Opéra Garnier

Heimat des Phantoms: die Opéra Garnier in Paris

Wer eine Kulturreise nach Paris macht, dem fehlt es nicht an sehenswerten Zielen, eher an Zeit. Sollte die Opéra Garnier auf Ihrer „to do“-Liste stehen? Von außen wirkt das Gebäude prachtvoll, aber es ist ja nur eine weitere Oper … Mitnichten! Die Opéra Garnier ist ein Kunstwerk und inspirierte eine der berühmtesten Geschichten der Welt. 

1858 entging Napoleon III. knapp einem Attentat. Statt wie andere Machthaber eine Kirche zu stiften, ließ der Kulturliebhaber ein Opernhaus bauen. Beauftragt wurde der junge Architekt Charles Garnier, der 13 Jahre seines Lebens dem nach ihm benannten Gebäude widmete. Das Bauvorhaben stand unter keinem guten Stern: Unter dem Grundstück befindet sich ein unterirdischer See, der auch heute noch von der Feuerwehr regelmäßig trocken gelegt werden muss. Bei der ersten Aufführung ertönten mysteriöse Geräusche aus dem Untergrund und es ereignete sich ein nie völlig aufgeklärter Unfall, bei dem das Gegengewicht eines Kronleuchters eine Concierge tötete. Die Legende des „Phantoms der Oper“ war geboren. Gaston Leroux verfasse den gleichnamigen Schaueroman, heute sehen Hunderttausende jährlich das Musical.

Exzentrische Pariser Sehenswürdigkeit

Wer als Parisurlauber nichtsahnend die Oper betritt, ist erstmal überwältig von der Pracht im Inneren: Im Foyer führt die prunkvolle Marmortreppe hinauf, die Wände sind in üppigen roten und goldenen Farbtönen gehalten. Kristallleuchter bringen alle goldenen Ornamente zum Glitzern. Stuck, Samt und edle Materialen überall. Den Stil bezeichnete Baumeister Garnier als „Style Napoléon III.“, was wohl bedeuten soll, dass er extravagant und größenwahnsinnig ist. Heute werden hier vor allem Ballettstücke aufgeführt. Das Haus zeigt auch regelmäßig Kunstaustellungen und beheimatet eine Bibliothek mit Büchern über Oper und Theater.

Führung zum Phantom der Oper

Architektonische und künstlerische Highlights gibt es viele zu entdecken: Zum Beispiel bemalte Chagall im Bühnensaal die Decke mit Pariser Sehenswürdigkeiten – ein überraschend moderner Farbkleks inmitten der historischen Opulenz. Wer alle Besonderheiten des Gebäudes sehen will, nimmt am besten an einer der Führungen teil, die das ganze Jahr über auf Englisch stattfinden. Ganz spontan geht das auch mit einem Audioguide, der auf Deutsch erhältlich ist. Ob der Sie auch zum Phantom der Opéra Garnier führt, das angeblich mit seiner Barke auf dem unterirdischen See fährt? Lassen Sie sich überraschen.

Opéra Garnier, 8 Rue Scribe, 75009 Paris Frankreich

täglich 10.00 - 17.00

Schließtage unter: https://www.operadeparis.fr/en/visits/palais-garnier/useful-information

Erwachsene 14,- Euro, Jugendliche 11 – 25 Jahre 11,- Euro, Kinder 0 – 10 Jahre 6,50,
1,- Euro Aufschlag bei laufenden Ausstellungen

Audioguide 5,- Euro

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