Parthnon documenta 14 - Kassel

Tempel der verbotenen Bücher

100.000 verbotene Bücher bildeten auf der documenta 14 in Kassel einen Parthenon. Die argentinische Konzeptkünstlerin Marta Minujín setzte damit zur weltgrößten Ausstellung zeitgenössischer Kunst ein Mahnmal gegen die Zensur und Verfolgung von Schriftstellern.

Das Gerüst ist der Athener Akropolis in Originalgröße nachempfunden und wurden mit den eingeschweißten Büchern behangen. Alle sind oder waren einmal auf dem Index: die Bibel, Das Guantanamo-Tagebuch von Mohamedou Ould Slahi, Die Leiden des jungen Werther von Goethe und die Hausmärchen der Brüder Grimm. Privatleute und Verlage spendeten die Bücher. Das Kunstwerk stand öffentlich zugänglich auf dem Friedrichsplatz, wo in der NS-Zeit Bücher verbrannt wurden. 

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