Schnoor-Viertel

Up'n netten Klönschnack im Schnoor

Liebevoll restaurierte, urige Fachwerkhäuser in verwinkelten Gassen. Schnuckelige Cafés und Restaurants, dazu eine herrlich entspannte Atmosphäre. Die alteingesessenen Hanseaten sitzen hier ebenso gerne wie Touristen. Lassen Sie sich treiben und entdecken Sie Bremens Perle - Willkommen im Schnoor.

Bekannt sind die Bremer natürlich für ihre tierischen Stadtmusikanten. Ruhm erlangten aber nicht nur die und der mehrfache Fußball-Meister Werder, sondern auch der "Bremer Babbeler": Kinder schlecken das längste Husten-Bonbon der Welt im Wettbewerb, es gewinnt wer ihn besonders spitz lutschen kann. Und wenn nicht gerade ein "Babbeler" den Mund verklebt, wird Bremer Platt gesprochen. Zu finden ist die Lutschstange übrigens in der Marterburg 32, inner "Konditorei Café im Schnoor".

Die Perle des Nordens

Auf Plattdeutsch bedeutet "Schnoor" ganz einfach Schnur. Die Einen sagen, es komme von ehemals im Viertel ansässigen Handwerkern, die Taue und Seile für die Schiffe herstellten. Für andere sind es die kleinen und bis zu 700 Jahre alten Häuschen, aufgereiht wie Perlen an der Schnur. Genau weiß es keiner, vielleicht war's ja auch eine Mischung aus beiden Theorien. Regelmäßig bietet die Bremer Touristik-Zentrale Führungen in kleinen Gruppen durch die verwinkelten Gassen an. Die Gästeführer erzählen dabei mit viel Humor etwas zur Geschichte und auch ein paar Geschichten ums Schnoor.

Kultur anner Schnur

Nur ‘n lütsches büschen Fußwech ist es zu Varietés, Galerien und Museen, Kunsthandwerksbetrieben und Antiquitätengeschäften - perfekt für einem Stöber-Spaziergang durch Bremens ältesten Stadtteil. Tipp: Sonntags haben die Geschäfte hier bis 16.00 Uhr auf. Vor allem die kleinen, gemütlichen Cafés und Kneipen sind immer einen Besuch wert. Ein "Klönschnack", also eine nette Unterhaltung mit dem Tischnachbarn, ist dann nahezu unausweichlich - ebenso wie der darauf folgende Aquavit (Kümmelschnaps) oder Kräuterlikör mit dem man sich zuprostet. Dann heißt es: "Backbord, Steuerbord, Mittschiffs, Prost".

Termine zur Schnoor-Führung nach Vereinbarung, ab 59,50 Euro pro Gruppe, maximal 25 Personen. Konditorei-Café im Schnoor geöffnet Montag - Samstag 8.00 - 18.00, Sonntag 12.00 - 18.00. Bund mit 5 Stangen für 1,75 Euro.

Fotos: Silke Krause, Jonas Ginter, BTZ Bremer Touristik-Zentrale

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