Schwurgerichtssaal 600

Am 20. November 1945 begann im eigens umgebauten Schwurgerichtssaal 600 des Nürnberger Justizpalastes der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Nürnberg bot sich als Verhandlungsort nicht nur aufgrund der Symbolik, sondern vor allem wegen des großzügig angelegten, weitgehend unzerstörten Justizpalastes in der Fürther Straße und seiner Lage in der US-Zone an. 21 führende Vertreter des nationalsozialistischen Regimes mussten sich damals auf der Anklagebank in Nürnberg wegen ihrer Verbrechen gegen Frieden und Menschlichkeit verantworten.

Organisatorisch stellte der Prozess alles bisher Dagewesene in den Schatten. In dem 218 Tage langen Verfahren hörte das Gericht 240 Zeugen und prüfte über 300.000 eidesstattliche Erklärungen. Nach elf Monaten wurden im Oktober 1946 die Urteile im Internationalen Hauptkriegsverbrecherprozess verkündet, ein Meilenstein der Geschichte des Völkerrechts.

Den anschließend wieder in den Ursprungszustand zurückgebrachten Saal nutzt das Landgericht bis heute für Verhandlungen des Schwurgerichts. Die Führungen der Museen der Stadt Nürnberg finden daher nur am Wochenende statt. Sie stellen den historischen Ort vor und sind ein erstes Informationsangebot des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände.

Lage, Anfahrt

Der Saal befindet sich im Landgericht Nürnberg-Fürth in der Fürther Str. 110, direkt neben der U-Bahn Linie 1 Haltestelle "Bärenschanze".

Öffnungszeiten

Geöffnet: Besichtigung kann nur im Rahmen ein Führung stattfinden. Samstag und Sonntag 14.00

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