnen sind Dora und Theo.

Giraffenhaus, Pinguinklippe und Streichelzoo – der Frankfurter Zoo ist vielleicht nicht der größte, aber in dem historischen Tierpark gibt es so viel zu sehen. Dora und Theo finden Sie bei den Orang-Utans, aber sie sind keine Affen, sondern Binturongs; kleine Schleichkatzen mit dunklem Fell. Mit den beiden, die ein wenig aussehen wie ein Marder, den man gerade aus dem Tiefschlaf geweckt hat, gelang dem Zoo Frankfurt ein Zuchterfolg. Die Säugetiere kommen aus Süd- und Südostasien und sind gefährdet – weil ihr Fleisch so lecker ist. Hier in Frankfurt werden sie jedoch bewundert statt gebraten. Tiere erleben – Natur bewahren, das ist das Motto des Zoos. Seine Artenvielfalt und sorgfältig gepflegten Grünanlagen musste sich der Tiergarten hart erkämpfen. Im Zweiten Weltkrieg kamen fast alle Tiere bei Bombenangriffen ums Leben. Nach dem Krieg widersetzte sich Bernhard Grzimek, der von den Alliierten zum Zoodirektor ernannt worden war, der Schließung. Er ließ das Gelände räumen, verleibte ihm noch ein paar Quadratmeter mehr ein (ohne vorher um Erlaubnis zu bitten) und eröffnete den Zoo am 1. Juli 1945.

Freiheit für die Geckos

Bernhard Grzimek war es auch, der Tombolas und Spendenaktionen veranstaltete, sodass der Zoo bald viele neue Gehege bauen konnte. Nach ihm wurde das "Haus der Nacht“ benannt, das Sie bei einem Zoobesuch nicht auslassen dürfen. In dem Gebäude, über dessen Tür eine bedrohliche Fledermaus schwebt, können Sie Tiere beobachten, die eigentlich nachtaktiv sind. Im Haus steht der Tag-Nacht-Rhythmus Kopf, sodass Fledermaus, Maki, Erdferkel und Eulen wuseln, fliegen und fressen, obwohl draußen Tag ist. Im Herzen des Zoogeländes befindet sich der Große Weiher, ein künstlich angelegter See, der heimische Tiere anlockt. Wer Glück hat, entdeckt einen Eisvogel. Etwas exotischer sind die Bewohner einer anderen Wasseranlage: der Robbenklippe. Hier gibt es nicht nur Seehunde zu sehen, sondern auch Pinguine und Kormorane. Noch mehr Wasserbewohner bietet das Exotarium. Im Erdgeschoss Fische, Schildkröten, Seesterne und mehr; im ersten Stock Amphibien. Die Geckos leben übrigens frei, also nicht wundern, wenn Sie plötzlich von der Wand aus beäugt werden. Natürlich gibt es noch viele Highlights – Löwen, Elefanten, Alpakas und Gorillas – aber zwei sollten hier noch genannt werden. Zwischen Kea-Voliere und Kiwi-Zentrum (mit Brutstation, so süß die Federbälle, mit dem langen Schnabel) liegt der Abenteuerspielplatz des Zoos und ein Labyrinth aus Büschen, wo Kinder sich austoben können, wenn mal Tierpause angesagt ist. Und sollte der Drang, einen flauschigen Binturong anzufassen zu groß sein: Im Streichelzoo dürfen Ziegen beschmust, gekost und in den Arm genommen werden. Fellglück in der Mainmetropole.

Adresse Zoo Frankfurt.

Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten Zoo Frankfurt

täglich 9.00 - 14.00 Uhr, 14.30 - 19.00 Uhr

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