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Urlaub in Echternach
Echternach: Älteste und innovativste Stadt Luxemburgs
Vielleicht war die schöne Landschaft, die heute um Echternach zum Wandern verlockt, der Grund, warum der Heilige Willibrord hier 689 die Abtei und damit Echternach gründete. Damit ist es die älteste Stadt des Herzogtums. Weithin sichtbar ist ihr Wahrzeichen aus dem 13. Jahrhundert, die Basilika mit ihren zwei Türmen. Ein paar Schritte weiter lässt sich das ehemalige Gerichtshauses, „Denzelt“ genannt, bewundern – leider nur von außen. Mit seinen spitzen Türmchen, Torbögen und Statuen an der Fassade fällt es sofort ins Auge. Für Geschichtsinteressierte hat Echternach einiges zu bieten: Die Reichsabtei war im Mittelalter berühmt für Buchmalerei, die römische Villa am Seeufer des „Meer van Echternach“ aus dem ersten Jahrhundert gehört zu den größten diesseits der Alpen. Zu Fuß durch den Ort zu bummeln ist die beste Art, das Echternach außerhalb des Hotels kennenzulernen: die verwinkelten Gassen, Überreste und Türme der alten Stadtmauer, der große Marktplatz. Vielleicht folgen Sie einfach dem Kulturweg, der Sie an den wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.
Wandern im Müllerthal
Oder Sie schnüren gleich Ihre Wanderschuhe, verlassen Ihr Hotel in Echternach und erforschen das Müllerthal. Felsen, Bäche mit vielen Wasserfällen, Hügel, Wiesen und Wälder prägen die Region. Für Naturfreunde bietet der „Mullerthal“ Trail auf 112 Kilometern Gelegenheit zum Wandern um Echternach. Dank der felsigen Landschaft fühlt man sich wie bei einem Urlaub in der Schweiz. Wenn Sie abends die Füße schonen wollen, wie wäre es mit dem Besuch des Kinos „Cine Sura“. Das ist nicht irgendein Kino: Hier wurde 1896 der erste Film in Luxemburg vorgeführt. Heute wird das Kino von Freiwilligen betrieben. Auch sonst war Echternach immer an der Spitze der Innovation. Als erste Stadt des Landes und eine der ersten Europas bekam es 1886 elektrische Beleuchtung.
Echternach springt
Echternach ist immer noch auf dem Sprung – das das wortwörtlich. Jeden Dienstag nach Pfingsten findet die Echternacher Springprozession statt. In Fünferreihen hüpfen die weiß und schwarz gekleideten Gläubigen von der Abtei zur Basilika, wo der Heilige Willibrord begraben ist. Das sieht lustig aus und ist von der UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe erhoben worden. Schließlich hat Echternach schon oft bewiesen, dass es einen Vorsprung hat.




