Schloss Schönbrunn

Für einen Tag in Kaiserin Sisis Fußstapfen treten

Wie eine prächtige Filmkulisse. Und doch alles authentisch. 1854 zog Sisi auf Schönbrunn ein und residierte jahrelang neben ihrem Gemahl Franz Joseph. Auch Mozart startete hier im Alter von 6 Jahren seine Karriere. Österreichs meistbesuchtes Touristenziel - ein Traum.

Menschenmengen, Fotogeknipse, heitere Jauchzer. Alle sind auf der Suche nach Kaiserin Sisi, nach dem Glanz der Kaiserzeit, nach einem Rendezvous mit Mozart. Alleine sind Sie hier nie - magisch und eindrucksvoll ist das riesige Märchenschloss trotzdem. Imposante Architektur, glanzvolle Prunkräume und gepflegte Gartenanlagen. Jeden Moment könnte die kaiserliche Kutsche um die Ecke biegen. Das Leben am Hofe - entzückend und grandios.

Der Bau des Lustschlosses Schönbrunn geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Völlig zerstört nach der Türkenbelagerung, kamen Pläne zum Neuaufbau im Stil einer barocken Schlossanlage auf. Schöner als das Schloss Versailles sollte es werden. Dazu kam es jedoch nie. Glanzvollste Epoche: unter der Regierungszeit Maria Theresias. Im 18. Jahrhundert baute die Erzherzogin von Österreich das Jagdschloss in eine barocke Residenz um - Schönbrunn wurde Mittelpunkt des politischen und höfischen Lebens. Auch der kleine Mozart durfte mit sechs Jahren für die Kaiserin spielen und kam später gern nach Schönbrunn zurück. In der Orangerie kam es auch zum legendären musikalischen Duell mit seinem Widersacher Salieri.

Viele Räume ließ Maria Theresia im Rokoko-Dekor ausstatten - bis heute blieben diese unverändert. Kaiserliche Gemächer, Prunksäle und Kammern - 1.441 Zimmer zählt der goldgelbe Prachtbau insgesamt. Nur 40 davon können besichtigt werden. Vom festlichen Glanz der Großen Galerie bis zum fernöstlichen Zauber der chinesischen Kabinette - mit der kleinen "Imperial Tour" entdecken Sie selbstständig (Audioguide/Tourbeschreibung) die wichtigsten Räume der Kaiserfamilie.

Die 50-minütige "Grand Tour" geleitet durch die gesamte Nobeletage: Wohnräume von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth, Repräsentationsräume, Apartments Maria Theresias und Franz-Karls-Apartments. Ein Traum für jeden Sisi- und Franzl-Fan. Besonderes Highlight: das Millionenzimmer. Die Vertäfelung aus Palisanderholz mit eingelassenen Miniaturen aus Persien und Indien sind Rokoko par excellence - einfach traumhaft schön.

Frei zugänglich und beliebtes Erholungsgebiet ist der barocke Schlosspark. Geradlinige Hecken, geometrische Formen und verspielte Brunnen - Pracht und Luxus des Schlosses setzen sich im Garten fort. Blickfang: die Gloriette. Der frühklassizistische Kolonnadenbau - ein Säulengang - thront hoch über dem Schlosspark. Bei einer Melange genießen Sie hier die beste Sicht auf Schönbrunn. Perfekte Tageszeit für einen Parkbesuch: am frühen Morgen, vor dem großen Besucheransturm.

Geöffnet: Schlosspark täglich ab 6.30 - Sonnenuntergang, Eintritt frei,

Schloss täglich 8.00 - mind. 17.00, Eintritt Erwachsene je nach Tour 14,20 Euro bis 17,50 Euro.

Fotos: Wien Tourismus, Peter Rigaud, Wilfried Gredler Oxenbauer; Pixabay

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