St. Moritz-Infos kompakt (Schweiz)

Jetset-Zentrale mit Bergseezauber

Zuerst kamen die Leute zum Trinken nach St. Moritz. Dann zum Skifahren. Heute reisen viele wegen des trockenen "Champagnerklimas" an. Das Bergdörfchen hoch oben im Engadin verwandelte sich im Laufe der Jahrzehnte in den Luxusort der Schweiz. Aber auch Normalsterbliche verlieben sich in dieses Naturparadies.

Am Anfang gab's tatsächlich nur Wasser in St. Moritz, ausgerechnet… Naturheilarzt Paracelsus lobte die Heilkraft der "St. Mauritiusquelle" - und löste damit quasi den späteren Touristenansturm aus. Der Ort wurde sogar nach der Quelle benannt.

300 Schweizer Jährchen vergingen noch, bis 1856 das erste Kurhotel gebaut wurde. Dann ging alles ganz schnell: Der Hotelchef wettete mit vier englischen Urlaubern, dass es in den Alpen auch von Weihnachten bis Ostern erholsam ist - und gewann. Sie erfanden den Winterurlaub, der das süße Nest zum Kultdorf machte.

Heute reisen jedes Jahr 250.000 Gäste an - 110.000 im Sommer und 140.000 im Winter. Dabei hat das Dorf nur 5.500 echte Einwohner… Während der Saison kommen 2.500 Angestellte und 12.800 Gästebetten dazu.

322 Tage Sonne in 1.800 Metern Höhe

Die Bebauung von St. Moritz löst nicht bei jedem Reisenden Begeisterung aus. Aber die Kulisse! Der Ort liegt 1.800 Meter hoch, ist umringt von schneebedeckten Alpspitzen. Zu Füßen des Dorfes glitzert die Sonne im St. Moritzersee. Meistens jedenfalls. Die Einheimischen können nämlich mit 322 Sonnentagen pro Jahr angeben. Ja, es prickelt hier oben, mit oder ohne Champagner.

Es gibt mehr als 350 Bars und Restaurants und 350 Pistenkilometer rund um St. Moritz. Sportliche Aktivitäten sind rauf und runter im Angebot: Golf, Windsurfen, Tennis, Kiten oder Mountainbiken… Wie wär's mal mit einer Taxifahrt im Viererbob? Oder Snow-Polo auf dem zugefrorenen See?

Hohe Promidichte im "King's Club"

Die legendären Partynächte steigen im "King's Club". Claudia Schiffer, Kate Moss und Robert De Niro gehören zu den Stammgästen. Der Club liegt im Keller des "Badrutt's Palace", hat Platz für 200 Gäste. Wer rein kommt, ist wichtig, irgendwie. Tipp: Das Luxushotel (teuerste Suite 16.000 Euro pro Nacht) hat auch eine "normale" Pizzeria. Natürlich auch nicht billig, aber Neugierige können hier dem Jetset ganz nah sein…

Fotos: swiss-image.ch, Christof Sonderegger

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