Schloss Stolzenfels

Die neuere Geschichte von Schloss Stolzenfels ist ungewöhnlich. Und sie beginnt mit einer Schenkung. 1823 bereitete die Stadt Koblenz dem preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm eine auf den ersten Blick (und auch für damalige Verhältnisse) ungewöhnliche Überraschung: Koblenz schenkte dem Prinzen eine Ruine - die Überreste der mittelalterlichen Burg Stolzenfels.

Der Prinz nahm das Geschenk dankend an und formulierte prompt die unerwartete Herausforderung: Seine Baumeister sollten die mittelalterliche Anlage wieder in neuem (alten) Glanz errichten, dabei aber "die Überreste so viel wie möglich schonen".

1842 waren die Hauptgebäude von Schloss Stolzenfels fertig. Am 14. September des gleichen Jahres weihte der inzwischen König gewordene Friedrich Wilhelm IV. seine neue, romantische Sommerresidenz im Rheintal ein. Der Monarch führte an diesem Tag einen prunkvollen Zug in Mittelalter-Kostümen vom Flussufer hinauf zum Schloss Stolzenfels und dem sich dort anschließenden Fest. In den Folgejahren bis 1847 entstand der bis heute wohl schönste und bedeutendste Baukomplex der preußischen Rheinromantik: Schloss Stolzenfels.

Heute erkennt man als Besucher das prächtige Bauwerke schon aus der Ferne. Der ockergelbe Anstrich, die leichte und regelrecht märchenhaft Anmutung von Schloss Stolzenfels unterscheidet sich von den meisten Burgen, denen man im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal begegnet.

Lage, Anfahrt

Von Koblenz mit dem Auto auf der B 9 Richtung Boppard. Im Stadtteil Koblenz-Stolzenfels sind Parkmöglichkeiten vorhanden. Der Fußweg zum Schloss ist ausgeschildert.

Mit dem Schiff gibt es von April bis Oktober täglich mehrere Abfahrten von Koblenz nach Stolzenfels und zurück (Fahrzeit ca. 30 Minuten).

Öffnungszeiten, Eintrittspreise

Geöffnet: April-September 9.00-18.00; Oktober, Oktober, November und März 9.00 - 17.00; Januar + Februar nur Sa. und So. 10.00 - 17.00
Eintritt: Erwachsene 5,- Euro; Ermäßigte 4,- Euro; Kinder/Jugendliche 3,- Euro; außerdem verschiedene Gruppen- und Familientarife

(Fotos: Koblenz-Touristik)

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