Rotkäppchen Sektkellerei

Der Sekt mit der roten Kappe ist ein deutsches Markenzeichen: Rotkäppchen Sekt. 1856 gründeten die Brüder Moritz und Julius Kloss zusammen mit ihrem Freund Carl Foerster die Weinhandlung Kloss & Foerster in Freyburg an der Unstrut.

In einer Wohnung im Hinterhaus der Familie Kloss wurden die ersten 6.000 Flaschen abgefüllt. Die erste Flasche Sekt wurde zur Hochzeit von Julius Kloss mit Emma Gabler am 17. Juni 1858 geöffnet.

Das Unternehmen war enorm erfolgreich - schon zehn Jahre später, 1867, konnten die Freyburger Winzer die erforderliche Menge an Wein nicht mehr liefern, es musste Most aus Württemberg und Baden zugekauft werden. 1870 wurden bereits 120.000 Flaschen produziert.

Nach der Wende droht Rotkäppchen in der Versenkung zu verschwinden - im 2. Halbjahr 1990 werden nur noch 1,8 Millionen Flaschen verkauft. Doch durch Ehrgeiz, Engagement und den Gang ungewöhnlicher Wege gehört Rotkäppchen heute wieder zu den größten Sektkellereien in Deutschland.

Die Gebäude in der Freyburger Sektkellereistraße 5 sind ein wahres Industriedenkmal. Besonders beeindruckend ist der 1893 erbaute, rund eintausend Quadratmeter große Lichthof mit seinem freitragenden Glasdach, damals und auch heute noch eine architektonische Meisterleis-tung.

Auch die Keller sind sehenswert: Fünf Stockwerke tief reichen sie in das Muschelkalk-Gestein hinunter und bieten 13.000 Quadratmeter (knapp zwei Fußballfelder) Platz.

Im 1896 angebauten Domkeller steht das Prunkstück des Hauses: das größte geschnitzte Cuvéefass Deutschlands. Das riesige Fass wurde 1896 von dem Küfer Georg Feldmann aus dem Holz von 25 Eichen erbaut.

Mit über 100.000 Besuchern pro Jahr ist die Sektkellerei in Freyburg ein großer Besuchermagnet.

Lage

Adresse: Sektkellereistr. 5, 06632 Freyburg (Unstrut)

Führungen, Eintrittspreise

Führungen: täglich 11.00 und 14.00, Sa./So. zusätzlich 12.30 und 15.30
Eintritt: pro Person 5,- Euro inklusive einem 0,1-l-Glas Sekt

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