Prag-Infos 2

Wenzelsplatz: Karl IV. legte den Platz 1348 als Rossmarkt vor den Toren der Altstadt an, wenig spektakulär. Im Laufe der Jahrhunderte schrieb der Platz aber immer wieder Weltgeschichte, 1969 zum Beispiel, als sich Student Jan Palach hier aus Protest gegen den Einmarsch sowjetischer Panzer und das Ende des Prager Frühlings verbrannte. 1989 hielt Bürgerrechtler Vaclav Havel vom Balkon eines Verlagshauses am Wenzelsplatz seine berühmte Rede, die Demonstrationen auf dem Wenzelsplatz trugen zum Ende der kommunistischen Diktatur bei. Was Prag-Neulinge oft wundert: Der Platz ist eigentlich kein Platz, sondern ein 75 Meter langer und 60 Meter breiter Boulevard mit zahlreichen Cafés, Kaufhäusern, Geschäften und Wechselstuben. Der Platz ist nach Landespatron Wenzel benannt, dessen Reiterdenkmal am oberen Ende vor dem imposanten Nationalmuseum steht. Hier befindet sich auch die Metrostation "Museum".

Tanzende Häuser: Hier brauchen Sie nicht viele Stunden verbringen, aber das moderne Bauwerk des amerikanischen Architekten Frank O. Gehry ist auf jeden Fall ein Hingucker wert. Die Prager haben es nach den tanzenden amerikanischen Hollywood-Stars "Ginger und Fred" getauft. Sie finden es unweit der Karlsbrücke direkt am Moldauufer.

Soldat Schwejk: Halb Europa las und liebt die launigen Geschichten vom "braven Soldat Schwejk", mehrfach verfilmt , unter anderem mit Heinz Rühmann. Schwejks Stammlokal heißt "U Kalicha" (Zum Kelch). Gemäß Jaroslav Hašeks Bestseller hatte sich der listige K.u.K.-Soldat hier "um ysechs nach'm Krieg" verabredet. Heute können Sie in Schwejks Lokal deftig böhmisch speisen. Vorsicht! Wenn Sie ein "großes Bier" bestellen, offeriert man Ihnen einen Liter, das "kleine Bier" mit 0,5 Litern ist hier normal. Abends wird echte böhmische Musik gemacht, Sie können jede Menge Schwejk-Souvenirs kaufen. Moderate Preise und netter Service zeigen, dass dies keine Touristenfalle ist. Das "Kalicha" erreichen Sie in ein paar Gehminuten von der Metrostation "I. P. Pavolova".

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