Bernkastel-Kues-Infos kompakt

Mittelalterlicher Charme an der Mosel

Bernkastel-Kues, das klingt wie der Nachname eines Politikers. Die Stadt an der Mosel wurde nach dem Theologen und Philosophen Nikolaus von Kues benannt. In der Tat war dieser tonangebend in der Kirchenpolitik. Das Schönste aber: Im schnuckeligen Moselstädtchen zählt Wein unter "Medizin". Gewissermaßen.

Der Marktplatz - ein Schmuckstück, wie es nur das Mittelalter herzurichten vermochte. Mit Fachwerkhäusern, Brunnen und verwinkelten Gassen. Besonders beliebt bei Touristen ist das 1416 erbaute Spitzhäuschen. Unten schmal, ausladend in der Oberweite. Die drollige Architektur ist dem Umstand geschuldet, dass man einst nur für die Grundfläche Steuern zahlen musste und das haben die Bauherren ausgenutzt. Im Erdgeschoss befindet sich die Weinstube des Familienweingutes Schmitz-Herges. Ein Highlight anderer Art: der Bonbon-Willi. Bei ihm werden Drops und Lutscher noch so richtig von Hand gemacht. Ein herrlicher Tante-Emma-Laden, mit dem schnauzbärtigen Meister können Sie gern auch ein kleines Schwätzchen halten.

Muselfisch und Moselaal

Bernkastel ist und bleibt in erster Linie aber ein Kind der Weinhänge. Wenn die Abendsonne auf die Steilhänge an der Mosel scheint, darf ein Glas nicht fehlen. In der Region werden vor allem Riesling, Elbling, Kerner und Grauburgunder produziert. Schon vor 2.000 Jahren nutzten die Kelten und Römer das Klima an der Mosel aus, um Trauben anzubauen. Die malerischen Stöcke kann man sich zu Fuß anschauen oder, noch besser, per Rad: immer am Fluss entlang auf dem wunderbaren Moselradweg. Restaurants auf der Strecke bieten nicht nur bombastische Ausblicke auf die Weindörfer, sondern auch lokale Köstlichkeiten wie Muselfisch oder gebratenen Moselaal.

Wein ist die beste Medizin

Und dann war da noch der Berncasteler Doctor. Einer Legende nach konnte kein Arzt dem kranken Trierer Kurfürsten Boemund II. helfen. Bis ein hiesiger Winzer den Mann von seinem Wein gab, ihn heilte und daraufhin den Titel des "Berncasteler Doctor" erhielt. Die Geschichte wird gern wieder und wieder erzählt - eine Stadtführung lohnt sich. Verkostet wird die wunderbare Arznei dabei natürlich auch.

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