Parthnon documenta 14

Der Tempel der verbotenen Bücher in Kassel

100.000 verbotene Bücher bilden auf der documenta 14 in Kassel ab dem 10. Juni einen Parthenon. Die argentinische Konzeptkünstlerin Marta Minujín setzt damit zur weltgrößten Ausstellung zeitgenössischer Kunst ein Mahnmal gegen die Zensur und Verfolgung von Schriftstellern.

Das Gerüst ist der Athener Akropolis in Originalgröße nachempfunden und wird mit den eingeschweißten Büchern behangen. Alle sind oder waren einmal auf dem Index: die Bibel, Das Guantanamo-Tagebuch von Mohamedou Ould Slahi, Die Leiden des jungen Werther von Goethe und die Hausmärchen der Brüder Grimm. Privatleute und Verlage spendeten die Bücher. Das Kunstwerk steht öffentlich zugänglich auf dem Friedrichsplatz, wo in der NS-Zeit Bücher verbrannt wurden. Während der documenta vom 10. Juni bis 17. September wird weiter an der Vollendung des „Parthenon der Bücher“ – so der Titel – gearbeitet. Gegen Ende der documenta 14 werden die Bücher abgenommen und an die Besucher verteilt.

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